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'''Kräuter- oder Fraubuschen''' sind Sträuße aus Kräutern, die am [[15. August]], dem „Großen Frautag“, geweiht werden.
==Beschreibung==
Die Kräuter oder Fraubuschen werden am „Großen Frautag“, das ist das Fest Mariä Himmelfahrt am [[15. August]], in der Kirche geweiht. Sie bestehen aus neunerlei Heilpflanzen, die auf den Almen gepflückt und zu einem Strauß gebunden werden.
Traditionell befindet sich der „Rugei“ (Fruchtstände der Alpenanemone) oder [[Eisenhut]] in der Mitte, rundherum werden Margeriten, violetter [[Enzian]], [[Labkraut]], [[Wermut]], [[Schafgarbe]], wilder roter [[Holunder]], blauer Waldenzian und [[Arnika]] angeordnet und gebunden.
==Anwendung==
Die getrockneten Kräuter werden bei Krankheit für Mensch und Tier als Tee oder Einlauf zubereitet, die Kräuterreste in den Rauhnächten zerrieben und dem Vieh „für den Gsund“ unter das Futter gemischt.
==Quellen==
* Richard Trreuer, Bergheimat Pinzgau, S. 131, Verlag der Salzburger Druckerei, Salzburg 1977
[[Kategorie:Brauchtum]]
[[Kategorie:Volkskultur]]
[[Kategorie:Kirche]]
[[Kategorie:Frauen]]