Änderungen

keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 2: Zeile 2:     
== Leben und Wirken ==
 
== Leben und Wirken ==
Johann Baptist wurde als fünftes von elf Kindern des Gutsbesitzers und Bauern Wolfgang (IV.) Hagenauer und dessen Ehefrau Maria, geborene Hasenerl, auf dem [[Aman]]gut in Straß im [[Rupertiwinkel]] geboren. Er war der Bruder der beiden Architekten [[Wolfgang Hagenauer|Wolfgang (V.)]] und [[Johann Georg von Hagenauer]]. Als 20jähriger wurde Johann Baptist von seinem Onkel, dem vermögenden Salzburger Gewürzhändler [[Johann Lorenz Hagenauer]], als bildhauerisches Talent entdeckt. Johann Lorenz Hagenauer (* [[1712]]; † [[1792]]) war der Eigentümer des [[Hagenauerhaus|Geburtshauses]] von [[Wolfgang Amadé Mozart]] und als Kunstsammler, Mäzen sowie enger Freund der Familie [[Mozart]] bekannt.  
+
Johann Baptist wurde als fünftes von elf Kindern des Gutsbesitzers und Bauern Wolfgang (IV.) Hagenauer und dessen Ehefrau Maria, geborene Hasenerl, auf dem [[Aman]]gut in Straß im [[Rupertiwinkel]] geboren. Er war der Bruder der beiden Architekten [[Wolfgang Hagenauer|Wolfgang (V.)]] und [[Johann Georg von Hagenauer]]. Als 20jähriger wurde Johann Baptist von seinem Onkel, dem vermögenden Salzburger Gewürzhändler [[Johann Lorenz Hagenauer]], als bildhauerisches Talent entdeckt. Johann Lorenz Hagenauer (* [[1712]]; † [[1792]]) war der Eigentümer des [[Hagenauerhaus|Geburtshauses]] von [[Wolfgang Amadé Mozart]] und als Kunstsammler, Mäzen sowie enger Freund der Familie [[Mozart]] bekannt.
   −
[[1752]] sandte Johann Lorenz seinen Neffen Johann Baptist zu [[Johann Georg Itzlfeldner]] nach [[Tittmoning]], der damals als einer der besten Bildhauer und Schnitzer des [[Erzbistum]]s galt. [[1754]] wurde Johann Baptist durch ein Stipendium des [[Fürsterzbischof]]s [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach|Sigismund Graf Schrattenbach]] zur weiteren Fortbildung an die Wiener Akademie gesandt, wo er die Bildhauerklasse des Professors Jakob Christoph Schletterer (Leiter) besuchte. Bald sollte Johann Baptist auch einige Preise an der Akademie gewinnen. Noch im ersten Jahr erhielt Johann Baptist als besondere Auszeichnung des Rektors [[Paul Troger]], die Erlaubnis einen Degen in der Akademie tragen zu dürfen.  
+
[[1752]] sandte Johann Lorenz seinen Neffen Johann Baptist zu [[Johann Georg Itzlfeldner]] nach [[Tittmoning]], der damals als einer der besten Bildhauer und Schnitzer des [[Erzbistum]]s galt. [[1754]] wurde Johann Baptist durch ein Stipendium des [[Fürsterzbischof]]s [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach|Sigismund Graf Schrattenbach]] zur weiteren Fortbildung an die Wiener Akademie gesandt, wo er die Bildhauerklasse des Professors Jakob Christoph Schletterer (Leiter) besuchte. Bald sollte Johann Baptist auch einige Preise an der Akademie gewinnen. Noch im ersten Jahr erhielt Johann Baptist als besondere Auszeichnung des Rektors [[Paul Troger]], die Erlaubnis einen Degen in der Akademie tragen zu dürfen.
   −
Nach Abschluss seiner Ausbildung in Wien zum akademischen Bildhauer kehrte Johann Baptist [[1759]] nach Salzburg zurück. Bald darauf wurde ihm eine mehrjährige Studienreise nach [[Italien]] ermöglicht, die ihn vorerst an die Akademie nach Bologna führen sollte. Dabei wurde er sowohl von seinem vermögenden Onkel Johann Lorenz, als auch vom Salzburger Fürsterzbischof Graf Schrattenbach persönlich unterstützt. An der Akademie in Bologna gewann Johann Baptist mehrere Preise, die Ehrenmitgliedschaft der dortigen ''Accademia Clementina'', sowie die Ehrenbürgerschaft der Stadt Bologna. Zu Gute kam ihm, dass er fließend Italienisch und Französisch sprach und auch Latein beherrschte. Weitere Studien führten ihn schließlich nach Florenz und Rom, wo er auch mit dem deutschen Archäologen Johann Joachim Winckelmann und seinen Theorien Bekanntschaft geschlossen hatte.
