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| | Aus diesem Anlass erschien in den Salzburger Nachrichten folgender Artikel: | | Aus diesem Anlass erschien in den Salzburger Nachrichten folgender Artikel: |
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| | + | ''Als Unrecht geschah: Thalgau erinnert sich.'' |
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| − | ''Als Unrecht geschah: Thalgau erinnert sich. | + | ''Mehr als 2000 Besucher gestalteten das „Thalgauer Bedenkjahr [[2008]]“ zu einem beeindruckenden und vorbildhaften Ereignis der „Kultur des gemeinsamen Erinnerns“.'' |
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| − | Mehr als 2000 Besucher gestalteten das „Thalgauer Bedenkjahr 2008“ zu einem beeindruckenden und vorbildhaften Ereignis der „Kultur des gemeinsamen Erinnerns“.
| + | ''Das Kreuz wollt ihr uns rauben? All unser Heil und Licht!<br/>'' |
| | + | ''Nein, nein, ihr könnt es glauben. Das Kreuz bekommt ihr nicht! '' |
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| − | Das Kreuz wollt ihr uns rauben? All unser Heil und Licht!<br/>
| + | ''Mit der Uraufführung des verschollenen Kreuzliedes von Pfarrer Leonhard Steinwender durch das Vokalensemble „G. Stimmt“ des erzbischöflichen Gymnasiums [[Borromäum]] und der Ausstellung „Blutzeugen des Glaubens“ über den Thalgauer Pfarrer [[Johann Schroffner]], der nach Thalgau einem grauenhaften Martyrium [[1940]] im KZ Buchenwald durch die Todesspritze ums Leben gekommen war, wurde am [[29. Februar]] [[2008]] das „Thalgauer Bedenkjahr [[2008]]“ eröffnet.'' |
| − | Nein, nein, ihr könnt es glauben. Das Kreuz bekommt ihr nicht!
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| − | Mit der Uraufführung des verschollenen Kreuzliedes von Pfarrer Leonhard Steinwender durch das Vokalensemble „G. Stimmt“ des erzbischöflichen Gymnasiums [[Borromäum]] und der Ausstellung „Blutzeugen des Glaubens“ über den Thalgauer Pfarrer [[Johann Schroffner]], der nach Thalgau einem grauenhaften Martyrium 1940 im KZ Buchenwald durch die Todesspritze ums Leben gekommen war, wurde am 29. Februar 2008 das „Thalgauer Bedenkjahr 2008“ eröffnet.
| + | ''„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“: Durch die personalisierte Erinnerung gab die zweite Veranstaltung '' |
| − | | + | ''„Gesichter im Schatten“ im Rahmen der 17. Bildungswoche „Hut ab vor diesen Bekennern“ den fünf Thalgauer Opfern der Euthanasiemaschinerie in Hartheim eine einfühlsame und würdige Erinnerung.'' |
| − | „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“: Durch die personalisierte Erinnerung gab die zweite Veranstaltung | |
| − | „Gesichter im Schatten“ im Rahmen der 17. Bildungswoche „Hut ab vor diesen Bekennern“ den fünf Thalgauer Opfern der Euthanasiemaschinerie in Hartheim eine einfühlsame und würdige Erinnerung. | |
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| − | Mit den Worten des Salzburger Schriftstellers [[Karl-Markus Gauß]] – „Als Unrecht geschah, haben viele mitgemacht: aus | + | ''Mit den Worten des Salzburger Schriftstellers [[Karl-Markus Gauß]] – „Als Unrecht geschah, haben viele mitgemacht: aus'' |
| − | Verblendung oder weil es ihr Vorteil war. Als Unrecht geschah, haben viele weggeschaut: aus Angst oder weil sie | + | ''Verblendung oder weil es ihr Vorteil war. Als Unrecht geschah, haben viele weggeschaut: aus Angst oder weil sie'' |
| − | ihre Ruhe haben wollten.“ – ist am 18. Mai im einst als NS-Heldenhain geplanten, heutigen Gerichtspark die NS-Gedenkstätte | + | ''ihre Ruhe haben wollten.“ – ist am [[18. Mai]] im einst als NS-Heldenhain geplanten, heutigen Gerichtspark die NS-Gedenkstätte'' |
| − | der Marktgemeinde Thalgau enthüllt worden. | + | ''der Marktgemeinde Thalgau enthüllt worden.'' |
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| − | Einzigartig für Österreich werden unterschiedliche Konfessionen und politische Gesinnungen an einem Mahnmal vereint. | + | ''Einzigartig für Österreich werden unterschiedliche Konfessionen und politische Gesinnungen an einem Mahnmal vereint.'' |
