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== Die Alm ==
 
== Die Alm ==
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Als "Alm" versteht von man Vieh beweidete Flächen, die sich meistens oberhalb der Baumgrenze im Bergland befinden. Durch Jahrhundert lange, mühsame Bewirtschaftung dieser meist hochgelegenen Flächen wurde eine Kulturlandschaft von enormem Wert erhalten. Auf vielen Almen findet man auch Hütten oder kleine Viehställe bzw. -unterstände oder andere Wirtschaftsgebäude. Die Almen sind in der Sommerzeit bewirtschaftet, das Vieh wird vom Tal auf die Almen getrieben. Im Herbst findet der Almabtrieb statt, bei dem die meisten Tiere geschmückt und geschlossen wieder in die Täler getrieben werden. Die landwirtschaftliche Bewirtschaftung einer Alm wird "Sennerei" genannt und hat unter anderem auch im Salzburger Land eine lange Tradition.
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Als "Alm" versteht von man Vieh beweidete Flächen, die sich meistens oberhalb der Baumgrenze im Bergland befinden. Durch Jahrhundert lange, mühsame Bewirtschaftung dieser meist hochgelegenen Flächen wurde eine Kulturlandschaft von enormem Wert erhalten. Auf vielen Almen findet man auch Hütten oder kleine Viehställe bzw. -unterstände ([[Scherm]]) oder andere Wirtschaftsgebäude, sowie sog. [[Steinhag]]e, das sind Klaubsteinmauern. Sie dienen einerseits der Abgrenzung und dem Schutz der Tiere vor abschüssigem Gelände und andererseits der Freihaltung der Weideflächen von Steinen. Die Almen sind in der Sommerzeit bewirtschaftet, das Vieh wird vom Tal auf die Almen getrieben. Im Herbst findet der [[Almabtrieb]] statt, bei dem die meisten Tiere geschmückt und geschlossen wieder in die Täler getrieben werden, wo bei den Schafen noch die [[Schifschoad]] erforderlich ist.  Heute erfolgen Almauf- und Abtrieb immer öfter mittels Traktor und Anhänger. Die landwirtschaftliche Bewirtschaftung einer Alm wird "Sennerei" genannt und hat auch im Salzburger Land eine lange Tradition. In den Gebirgsbezirken finden sich auf den Almen neben den [[Hausschaf]]en  häufig noch das autochthone [[Pinzgauer Rind]] und das [[Noriker Pferd]].  
    
Da es mit neuen technischen Geräten schwierig und teilweise auch unmöglich ist, Almflächen zu mähen und pflegen und viele Bauern die Viehwirtschaft einstellen, sind heutzutage viele Almen gefährdet. Sobald eine Almfläche nämlich im Sommer nicht mehr regelmäßig von Vieh beweidet wird, breiten sich auf den Almflächen unerwünschte Pflanzen aus und die Almgrenze (das ist die Flurgrenze zwischen Alm und Wald) geht höher - die von vielen Generationen mühevoll erarbeitete und erhaltene Kulturlandschaft geht also Stück für Stück verloren. Ehemalige Almgebiete wieder zur Alm zu machen ist ein jahrzehntelanger, wenn nicht sogar jahrhundertelanger Prozess. Es gibt bereits Verbände, die sich für den Erhalt von Almen einsetzen und dementsprechend auch um Förderungen für die Almbewirtschafter ansuchen.
 
Da es mit neuen technischen Geräten schwierig und teilweise auch unmöglich ist, Almflächen zu mähen und pflegen und viele Bauern die Viehwirtschaft einstellen, sind heutzutage viele Almen gefährdet. Sobald eine Almfläche nämlich im Sommer nicht mehr regelmäßig von Vieh beweidet wird, breiten sich auf den Almflächen unerwünschte Pflanzen aus und die Almgrenze (das ist die Flurgrenze zwischen Alm und Wald) geht höher - die von vielen Generationen mühevoll erarbeitete und erhaltene Kulturlandschaft geht also Stück für Stück verloren. Ehemalige Almgebiete wieder zur Alm zu machen ist ein jahrzehntelanger, wenn nicht sogar jahrhundertelanger Prozess. Es gibt bereits Verbände, die sich für den Erhalt von Almen einsetzen und dementsprechend auch um Förderungen für die Almbewirtschafter ansuchen.
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