+
Nach Abschluss seiner Ausbildung in Wien zum akademischen Bildhauer kehrte Johann Baptist [[1759]] nach [[Salzburg]] zurück. Bald darauf wurde ihm eine mehrjährige Studienreise nach [[Italien]] ermöglicht, die ihn vorerst an die Akademie nach Bologna führen sollte. Dabei wurde er sowohl von seinem vermögenden Onkel Johann Lorenz, als auch vom Salzburger Fürsterzbischof Graf Schrattenbach persönlich unterstützt. An der Akademie in Bologna gewann Johann Baptist mehrere Preise, die Ehrenmitgliedschaft der dortigen ''Accademia Clementina'', sowie die Ehrenbürgerschaft der Stadt Bologna. Zu Gute kam ihm, dass er fließend Italienisch und Französisch sprach und auch Latein beherrschte. Weitere Studien führten ihn schließlich nach Florenz und Rom, wo er auch mit dem deutschen Archäologen Johann Joachim Winckelmann und seinen Theorien Bekanntschaft geschlossen hatte.
   −
[[1764]] kehrte Johann Baptist mit seiner zukünftigen Frau, der florentiner Malerin Rosa Barducci, vielen Auszeichnungen und einer großen Sammlung von Abgüssen antiker Statuen nach Salzburg zurück.  
+
[[1764]] kehrte Johann Baptist mit seiner zukünftigen Frau, der florentiner Malerin Rosa Barducci, vielen Auszeichnungen und einer großen Sammlung von Abgüssen antiker Statuen nach Salzburg zurück.
   −
Fürsterzbischof Sigismund Graf Schrattenbach machte ihn nach seiner Rückkehr aus Italien zum erzbischöflichen Galerieinspektor. Bald darauf heiratete Johann Baptist Rosa Barducci und wurde vom Fürsterzbischof zum Hofstatuarius sowie [[1767]] zum [[Adelsstand|Hoftruchsess]] erhoben. Durch seine Standesbestätigung (von Hagenauer) hatte er das Recht „an der der Tafel der Edelknaben“ zu sitzen. Bald arbeitete er mit seinem inzwischen an der Wiener Akademie zum Architekten ausgebildeten älteren Bruder [[Wolfgang Hagenauer|Wolfgang]] bei mehreren Projekten zusammen. Wolfgang als Architekt, Johann Baptist als Bildhauer und bereits [[1771]] scheinen Zeichnungen des in Ausbildung zum Architekten stehenden jüngsten Bruders [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg]] auf.  
+
Fürsterzbischof Sigismund Graf Schrattenbach machte ihn nach seiner Rückkehr aus Italien zum erzbischöflichen Galerieinspektor. Bald darauf heiratete Johann Baptist Rosa Barducci und wurde vom Fürsterzbischof zum Hofstatuarius sowie [[1767]] zum [[Adelsstand|Hoftruchsess]] erhoben. Durch seine Standesbestätigung (von Hagenauer) hatte er das Recht ''„an der der Tafel der Edelknaben“'' zu sitzen. Bald arbeitete er mit seinem inzwischen an der Wiener Akademie zum Architekten ausgebildeten älteren Bruder [[Wolfgang Hagenauer|Wolfgang]] bei mehreren Projekten zusammen. Wolfgang als Architekt, Johann Baptist als Bildhauer und bereits [[1771]] scheinen Zeichnungen des in Ausbildung zum Architekten stehenden jüngsten Bruders [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg]] auf.
   −
Vor seinem Italienaufenthalt hatte Johann Baptist ja viele Kleinplastiken im Stil des [[Rokoko]] hergestellt. Von Italien zurückgekommen wagte er sich nun an große Plastiken, die jedoch zunehmend klassizistisch wurden. Er arbeitete mit seinen Brüdern gleichzeitig an zwei seiner Hauptwerke in Salzburg, der bilhauerischen Gestaltung beider Seiten des [[Sigmundstor]]es ([[1767]]), sowie der ''[[Mariensäule auf dem Domplatz|Maria Immaculata]]'' auf dem [[Domplatz]] ([[1766]]–[[1771]]).  
+
Vor seinem Italienaufenthalt hatte Johann Baptist ja viele Kleinplastiken im Stil des [[Rokoko]] hergestellt. Von Italien zurückgekommen wagte er sich nun an große Plastiken, die jedoch zunehmend klassizistisch wurden. Er arbeitete mit seinen Brüdern gleichzeitig an zwei seiner Hauptwerke in Salzburg, der bilhauerischen Gestaltung beider Seiten des [[Sigmundstor]]es ([[1767]]), sowie der ''[[Mariensäule auf dem Domplatz|Maria Immaculata]]'' auf dem [[Domplatz]] ([[1766]]–[[1771]]).
    
