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| | De Gaulles Nachfolger Georges Pompidou und Valerie Giscard d'Estaing setzten seine Politik fort. Eine neue Ära brach 1981 mit der Wahl von Francoise Mitterand an. An der französischen Außenpolitik änderte Mitterand wenig. Im Inneren wurde jedoch ein ganzes Bündel von Reformen eingeleitet, zahlreiche Großbetriebe und Banken wurden verstaatlicht. Angesichts der zunehmend problematischen wirtschaftlichen Situation sah sich die Regierung jedoch bald zu einer Kehrtwende gezwungen, viele Betriebe wurden wieder privatisiert. Die 80er Jahre waren geprägt vom Aufstieg des Front national unter Jean-Marie Le Pen und von der Schrittweisen Dezentralisierung des Landes. Im Mai 1995 wurde Chirac Präsident. Es folgten unruhige Zeiten: Eine Serie von Terroranschlägen islamischer Fundamentalisten in Paris verunsicherte die Bevölkerung, lange dauernde Streiks zuerst der Staatsbediensteten, dann der Fernfahrer, legten fast das gesamte Land lahm und beeinträchtigten auch die Wirtschaft in den Nachbarländern. Chirac glaubte klug zu handeln, als er die Nationalversammlung auflöste und 1998 Neuwahlen ausschrieb; er wollte ein klares Mandat für seinen unliebsamen Sparkurs. Die Franzosen spielten nicht mit und wählten die Sozialisten, die mit ihren Ansichten denen von Chirac entgegenstanden. | | De Gaulles Nachfolger Georges Pompidou und Valerie Giscard d'Estaing setzten seine Politik fort. Eine neue Ära brach 1981 mit der Wahl von Francoise Mitterand an. An der französischen Außenpolitik änderte Mitterand wenig. Im Inneren wurde jedoch ein ganzes Bündel von Reformen eingeleitet, zahlreiche Großbetriebe und Banken wurden verstaatlicht. Angesichts der zunehmend problematischen wirtschaftlichen Situation sah sich die Regierung jedoch bald zu einer Kehrtwende gezwungen, viele Betriebe wurden wieder privatisiert. Die 80er Jahre waren geprägt vom Aufstieg des Front national unter Jean-Marie Le Pen und von der Schrittweisen Dezentralisierung des Landes. Im Mai 1995 wurde Chirac Präsident. Es folgten unruhige Zeiten: Eine Serie von Terroranschlägen islamischer Fundamentalisten in Paris verunsicherte die Bevölkerung, lange dauernde Streiks zuerst der Staatsbediensteten, dann der Fernfahrer, legten fast das gesamte Land lahm und beeinträchtigten auch die Wirtschaft in den Nachbarländern. Chirac glaubte klug zu handeln, als er die Nationalversammlung auflöste und 1998 Neuwahlen ausschrieb; er wollte ein klares Mandat für seinen unliebsamen Sparkurs. Die Franzosen spielten nicht mit und wählten die Sozialisten, die mit ihren Ansichten denen von Chirac entgegenstanden. |
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| − | ===Jetztzeit unter besonderer Berücksichtigung der korsischen Frage===
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| − | Die korsischen Nationalisten fordern von der Pariser Regierung die Freilassung von 43 "politischen Häftlingen". Die von Premierminister Lionel Jospin in Gang gebrachte Aussöhnung sei vor allem wegen der Frage der Häftlinge "in Schwierigkeiten", sagte der Nationalistenführer Jean-Guy Talamoni bei den 20. Internationalen Tagen, zu denen sich am 4. und 5. August 2001 rund 300 Nationalisten in Corte im korsischen Hochland versammelten. Der französische Innenminister Daniel Vaillant bekräftigte indes, die Frage der Häftlinge stehe "nicht auf der Tagesordnung". Den 43 Häftlingen wird die Beteiligung an "terroristischen Aktivitäten" zur Last gelegt. Acht von ihnen wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt, die übrigen 35 sitzen in Untersuchungshaft. Im Mai hatte die Pariser Nationalversammlung für Korsika eine größere Selbstständigkeit beschlossen. ''
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| − | Im Vorfeld der Internationalen Tage von Corte, an denen auch Delegationen aus dem Baskenland, Sardinien und der Bretagne teilnahmen, wurden auf der französischen Mittelmeerinsel mehrere Anschläge verübt. Die Befreiungsfront FLNC bekannte sich zu sieben Anschlägen, die geringe Schäden anrichteten, nicht jedoch zu zwei fehlgeschlagenen Briefbombenattentaten auf die Anwälte Jean-Guy Talamoni und Marie-Hélène Mattei. Im Golf von Ajaccio wurde am Freitag ein Sprengsatz entschärft, der an der Urlaubsresidenz eines Firmenchefs aus der Pariser Region angebracht worden war.
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| − | Das französische Super-Wahljahr beginnt am 21. April 2002 mit dem ersten Durchgang der Präsidentschaftswahl. Die Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten wurde auf den 5. Mai festgelegt, wie Abgeordnete der Pariser Nationalversammlung mitteilten. Für den 9. und 16. Juni sind die beiden Durchgänge der Parlamentswahl angesetzt. Der entscheidende Durchgang der Präsidentschaftswahl dürfte nach allen Umfragen eine Wiederauflage des Duells von 1995 bringen, bei dem sich Jacques Chirac knapp gegen den derzeitigen Premier Lionel Jospin durchsetzte. Auch jetzt liegt Chirac in der Wählergunst vorn.
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| − | Der umstrittene Korsika-Plan der französischen Regierung hat die letzte parlamentarische Hürde genommen. Die Pariser Nationalversammlung stimmte am 18.12.2001 in dritter Lesung für den Gesetzentwurf der Linksregierung von Premierminister Lionel Jospin. Das Reformwerk sieht mehr Autonomie für Korsika vor und soll den bewaffneten Konflikt mit den radikalen Nationalisten auf der Mittelmeerinsel beenden.
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| − | Die von der Nationalversammlung bestätigten Reformen ermöglichen es dem korsischen Regionalparlament, in Frankreich gültige Gesetze gemäß den Erfordernissen auf der Insel abzuändern. Zudem soll die korsische Sprache in Kindergärten und Schulen unterrichtet werden. Der Jospin-Plan ist der erste Versuch einer Regierung in Paris, den seit 25 Jahren andauernden bewaffneten Kampf der korsischen Nationalisten durch Zugeständnisse zu beenden.
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| − | Im Mai 2007 gewann Nicolas Sarkozy, der Präsidentschaftskandidat der UMP, mit gut 53 % der Stimmen die Präsidentschaftswahl. Sarkozy folgte Jacques Chirac im Amt des französischen Staatspräsidenten.
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| | ==Historische Salzburgbezüge== | | ==Historische Salzburgbezüge== |