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Es sind drei Gruppen voneinander zu unterscheiden, zwischen denen keine nachweisbare Verwandtschaft besteht:
 
Es sind drei Gruppen voneinander zu unterscheiden, zwischen denen keine nachweisbare Verwandtschaft besteht:
 
* ein oberösterreichischer Stamm, dem die meisten Irresbergers zuzurechnen sind;
 
* ein oberösterreichischer Stamm, dem die meisten Irresbergers zuzurechnen sind;
* ein niederösterreichische Stamm aus der Gegend von Hollabrunn (seit dem 17. Jahrhundert dort nachweisbar, vielleicht aus Oberösterreich zugewandert; einige wenige Personen, überdies die Träger des Namens I''rer''sberger);
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* ein niederösterreichischer Stamm aus der Gegend von Hollabrunn (seit dem 17. Jahrhundert dort nachweisbar, vielleicht aus Oberösterreich zugewandert; einige wenige Personen, überdies die Träger des Namens I''rer''sberger);
* ein niederösterreichische Stamm aus der Gegend von Wiener Neustadt (um 1900 aus der Gegend von Mondsee zugewandert, ursprüngliche Schreibweise „Irsperger“).
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* ein niederösterreichischer Stamm aus der Gegend von Wiener Neustadt (um 1900 aus der Gegend von [[Mondsee]] zugewandert, ursprüngliche Schreibweise „Irsperger“).
    
Der Stammvater der Oberösterreicher ist der Ottnanger Müller Franz Mathias Irre(t)sberger (* 23. Februar 1734 Ottnang am Hausruck, OÖ), von dessen Sohn Franz Seraph&nbsp;(I.) sich die "Ampflwanger Linie" und von dessen Sohn Karl&nbsp;(I.) sich die "Salzburger Linie" und die "Wolfsegger Linie" der Irresbergers ableiten.<ref>Andere oberösterreichische Linien, die nicht auf Franz Mathias Irre(t)sberger zurückgehen, gelten als ausgestorben.</ref>
 
Der Stammvater der Oberösterreicher ist der Ottnanger Müller Franz Mathias Irre(t)sberger (* 23. Februar 1734 Ottnang am Hausruck, OÖ), von dessen Sohn Franz Seraph&nbsp;(I.) sich die "Ampflwanger Linie" und von dessen Sohn Karl&nbsp;(I.) sich die "Salzburger Linie" und die "Wolfsegger Linie" der Irresbergers ableiten.<ref>Andere oberösterreichische Linien, die nicht auf Franz Mathias Irre(t)sberger zurückgehen, gelten als ausgestorben.</ref>
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Die Witwe Franziska Irresberger geb. Pöschl verkaufte, als sie, knapp 46jährig, ihr Ende nahen fühlte, mit Kaufvertrag vom 11. Juni 1858 den Gasthof zum Mohren um 18.000 Gulden an ihren ältesten Sohn Karl (II.) Irresberger. Sie starb eine Woche später, am 18. Juni 1858.
 
Die Witwe Franziska Irresberger geb. Pöschl verkaufte, als sie, knapp 46jährig, ihr Ende nahen fühlte, mit Kaufvertrag vom 11. Juni 1858 den Gasthof zum Mohren um 18.000 Gulden an ihren ältesten Sohn Karl (II.) Irresberger. Sie starb eine Woche später, am 18. Juni 1858.
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Karl heiratete am 6. Mai 1859 im [[Salzburger Dom]] die [[Henndorf]]er Bierbrauerstochter Barbara Moser (*5. November 1839 Henndorf, † 12. Oktober 1926).
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Karl heiratete am 6. Mai 1859 im [[Salzburger Dom]] die [[Henndorf]]er Bierbrauerstochter Barbara [[Moser (Henndorf)|Moser]] (*5. November 1839 Henndorf, † 12. Oktober 1926).
    
Im Jahr 1866 veräußerte er den Gasthof zum Mohren und erwarb das eben erst von Carl Freiherrn von Schwarz am rechten Salzachufer erbaute Hotel, das er „Österreichischer Hof“ nannte. Für den stolzen Kaufpreis von 125.000 [[Gulden]], von dem er nur 10.000 Gulden anzahlte, bürgte sein Schwager [[Kaspar Karl Moser|Kaspar Moser]].
 
Im Jahr 1866 veräußerte er den Gasthof zum Mohren und erwarb das eben erst von Carl Freiherrn von Schwarz am rechten Salzachufer erbaute Hotel, das er „Österreichischer Hof“ nannte. Für den stolzen Kaufpreis von 125.000 [[Gulden]], von dem er nur 10.000 Gulden anzahlte, bürgte sein Schwager [[Kaspar Karl Moser|Kaspar Moser]].
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Franz ließ in zwei Phasen (1899 und 1907) den Hotelbau erweitern. Er blieb unverheiratet und kinderlos. Er starb, nachdem er am Vortag ein Testament errichtet hatte, am 14. Juli 1929 und hinterließ den Besitz seinen Neffen und Nichten – insgesamt 13 Erben, die das Hotel in Form einer OHG weiterführten.
 
Franz ließ in zwei Phasen (1899 und 1907) den Hotelbau erweitern. Er blieb unverheiratet und kinderlos. Er starb, nachdem er am Vortag ein Testament errichtet hatte, am 14. Juli 1929 und hinterließ den Besitz seinen Neffen und Nichten – insgesamt 13 Erben, die das Hotel in Form einer OHG weiterführten.
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Unter den Mitbesitzern spielte der Rechtsanwalt Dr.&nbsp;Helmut Irresberger (* 26. April 1892 Zuffenhausen, † 25. August 1975 Villach) eine Führungsrolle.
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Unter den Mitbesitzern spielte der Rechtsanwalt Dr.&nbsp;Helmut Irresberger (* 26. April 1892 Zuffenhausen ([[Deutschland#Baden-Württemberg|Württemberg]]), † 25. August 1975 [[Kärnten|Villach]]) eine Führungsrolle.
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Im Jahr 1960 verkaufte die Familie Irresberger, die noch als „Franz Irresbergers Erben OHG“ firmierte, das Hotel.
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Im Jahr 1960 verkaufte die Familie Irresberger, die noch als „Franz Irresbergers Erben OHG“ firmierte, das Hotel an die Familien [[Blanckenstein]]/[[Ségur-Cabanac]].
    
Heute lebt die Salzburger Linie noch in verschiedenen Trägern des Namens Irresberger (sämtlich Nachkommen von [[Karl (III.) Irresberger| Karls&nbsp;III.]] Sohn Karl&nbsp;IV.) weiter, wenn auch seit 2007 nicht mehr in Stadt und Land Salzburg. Dem Hotelgewerbe widmen sich noch Nachkommen Helmuts (unter anderen Familiennamen).
 
Heute lebt die Salzburger Linie noch in verschiedenen Trägern des Namens Irresberger (sämtlich Nachkommen von [[Karl (III.) Irresberger| Karls&nbsp;III.]] Sohn Karl&nbsp;IV.) weiter, wenn auch seit 2007 nicht mehr in Stadt und Land Salzburg. Dem Hotelgewerbe widmen sich noch Nachkommen Helmuts (unter anderen Familiennamen).

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