Nach dem Tod seines Gönners Graf Schrattenbach und dem Bruch mit dessen Nachfolger [[Hieronymus Graf Colloredo]] verließ er Salzburg und arbeitete nun in [[München]] und Wien. Bereits [[1774]] wurde er Leiter der Bildhauerklasse der Wiener Akademie. [[1767]] hatte von Hagenauer vier Stuckmodelle (Apollo, Diana, Bacchus und Ceres) aus Gips in Originalgröße für den Schlosspark Nymphenburg in München angefertigt und geliefert. Zwischen [[1782]] und [[1785]] wurden diese von Boos und Auliczek in Stein ausgeführt. [[1775]] schuf Hagenauer für die Gloriette in Wien-Schönbrunn vier mächtige Trophäenstücke mit riesigen antikhaften Rüstungen aus Stein. Zwischen [[1777]] und 1779 fertigte er mehrere Skulpturen für den Schlosspark und einen Brunnen für den Ehrenhof in Schönbrunn an. [[1779]] übernahm Hagenauer die "Erzverschneiderklasse" an der Wiener Akademie und wurde Direktor der Graveurschule. Im Stephansdom befindet sich eine von ihm gearbeitete Büste Papst Pius' VI. aus dem Jahr 1783. [[1791]] gab Johann Baptist v. Hagenauer das Lehr-Werk für seine Studenten "Unterricht von der Proportion des Menschen" heraus, sowie 40 Hefte mit Ornamentstichen. Förderer von Johann Baptist und dessen Brüdern, den Architekten Wolfgang und Johann Georg von Hagenauer, waren neben dem Fürsterzbischof Graf Schrattenbach auch deren Onkel [[Johann Lorenz Hagenauer|Johann Lorenz v. Hagenauer]] (ein wohlhabender Salzburger Kaufmann), sowie später auch dessen Sohn Abt [[Dominikus von Hagenauer]].
 
Nach dem Tod seines Gönners Graf Schrattenbach und dem Bruch mit dessen Nachfolger [[Hieronymus Graf Colloredo]] verließ er Salzburg und arbeitete nun in [[München]] und Wien. Bereits [[1774]] wurde er Leiter der Bildhauerklasse der Wiener Akademie. [[1767]] hatte von Hagenauer vier Stuckmodelle (Apollo, Diana, Bacchus und Ceres) aus Gips in Originalgröße für den Schlosspark Nymphenburg in München angefertigt und geliefert. Zwischen [[1782]] und [[1785]] wurden diese von Boos und Auliczek in Stein ausgeführt. [[1775]] schuf Hagenauer für die Gloriette in Wien-Schönbrunn vier mächtige Trophäenstücke mit riesigen antikhaften Rüstungen aus Stein. Zwischen [[1777]] und 1779 fertigte er mehrere Skulpturen für den Schlosspark und einen Brunnen für den Ehrenhof in Schönbrunn an. [[1779]] übernahm Hagenauer die "Erzverschneiderklasse" an der Wiener Akademie und wurde Direktor der Graveurschule. Im Stephansdom befindet sich eine von ihm gearbeitete Büste Papst Pius' VI. aus dem Jahr 1783. [[1791]] gab Johann Baptist v. Hagenauer das Lehr-Werk für seine Studenten "Unterricht von der Proportion des Menschen" heraus, sowie 40 Hefte mit Ornamentstichen. Förderer von Johann Baptist und dessen Brüdern, den Architekten Wolfgang und Johann Georg von Hagenauer, waren neben dem Fürsterzbischof Graf Schrattenbach auch deren Onkel [[Johann Lorenz Hagenauer|Johann Lorenz v. Hagenauer]] (ein wohlhabender Salzburger Kaufmann), sowie später auch dessen Sohn Abt [[Dominikus von Hagenauer]].
Zeile 18: Zeile 18:  
Johann Baptist schuf zudem auch folgende Altäre:
 
