| | 6 000 bis 7 000 Stunden Arbeit stecken in den Kostümen, schätzt der Kostümdirektor der Salzburger Festspiele, Jan Meier. 90 Prozent der ''Jedermann''-Kostüme sind direkt in den Werkstätten in Salzburg entstanden: Herren- und Damenschneiderei, Weißnäherei, Färberei, Kostümmalerei, Schuhmacherei, Modisten, Einkauf und der Fundus seien daran beteiligt gewesen. Es sei ihm ein großes Anliegen gewesen, auch selbst ''High Heels'' herstellen zu können, daher wurden die entsprechenden Leisten bestellt, mit der nun die Schuhmacherin aus Italien hier arbeiten kann. Anna Rieser trage etwa in der Tischgesellschaft die ganz hohen Hacken in Pastelltönen, sagt Jan Meier. Ihr Kostüm, so erklärt Renate Martin, sei absolute Handarbeit, die Spitzen dazu wurden in langer Suche handverlesen, gefärbt und vernäht. | | 6 000 bis 7 000 Stunden Arbeit stecken in den Kostümen, schätzt der Kostümdirektor der Salzburger Festspiele, Jan Meier. 90 Prozent der ''Jedermann''-Kostüme sind direkt in den Werkstätten in Salzburg entstanden: Herren- und Damenschneiderei, Weißnäherei, Färberei, Kostümmalerei, Schuhmacherei, Modisten, Einkauf und der Fundus seien daran beteiligt gewesen. Es sei ihm ein großes Anliegen gewesen, auch selbst ''High Heels'' herstellen zu können, daher wurden die entsprechenden Leisten bestellt, mit der nun die Schuhmacherin aus Italien hier arbeiten kann. Anna Rieser trage etwa in der Tischgesellschaft die ganz hohen Hacken in Pastelltönen, sagt Jan Meier. Ihr Kostüm, so erklärt Renate Martin, sei absolute Handarbeit, die Spitzen dazu wurden in langer Suche handverlesen, gefärbt und vernäht. |
| − | Seit dem [[18. Jahrhundert]] sei der Tod schwarz, vorher sei er allerdings weiß gewesen, sagt die Kostümbildnerin. Edith Clever bekomme daher ein weißes und ein | + | Seit dem [[18. Jahrhundert]] sei der Tod schwarz, vorher sei er allerdings weiß gewesen, sagt die Kostümbildnerin. [[Edith Clever]] bekomme daher ein weißes und ein |
| | schwarzes Kostüm, um einerseits die Angst, den Schrecken und die Furcht des Todes zu assoziieren und andererseits einen Moment der Katharsis zu schaffen, den Tod als Hoffnung und Licht zu zeigen. Der Kopfputz bestehe aus einem Drahtgerüst, das von oben nach unten umhäkelt wurde – nach historischem Vorbild, aber in einer freien Form konzipiert. Das Kostüm von Edith Clever sei schlicht und mit einer gewissen Strenge, aber auch mit Fokus auf ihr Gesicht, ihr Spiel und ihre Sprache. „Edith Clever braucht keine Sense oder Skelett, um den Tod zu verkörpern“, sagt Renate Martin. | | schwarzes Kostüm, um einerseits die Angst, den Schrecken und die Furcht des Todes zu assoziieren und andererseits einen Moment der Katharsis zu schaffen, den Tod als Hoffnung und Licht zu zeigen. Der Kopfputz bestehe aus einem Drahtgerüst, das von oben nach unten umhäkelt wurde – nach historischem Vorbild, aber in einer freien Form konzipiert. Das Kostüm von Edith Clever sei schlicht und mit einer gewissen Strenge, aber auch mit Fokus auf ihr Gesicht, ihr Spiel und ihre Sprache. „Edith Clever braucht keine Sense oder Skelett, um den Tod zu verkörpern“, sagt Renate Martin. |