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== Das Projekt ==
 
== Das Projekt ==
Das Hoteldorf entsteht an der Landesgrenze zu [[Tirol]] auf 1 200 [[M ü. A.|Metern Seehöhe]] auf einem vor rund zehn Jahren (~ 2009) gewidmeten Zweitwohnsitzgebiet. Am [[Pass Thurn]] im nördlichen Stadtgebiet von [[Mittersill]] wurden im Herbst 2019 zwei Hektar Wald gerodet und anschließend war Baubeginn. Bis [[2021]] sollten hier auf einer Gesamtfläche von vier Hektar luxuriöse Chalets und ein Hotel entstehen. Zum Teil besteht eine Zweitwohnsitzwidmung.  
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Das Hoteldorf entsteht an der Landesgrenze zu [[Tirol]] auf 1 200 [[M ü. A.|Metern Seehöhe]] auf einem vor rund zehn Jahren (~ 2009) gewidmeten Zweitwohnsitzgebiet. Am [[Pass Thurn]] im nördlichen Stadtgebiet von [[Mittersill]] wurden im Herbst 2019 zwei Hektar Wald gerodet und anschließend war Baubeginn. Bis [[2021]] sollten hier auf einer Gesamtfläche von vier Hektar luxuriöse Chalets und ein Hotel entstehen. Zum Teil besteht eine Zweitwohnsitzwidmung. Nach einem Lokalaugenschein gemeinsam mit zwei GemeindevertreterInnen brachte die Naturschutzsprecherin der SPÖ im Landtag der Öffentlichkeit zur Kenntnis [[Bezirksblätter vom 13. September 2019]]
    
Vor allem, dass die Fläche auf einer Seite an das international anerkannte Ramsar-Schutzgebiet [[Wasenmoos Mittersill]] grenzt, sorgte für Widerstand. Der Landesgeschäftsführer des [[Salzburger Naturbund]]es [[Hannes Augustin]] sagte, das Wasenmoos und viele weitere Gebiete seien durch dieses und weitere Projekte bedroht. Ohne Rücksicht auf Natur, Klima, Verkehr und zukünftige Generationen werde gebaut und gebaut.  
 
Vor allem, dass die Fläche auf einer Seite an das international anerkannte Ramsar-Schutzgebiet [[Wasenmoos Mittersill]] grenzt, sorgte für Widerstand. Der Landesgeschäftsführer des [[Salzburger Naturbund]]es [[Hannes Augustin]] sagte, das Wasenmoos und viele weitere Gebiete seien durch dieses und weitere Projekte bedroht. Ohne Rücksicht auf Natur, Klima, Verkehr und zukünftige Generationen werde gebaut und gebaut.  
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=== Rettung des Wasenmooses ===
 
=== Rettung des Wasenmooses ===
Die Rodung für das Hotelprojekt wurde schon [[2009]] von der [[Bezirkshauptmannschaft Zell am See]] genehmigt. Die naturschutzrechtliche Bewilligung folgte [[2013]]. Die Projektfläche Jagafeld gehörte, so wie das Wasenmoos noch heute, den [[Österreichische Bundesforste|Bundesforsten]] (ÖBf), die sie an Wieser verkauften. In einer Stellungnahme beim Naturschutzverfahren schrieben die ÖBf, man hätte, wäre mit Verwertungseinschränkungen der an das Wasenmoos grenzenden Grundstücke zu rechnen gewesen, die sehr aufwendige Renaturierung und Besucherlenkung im Moos "aus einem anderen Gesichtspunkt betrachtet". Wieser habe einen persönlichen und finanziellen Beitrag zur Weidefreistellung des Mooses geleistet. Die Weiderechte von Dutzenden Bauern im Moos wurden zusammen mit jenen auf dem Jagafeld abgelöst. Durch die Verbesserungen im Moos kam es 2006 zur Anerkennung als Ramsar-Schutzgebiet.  
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Die Rodung für das Hotelprojekt wurde schon [[2009]] von der [[Bezirkshauptmannschaft Zell am See]] genehmigt. Die naturschutzrechtliche Bewilligung folgte [[2013]]. Die Projektfläche Jagafeld gehörte, so wie das Wasenmoos noch heute, den [[Österreichische Bundesforste|Bundesforsten]] (ÖBf), die sie an Wieser verkauften. In einer Stellungnahme beim Naturschutzverfahren schrieben die ÖBf, man hätte, wäre mit Verwertungseinschränkungen der an das Wasenmoos grenzenden Grundstücke zu rechnen gewesen, die sehr aufwendige Renaturierung und Besucherlenkung im Moos "aus einem anderen Gesichtspunkt betrachtet". Wieser habe einen persönlichen und finanziellen Beitrag zur Weidefreistellung des Mooses geleistet. Die Weiderechte von Dutzenden Bauern im Moos wurden zusammen mit jenen auf dem Jagafeld abgelöst. Durch die Verbesserungen im Moos kam es 2006 zur Anerkennung als Ramsar-Schutzgebiet.
    
== Weblinks ==
 
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