Johann Baptist schuf zudem auch folgende Altäre:
   −
:für die [[Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria vom guten Rat]] in [[Böckstein]] in [[Bad Gastein]] ([[1765]]) in Zusammenarbeit mit seinem Bruder Wolfgang Hagenauer und seiner Frau Rosa Barducci-Hagenauer,  
+
:für die [[Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria vom guten Rat]] in [[Böckstein]] in [[Bad Gastein]] ([[1765]]) in Zusammenarbeit mit seinem Bruder Wolfgang Hagenauer und seiner Frau Rosa Barducci-Hagenauer,
:für die [[Dekanatskirche zu Unserer Lieben Frau Geburt]] in [[Köstendorf]] in Zusammenarbeit mit Wolfgang Hagenauer,  
+
:für die [[Dekanatskirche zu Unserer Lieben Frau Geburt]] in [[Köstendorf]] in Zusammenarbeit mit Wolfgang Hagenauer,
:für [[Stadtpfarrkirche Unserer Lieben Frau Mariae Himmelfahrt|Pfarrkirche Unserer Lieben Frau Mariae Himmelfahrt]] Seitenaltar mit Wolfgang Hagenauer,
+
:für [[Stadtpfarrkirche Unserer Lieben Frau Mariae Himmelfahrt|Pfarrkirche Unserer Lieben Frau Mariae Himmelfahrt]] Seitenaltar mit Wolfgang Hagenauer,
:für die [[Kirche Mariae Himmelfahrt (Abtei Nonnberg)|Abteikirche Nonnberg]]  
+
:für die [[Kirche Mariae Himmelfahrt (Abtei Nonnberg)|Abteikirche Nonnberg]],
:für die Schottenfelder Kirche in Wien ([[1784]]-[[1786]]),  
+
:für die Schottenfelder Kirche in Wien ([[1784]]-[[1786]]),
:Hochaltar der Laurenzerinnenkirche am Fleischmarkt in Wien (1781) der 1783 in die Pfarre St. Laurenz am Schottenfeld in Wien übertragen wurde,  
+
:Hochaltar der Laurenzerinnenkirche am Fleischmarkt in Wien (1781) der 1783 in die Pfarre St. Laurenz am Schottenfeld in Wien übertragen wurde,
   −
== Privat ==  
+
== Privat ==
Seine erste Frau Maria Rosa Barducci (* [[1744]]; † [[1786]]) hatte Johann Baptist am [[26. November]] [[1764]] im [[Salzburger Dom]] geheiratet. Maria Rosa Barducci stammte aus einer florentiner Künstlerfamilie und war Malerin. Ihr Vater war Giuseppe de Barducci, ein Augsburger Miniaturmaler mit italienischen Wurzeln. In Briefen schreibt [[Wolfgang Amadé Mozart]] von "Madam Rosa" oder "Madme Rosa". Das Totenschild auf dem Grabmal von Fürsterzbischof Schrattenbach im [[Salzburger Dom]] stammt von ihr. Sie diente ihrem Mann Johann Baptist immer wieder als Modell für Skulpturen, die bekannteste ist wohl die [[Mariensäule auf dem Domplatz]].<ref>→ {{Kulturklauberin|https://www.sn.at/kolumne/kulturklauberin/in-dieser-maria-ist-eine-kuenstlerin-verewigt-110221450}}</ref> Prälat [[Johannes Neuhardt]] schreibt in einem seiner Bücher<ref>[[Mein Salzburg. Die verkaufte Schönheit.]]</ref>, dass sie in Salzburg einiges Aufsehen erregt haben musste. So sollen sich zwei [[Domherr]]en, einer von ihnen ein Neffe des Fürsterzbischofs, um sie duelliert haben.
+
Seine erste Frau Maria Rosa Barducci (* [[1744]]; † [[1786]]) hatte Johann Baptist am [[26. November]] [[1764]] im [[Salzburger Dom]] geheiratet. Maria Rosa Barducci stammte aus einer florentiner Künstlerfamilie und war Malerin. Ihr Vater war Giuseppe de Barducci, ein [[Augsburg]]er Miniaturmaler mit italienischen Wurzeln. In Briefen schreibt [[Wolfgang Amadé Mozart]] von "Madam Rosa" oder "Madme Rosa". Das Totenschild auf dem Grabmal von Fürsterzbischof Schrattenbach im [[Salzburger Dom]] stammt von ihr. Sie diente ihrem Mann Johann Baptist immer wieder als Modell für Skulpturen, die bekannteste ist wohl die [[Mariensäule auf dem Domplatz]].<ref>→ {{Kulturklauberin|https://www.sn.at/kolumne/kulturklauberin/in-dieser-maria-ist-eine-kuenstlerin-verewigt-110221450}}</ref> Prälat [[Johannes Neuhardt]] schreibt in einem seiner Bücher<ref>[[Mein Salzburg. Die verkaufte Schönheit.]]</ref>, dass sie in Salzburg einiges Aufsehen erregt haben musste. So sollen sich zwei [[Domherr]]en, einer von ihnen ein Neffe des Fürsterzbischofs, um sie duelliert haben.
   −
Rosa Barducci-Hagenauer starb 1786 in Wien, sieben Jahre danach heiratete Johann Baptist von Hagenauer am [[16. Juni]] [[1793]] die um 40 Jahre jüngere Offizierstochter und Wachsmedailleurin Elisabeth Weber (* [[1772]]; † [[1839]]) im Wiener Stephansdom.  
+
Rosa Barducci-Hagenauer starb 1786 in Wien, sieben Jahre danach heiratete Johann Baptist von Hagenauer am [[16. Juni]] [[1793]] die um 40 Jahre jüngere Offizierstochter und Wachsmedailleurin Elisabeth Weber (* [[1772]]; † [[1839]]) im Wiener Stephansdom.
    
