1930 lernte sie ihren späteren Ehemann kennen, den sie 1933 geheiratet hat. Die beiden wohnten in einer winzigen Wohnung bestehend aus Küche und einem kleinen Kabinett, und wie damals üblich, mit Klo und Wasser am Gang. Das ersparte Geld wurde an Samstagen gezählt und als einziges Vergnügen gab es sonntags eine Fahrt mit der Tram hinaus in den Lainzer Tiergarten, die Schmalzbrote wurden von zu Hause mitgenommen. Obwohl ihr Mann Schuster war, fand er in den Jahren 1935 bis 1938 keine Arbeit. In dieser Zeit gab es nur mehr Polenta zu essen. Mit dem [[Anschluss]] an [[Adolf Hitler|Hitler]]-[[Deutschland]] fand auch er wieder Arbeit, als Reisezugschaffner bei der Bahn. Dort wurde er gebraucht und musste erst 1944 einrücken. Doch er hatte kein Glück. Erst kurz vor der Kapitulation im Mai 1945 erhielt er den Marschbefehl nach Prag. Dort waren bereits die Russen, die ihn festnahmen. Sie verschleppten ihn nach Odessa ans Schwarze Meer, wo er an Erschöpfung und Ruhr starb. | 1930 lernte sie ihren späteren Ehemann kennen, den sie 1933 geheiratet hat. Die beiden wohnten in einer winzigen Wohnung bestehend aus Küche und einem kleinen Kabinett, und wie damals üblich, mit Klo und Wasser am Gang. Das ersparte Geld wurde an Samstagen gezählt und als einziges Vergnügen gab es sonntags eine Fahrt mit der Tram hinaus in den Lainzer Tiergarten, die Schmalzbrote wurden von zu Hause mitgenommen. Obwohl ihr Mann Schuster war, fand er in den Jahren 1935 bis 1938 keine Arbeit. In dieser Zeit gab es nur mehr Polenta zu essen. Mit dem [[Anschluss]] an [[Adolf Hitler|Hitler]]-[[Deutschland]] fand auch er wieder Arbeit, als Reisezugschaffner bei der Bahn. Dort wurde er gebraucht und musste erst 1944 einrücken. Doch er hatte kein Glück. Erst kurz vor der Kapitulation im Mai 1945 erhielt er den Marschbefehl nach Prag. Dort waren bereits die Russen, die ihn festnahmen. Sie verschleppten ihn nach Odessa ans Schwarze Meer, wo er an Erschöpfung und Ruhr starb. |