| | Aber vor allem fand unter Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] in den Jahren [[1731]] und [[1732]] sowie teilweise auch noch in den Jahren bis [[1736]] die Vertreibung der Protestanten statt. | | Aber vor allem fand unter Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] in den Jahren [[1731]] und [[1732]] sowie teilweise auch noch in den Jahren bis [[1736]] die Vertreibung der Protestanten statt. |
| − | Nach dem Ende des [[Fürsterzbistum]]s wurden letztmalig noch [[1837]] im [[Zillertal]] (zuvor Teil des [[Erzstift]]s und weiterhin zur [[Erzdiözese Salzburg]] gehörig) Protestanten vertrieben. | + | Nach dem Ende des [[Fürsterzbistum]]s wurden letztmalig noch [[1837]] im [[Zillertal]] (zuvor Teil des [[Fürsterzbistum]]s und weiterhin zur [[Erzdiözese Salzburg]] gehörig) die Protestanten vertrieben. |
| | <blockquote>''Die Emigrationspatente müssen vollzogen werden, es gehe, wie es wolle, leide daran, wer leiden kann; keine Gnade, keine Mildt, ein anderes ist nicht zu hoffen.'' </blockquote> Ein Jahr später, am [[20. Juni]] [[1733]], erfolgte eine feierliche Begrüßung der aus dem Erzbistum Salzburg vertriebenen im Kurfürstentum Hannover aufzunehmenden Evangelischen in Göttingen. Am dritten Tag marschierte dann der Hauptzug weiter, 19 Familien mit 69 Personen blieben in Göttingen, vornehmlich Holzschnitzer. Wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten jedoch zogen dreizehn Familien im Februar [[1735]], weitere im Herbst und [[1738]] nochmals einige nach Nürnberg in Bayern. In Göttingen blieben nur fünf Personen zurück. | | <blockquote>''Die Emigrationspatente müssen vollzogen werden, es gehe, wie es wolle, leide daran, wer leiden kann; keine Gnade, keine Mildt, ein anderes ist nicht zu hoffen.'' </blockquote> Ein Jahr später, am [[20. Juni]] [[1733]], erfolgte eine feierliche Begrüßung der aus dem Erzbistum Salzburg vertriebenen im Kurfürstentum Hannover aufzunehmenden Evangelischen in Göttingen. Am dritten Tag marschierte dann der Hauptzug weiter, 19 Familien mit 69 Personen blieben in Göttingen, vornehmlich Holzschnitzer. Wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten jedoch zogen dreizehn Familien im Februar [[1735]], weitere im Herbst und [[1738]] nochmals einige nach Nürnberg in Bayern. In Göttingen blieben nur fünf Personen zurück. |
| | In der schmerzensreichen Entscheidung zwischen Glauben und Heimat hatten sich weit über 20 000 Salzburger zum Verlassen der Heimat entschlossen. Unter den [[Familiennamen der Salzburger Emigranten]] finden sich viele, die seither aus dem Salzburger Land verschwunden sind. Das Land Salzburg verlor in den Jahren 1731 und 1732 mehr als ein Siebtel der Gesamtbevölkerung, die damals rund 140 000 betrug. Allein im Pongau, der am stärksten von der Emigration betroffen war, standen danach 1 544 Höfe leer<ref>{{Quelle SN|3. November 2012, Buchvorstellung von Erika Scherer aus [[Rauris]] und des Salzburger Historikers [[Franz Steinkogler]]: ''Halt's aus Bauer!'', [[Rupertus-Verlag]], [[Goldegg]], 2012}}</ref>. | | In der schmerzensreichen Entscheidung zwischen Glauben und Heimat hatten sich weit über 20 000 Salzburger zum Verlassen der Heimat entschlossen. Unter den [[Familiennamen der Salzburger Emigranten]] finden sich viele, die seither aus dem Salzburger Land verschwunden sind. Das Land Salzburg verlor in den Jahren 1731 und 1732 mehr als ein Siebtel der Gesamtbevölkerung, die damals rund 140 000 betrug. Allein im Pongau, der am stärksten von der Emigration betroffen war, standen danach 1 544 Höfe leer<ref>{{Quelle SN|3. November 2012, Buchvorstellung von Erika Scherer aus [[Rauris]] und des Salzburger Historikers [[Franz Steinkogler]]: ''Halt's aus Bauer!'', [[Rupertus-Verlag]], [[Goldegg]], 2012}}</ref>. |