Zwischen 1805 und 1807 bewohnte und besaß der ''"kaiserlichen Rat, Professor und Direktor der Akademie der bildenden Künste Johann Baptist von Hagenauer"'' ein Haus im ersten Bezirk in Wien, das Haus Nr. 839, damals Sackgasse 2. Dieses Haus wurde bereits im Jahr 1382 erwähnt und stand an der Rückseite der Häuser Blutgasse 1 und 3. Heute steht an dieser Stelle ein Hof. Johann Baptist von Hagenauer starb 1810 in Wien, sein Tod wurde in der Wiener Zeitung kurz erwähnt: ''"Den 10. September in der Stadt. Herr Joh. v. Hagenauer, d. k. k. Akad. der bild. Künste Rath. d. Dir. u. Prof. der Gravierschule, alt 79 J. i. d. Wollzeile Nr. 913"'' (heute Wollzeile 16). Bestattet wurde er am St. Marxer Friedhof.
 
Zwischen 1805 und 1807 bewohnte und besaß der ''"kaiserlichen Rat, Professor und Direktor der Akademie der bildenden Künste Johann Baptist von Hagenauer"'' ein Haus im ersten Bezirk in Wien, das Haus Nr. 839, damals Sackgasse 2. Dieses Haus wurde bereits im Jahr 1382 erwähnt und stand an der Rückseite der Häuser Blutgasse 1 und 3. Heute steht an dieser Stelle ein Hof. Johann Baptist von Hagenauer starb 1810 in Wien, sein Tod wurde in der Wiener Zeitung kurz erwähnt: ''"Den 10. September in der Stadt. Herr Joh. v. Hagenauer, d. k. k. Akad. der bild. Künste Rath. d. Dir. u. Prof. der Gravierschule, alt 79 J. i. d. Wollzeile Nr. 913"'' (heute Wollzeile 16). Bestattet wurde er am St. Marxer Friedhof.
Zeile 35: Zeile 35:  
Am [[8. Mai]] [[2016]] wurde vor der Filialkirche St. Nikolaus in [[Straß (Ainring)|Straß]] bei [[Ainring]] ein Gedenkstein an Wolfgang Hagenauer enthüllt.<ref>[https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=56471 Salzburger Landeskorrespondenz vom 6.05.2016: '' Bayerischer Beitrag zu Salzburg 20.16'']</ref>
 
Am [[8. Mai]] [[2016]] wurde vor der Filialkirche St. Nikolaus in [[Straß (Ainring)|Straß]] bei [[Ainring]] ein Gedenkstein an Wolfgang Hagenauer enthüllt.<ref>[https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=56471 Salzburger Landeskorrespondenz vom 6.05.2016: '' Bayerischer Beitrag zu Salzburg 20.16'']</ref>
   −
==Bildergalerie==
+
== Bildergalerie ==
 
<center>
 
<center>
 
<gallery>
 
<gallery>
File:Johann Baptist Hagenauer model of a pieta.jpg|Tonmodell einer Pieta 1759, Salzb. Barockmuseum
+
File:Johann Baptist Hagenauer model of a pieta.jpg|Tonmodell einer Pieta 1759, Salzburger Barockmuseum
File:Minerva as a Symbol for Strength and a Patron of the Sciences, by Johann Baptist Hagenauer, Vienna, c. 1760, baked clay - Bode-Museum - DSC02934.JPG|Minerva, gebrannter Ton 1763  
+
File:Minerva as a Symbol for Strength and a Patron of the Sciences, by Johann Baptist Hagenauer, Vienna, c. 1760, baked clay - Bode-Museum - DSC02934.JPG|Minerva, gebrannter Ton 1763
 