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| − | Der Themenabend „Portrait der Verzweiflung“ vollzog den Weg des Thalgauer Ehepaares Hellmuth und Ili Stieff in den aktiven Widerstand gegen Hitler und sein Regime nach.'' | + | ''Der Themenabend „Portrait der Verzweiflung“ vollzog den Weg des Thalgauer Ehepaares Hellmuth und Ili Stieff in den aktiven Widerstand gegen Hitler und sein Regime nach.'' |
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| | ==Ausstellung== | | ==Ausstellung== |
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| | „Endstation in Moabit“ schilderte die Entscheidungen der Thalgauer Heimatsöhne [[Engelbert Weiß]] und Johann Ellmauer, sich als revolutionäre Sozialisten und Bibelforscher dem Diktat der Nationalsozialisten mit der Konsequenz entgegenzustellen, den Tod durch das Fallbeil zu erleiden. | | „Endstation in Moabit“ schilderte die Entscheidungen der Thalgauer Heimatsöhne [[Engelbert Weiß]] und Johann Ellmauer, sich als revolutionäre Sozialisten und Bibelforscher dem Diktat der Nationalsozialisten mit der Konsequenz entgegenzustellen, den Tod durch das Fallbeil zu erleiden. |
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| − | Den Abschluss des Gedenkbogens einer neuen „Kultur des gemeinsamen Erinnerns“ zum Anlass „70 Jahre Anschluss“ bildete die Veranstaltung „Die Macht der Tracht“ am Freitag, 24. Oktober 2008. | + | Den Abschluss des Gedenkbogens einer neuen „Kultur des gemeinsamen Erinnerns“ zum Anlass „70 Jahre Anschluss“ bildete die Veranstaltung „Die Macht der Tracht“ am Freitag, [[24. Oktober]] [[2008]]. |
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| | ==Bedeutung der Tracht== | | ==Bedeutung der Tracht== |
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| − | In Zusammenarbeit mit der Salzburger Volkskultur und dem ORF Salzburg wurde am Beispiel des künstlerischen Lebenswerks der bekannten Wiener Malerin Erna Piffl-Moser, die viele Jahre in Thalgau lebte, die Bedeutung der Tracht im Nationalsozialismus behandelt. | + | In Zusammenarbeit mit der [[Salzburger Volkskultur]] und dem [[ORF Salzburg]] wurde am Beispiel des künstlerischen Lebenswerks der bekannten Wiener Malerin Erna Piffl-Moser, die viele Jahre in Thalgau lebte, die Bedeutung der Tracht im Nationalsozialismus behandelt. |
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| − | Geboren am 20. Jänner 1904 in Wien, arbeitet die Künstlerin nach einer Ausbildung an der Akademie der bildenden Künste in Wien sowie in Amsterdam an der Schaffung vieler ethnografischer Zeichnungen im Dienste des Ahnenerbes der Nationalsozialisten. | + | Geboren am [[20. Jänner]] [[1904]] in Wien, arbeitet die Künstlerin nach einer Ausbildung an der Akademie der bildenden Künste in Wien sowie in Amsterdam an der Schaffung vieler ethnografischer Zeichnungen im Dienste des Ahnenerbes der Nationalsozialisten. |
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| − | Die Präsentation des Chronikwerkes „Hut ab vor diesen Bekennern“ (Thalgau 1914–1945) durch LH-Stv. Dr. Wilfried Haslauer bildete den Abschluss eines außergewöhnlichen Bedenkjahres in der Marktgemeinde Thalgau, das in einer begleitenden Untersuchung der Universität Linz insichtlich Erwartung und Qualität von über 92 Prozent der befragten Besucher mit „Sehr gut“ beurteilt worden ist. | + | Die Präsentation des Chronikwerkes „Hut ab vor diesen Bekennern“ (Thalgau [[1914]]–[[1945]]) durch LH-Stv. Dr. Wilfried Haslauer bildete den Abschluss eines außergewöhnlichen Bedenkjahres in der Marktgemeinde Thalgau, das in einer begleitenden Untersuchung der Universität Linz insichtlich Erwartung und Qualität von über 92 Prozent der befragten Besucher mit „Sehr gut“ beurteilt worden ist. |
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| | Die Chronik mit 680 Seiten und über 700 Bildern wurde von Bildungswerkleiter [[Bernhard Iglhauser]] in zehnjähriger Arbeit erstellt und als Erstlingswerk bei der Thalgauer Druckerei Agimedia hergestellt. | | Die Chronik mit 680 Seiten und über 700 Bildern wurde von Bildungswerkleiter [[Bernhard Iglhauser]] in zehnjähriger Arbeit erstellt und als Erstlingswerk bei der Thalgauer Druckerei Agimedia hergestellt. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| | Salzburger Nachrichten | | Salzburger Nachrichten |
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| | [[Kategorie:Geschichte]] | | [[Kategorie:Geschichte]] |