File:Salzburg Neutor West 04.jpg|Neutor in Salzburg 1767
 
File:Salzburg Neutor West 04.jpg|Neutor in Salzburg 1767
 
</gallery>
 
</gallery>
Zeile 47: Zeile 47:  
{{Commonscat|Johann Baptist Hagenauer}}
 
{{Commonscat|Johann Baptist Hagenauer}}
 
== Literatur ==
 
== Literatur ==
* [[Benedikt Pillwein]]: Biographische Schilderungen oder Lexikon Salzburgischer theils verstorbener theils lebender Künstler, Salzburg 1821  
+
* [[Benedikt Pillwein]]: ''Biographische Schilderungen oder Lexikon Salzburgischer theils verstorbener theils lebender Künstler''. Mayr'sche Buchhandlung, Salzburg 1821
* E. Tietze - Conrat: Johann Baptist Hagenauer, Sonderdruck a. d. JB d. KHI; Dr. Benno Filser-Verlag, Augsburg 1920
+
* Erica Tietze-Conrat: ''Johann Baptist Hagenauer''. Sonderdruck aus dem Jahrbuch des Kunsthistorischen Instituts des österreichischen Staatsdenkmalamtes; Dr. Benno Filser-Verlag, Augsburg 1920
* Adolf Hahnl, Das Neutor, Schriftreihe des Stadtvereins Salzburg, Verlag: Kulturgut der Heimat, Bd. 6, Hrsg. Ernst Ziegenleder, Salzburg 1977
+
* Adolf Hahnl: ''Das Neutor''. Schriftreihe des Stadtvereins Salzburg, Verlag: Kulturgut der Heimat, Band 6, Hrsg. Ernst Ziegenleder, Salzburg 1977
* Beatrix Hajós, Schönbrunner Statuen, 1773-1780; Böhlau Verlag Wien, 2004  
+
* Beatrix Hajós: ''Schönbrunner Statuen, 1773-1780''. Böhlau Verlag, Wien 2004
* Adolf Hahnl: Der Gurker, Passauer beziehungsweise Salzburger Architekt Johann Georg Hagenauer (1748 - 1835) in: Barockberichte 44/45 (2006): Die Hagenauer – Künstler, Kaufleute, Kirchenmänner im Salzburg der Mozartzeit, Salzburg 2006
+
* Adolf Hahnl: ''Der Gurker, Passauer beziehungsweise Salzburger Architekt Johann Georg Hagenauer (1748–1835)'', in: [https://www.salzburgmuseum.at/fileadmin/Salzburg_Museum/06_Service/Publikationen/03_Barockberichte/Pdfs_Barockberichte/BB_44_45/Hahnl_Architekt.pdf Barockberichte 44/45, 2006, S.&nbsp;901-902]
 
{{Quelle Kulturlexikon}}
 
{{Quelle Kulturlexikon}}
 
== Weblinks ==
 
== Weblinks ==
* [http://books.google.at/books?id=A9hAAAAAcAAJ&pg=PA78&dq=Hofkalender+johann+hagenauer&hl=de&sa=X&ei=IMnuUInaOrGM0wXjy4GoAw&ved=0CDUQ6AEwAQ#v=onepage&q=Hofkalender%20johann%20hagenauer&f=false Hochfürstlicher Truchsesse: Johann Hagenauer, Hofstatuarius und Gallerie-inspektor, den 2.Jäner 1760]  
+
* [http://books.google.at/books?id=A9hAAAAAcAAJ&pg=PA78&dq=Hofkalender+johann+hagenauer&hl=de&sa=X&ei=IMnuUInaOrGM0wXjy4GoAw&ved=0CDUQ6AEwAQ#v=onepage&q=Hofkalender%20johann%20hagenauer&f=false Hochfürstlicher Truchsesse: Johann Hagenauer, Hofstatuarius und Gallerie-inspektor, den 2.Jänner 1760]
 
* [http://books.google.at/books?id=umpHAQAAIAAJ&q=herr+von+hagenauer&dq=herr+von+hagenauer&source=bl&ots=49pqrwwNb4&sig=AxX-6zPfLr4aNcw0MwERuyO1PrU&hl=de&sa=X&ei=Oah9ULvXNIjhtQaZxIHIDg&ved=0CFsQ6AEwCDgU Herr von Hagenauer, Hofbildhauer, 1766]
 
* [http://books.google.at/books?id=umpHAQAAIAAJ&q=herr+von+hagenauer&dq=herr+von+hagenauer&source=bl&ots=49pqrwwNb4&sig=AxX-6zPfLr4aNcw0MwERuyO1PrU&hl=de&sa=X&ei=Oah9ULvXNIjhtQaZxIHIDg&ved=0CFsQ6AEwCDgU Herr von Hagenauer, Hofbildhauer, 1766]
 
* [http://books.google.at/books?id=aLoAAAAAcAAJ&pg=PA357&dq=hagenauer+salzburg&hl=de&sa=X&ei=-5vuUKf2D8as0QWL8oHYDA&redir_esc=y#v=onepage&q=hagenauer%20salzburg&f=false Johann Baptist von Hagenauer, einem Salzburger, ehemahls fürst-erzbischöflichen Truchseß und Hof-Statuar, dann k. k. Gravier-Director zu Wien, 1767-1771]
 
* [http://books.google.at/books?id=aLoAAAAAcAAJ&pg=PA357&dq=hagenauer+salzburg&hl=de&sa=X&ei=-5vuUKf2D8as0QWL8oHYDA&redir_esc=y#v=onepage&q=hagenauer%20salzburg&f=false Johann Baptist von Hagenauer, einem Salzburger, ehemahls fürst-erzbischöflichen Truchseß und Hof-Statuar, dann k. k. Gravier-Director zu Wien, 1767-1771]
 
* [https://books.google.at/books?id=K-NDAAAAcAAJ&pg=PT960&lpg=PT960&dq=herr+von+hagenauer&source=bl&ots=fHDGN2QnHK&sig=NpN_mvBio8z4bZbdOlbQC-xogFE&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwi68O_itqnMAhWGHJoKHTKkAXwQ6AEIPDAF#v=onepage&q=herr%20von%20hagenauer&f=false, Herr von Hagenauer, fürstl. Statuarius von Salzburg, mit dessen Frau Gemahlin, 1769]
 
* [https://books.google.at/books?id=K-NDAAAAcAAJ&pg=PT960&lpg=PT960&dq=herr+von+hagenauer&source=bl&ots=fHDGN2QnHK&sig=NpN_mvBio8z4bZbdOlbQC-xogFE&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwi68O_itqnMAhWGHJoKHTKkAXwQ6AEIPDAF#v=onepage&q=herr%20von%20hagenauer&f=false, Herr von Hagenauer, fürstl. Statuarius von Salzburg, mit dessen Frau Gemahlin, 1769]
 
* [http://books.google.at/books?id=x6IAAAAAcAAJ&pg=PA46&dq=hagenauer+sohn+des&hl=de&sa=X&ei=CCOqUab3KpKZ0AXsoYHwDQ&redir_esc=y#v=onepage&q=hagenauer%20sohn%20des&f=false Herr von Hagenauer, 1773-80]
 
* [http://books.google.at/books?id=x6IAAAAAcAAJ&pg=PA46&dq=hagenauer+sohn+des&hl=de&sa=X&ei=CCOqUab3KpKZ0AXsoYHwDQ&redir_esc=y#v=onepage&q=hagenauer%20sohn%20des&f=false Herr von Hagenauer, 1773-80]
* [http://books.google.at/books?id=oDNKAAAAcAAJ&pg=PA273&dq=von+hagenauer&lr=&as_brr=1&hl=de&cd=23#v=onepage&q=von%20hagenauer&f=false Johann Baptist von Hagenauer, eines gebohrenen Salzburgers, hochfürstlicher Truchseß 1782]
+
* [http://books.google.at/books?id=oDNKAAAAcAAJ&pg=PA273&dq=von+hagenauer&lr=&as_brr=1&hl=de&cd=23#v=onepage&q=von%20hagenauer&f=false Johann Baptist von Hagenauer, eines gebohrenen Salzburgers, hochfürstlicher Truchseß 1782]
* [http://books.google.at/books?ei=InjAULXuIoHOtQag_oG4DQ&hl=de&id=cTY5AAAAIAAJ&dq=Lehrers+Johann+Baptist+von+Hagenauer+die+antiken+und+modernen+Statuen&q=+Hagenauer+#search_anchor Johann Baptist von Hagenauer, 1785]
+
* [http://books.google.at/books?ei=InjAULXuIoHOtQag_oG4DQ&hl=de&id=cTY5AAAAIAAJ&dq=Lehrers+Johann+Baptist+von+Hagenauer+die+antiken+und+modernen+Statuen&q=+Hagenauer+#search_anchor Johann Baptist von Hagenauer, 1785]
* [http://books.google.at/books?id=Ol0NAAAAIAAJ&pg=PA307&dq=Hof-+und+Staats-Schematismus+der+r%C3%B6m.+Kaiserl+Hagenauer&hl=de&sa=X&ei=osicULTmIYXKtAa9yYHIDw&ved=0CDAQ6AEwAg#v=onepage&q=hagenauer&f=false Joh. Bapt. v. Hagenauer, Direktor, auch Prof. der Gravierung im harten Metall, 1802]
+
* [http://books.google.at/books?id=Ol0NAAAAIAAJ&pg=PA307&dq=Hof-+und+Staats-Schematismus+der+r%C3%B6m.+Kaiserl+Hagenauer&hl=de&sa=X&ei=osicULTmIYXKtAa9yYHIDw&ved=0CDAQ6AEwAg#v=onepage&q=hagenauer&f=false Joh. Bapt. v. Hagenauer, Direktor, auch Prof. der Gravierung im harten Metall, 1802]
* [http://books.google.at/books?id=O6YAAAAAcAAJ&pg=PA105&dq=hof-+und+staats-schematismus+hagenauer&hl=de&sa=X&ei=6MubUMeTNuWM4gTa3oGIDQ&ved=0CC8Q6AEwAQ#v=onepage&q=hagenauer&f=false Joh. Bapt. v. Hagenauer, Direktor, auch Prof. der Gravierung im harten Metall, 1803]  
+
* [http://books.google.at/books?id=O6YAAAAAcAAJ&pg=PA105&dq=hof-+und+staats-schematismus+hagenauer&hl=de&sa=X&ei=6MubUMeTNuWM4gTa3oGIDQ&ved=0CC8Q6AEwAQ#v=onepage&q=hagenauer&f=false Joh. Bapt. v. Hagenauer, Direktor, auch Prof. der Gravierung im harten Metall, 1803]
* [http://books.google.at/books?id=sSQS5tMs7HkC&pg=RA3-PA614&dq=samuel+baur+johann+hagenauer&hl=de&sa=X&ei=vAaqUe6tMYvu0gXouIHgDg&redir_esc=y#v=onepage&q=samuel%20baur%20johann%20hagenauer&f=false Hagenauer (Johann von), Rath der k.k. Akademie der bildenden Künste, Direktor und Professor der Gravirschule in Wien, 1810]  
+
* [http://books.google.at/books?id=sSQS5tMs7HkC&pg=RA3-PA614&dq=samuel+baur+johann+hagenauer&hl=de&sa=X&ei=vAaqUe6tMYvu0gXouIHgDg&redir_esc=y#v=onepage&q=samuel%20baur%20johann%20hagenauer&f=false Hagenauer (Johann von), Rath der k.k. Akademie der bildenden Künste, Direktor und Professor der Gravirschule in Wien, 1810]
 
* [https://books.google.at/books?id=D0tGAQAAMAAJ&q=Den+10.+September.+In+der+Stadt.+Her.+Joh.+v.+Hagenauer,+d.+k.+k.+Akad.+der+bild.+K%C3%BCnste+Rath.+d.+Dir.+u.+Prof.+der+Gravierschule,+alt+79+J.+i.+d.+Wollz.&dq=Den+10.+September.+In+der+Stadt.+Her.+Joh.+v.+Hagenauer,+d.+k.+k.+Akad.+der+bild.+K%C3%BCnste+Rath.+d.+Dir.+u.+Prof.+der+Gravierschule,+alt+79+J.+i.+d.+Wollz.&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwi4n5jVvanMAhWEHpoKHTPiCU0Q6AEIHzAB Todesanzeige in der Wiener Zeitung 1810, p. 1175: Den 10. September. In der Stadt. Her. Joh. v. Hagenauer, d. k. k. Akad. der bild. Künste Rath. d. Dir. u. Prof. der Gravierschule, alt 79 J. i. d. Wollz., 1810]
 
* [https://books.google.at/books?id=D0tGAQAAMAAJ&q=Den+10.+September.+In+der+Stadt.+Her.+Joh.+v.+Hagenauer,+d.+k.+k.+Akad.+der+bild.+K%C3%BCnste+Rath.+d.+Dir.+u.+Prof.+der+Gravierschule,+alt+79+J.+i.+d.+Wollz.&dq=Den+10.+September.+In+der+Stadt.+Her.+Joh.+v.+Hagenauer,+d.+k.+k.+Akad.+der+bild.+K%C3%BCnste+Rath.+d.+Dir.+u.+Prof.+der+Gravierschule,+alt+79+J.+i.+d.+Wollz.&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwi4n5jVvanMAhWEHpoKHTPiCU0Q6AEIHzAB Todesanzeige in der Wiener Zeitung 1810, p. 1175: Den 10. September. In der Stadt. Her. Joh. v. Hagenauer, d. k. k. Akad. der bild. Künste Rath. d. Dir. u. Prof. der Gravierschule, alt 79 J. i. d. Wollz., 1810]
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==
Zeile 70: Zeile 70:  
{{SORTIERUNG:Hagenauer, Johann Baptist}}
 
{{SORTIERUNG:Hagenauer, Johann Baptist}}
 
[[Kategorie:Person]]
 
[[Kategorie:Person]]
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]  
+
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]
[[Kategorie:Person (Kunst)]]  
+
[[Kategorie:Person (Kunst)]]
 
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
 
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
 
[[Kategorie:Kunst]]
 
[[Kategorie:Kunst]]
63.246

Bearbeitungen