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| | Diese „Skiwelle“, die Salzburg damals in den Jahren 1910/11/12 erfasst hatte, färbte vom gesellschaftlichen Sektor langsam auch auf den Sport ab. Der Skiclub Salzburg blieb Sammelbecken und Mittelpunkt. Auf seine Initiative wurde [[1912]] der [[Salzburger Skiverband|Landesskiverband Salzburg]] gegründet und wenig später verlagerte der „Österreichische Skiverband“ seinen Sitz von Innsbruck nach Salzburg. | | Diese „Skiwelle“, die Salzburg damals in den Jahren 1910/11/12 erfasst hatte, färbte vom gesellschaftlichen Sektor langsam auch auf den Sport ab. Der Skiclub Salzburg blieb Sammelbecken und Mittelpunkt. Auf seine Initiative wurde [[1912]] der [[Salzburger Skiverband|Landesskiverband Salzburg]] gegründet und wenig später verlagerte der „Österreichische Skiverband“ seinen Sitz von Innsbruck nach Salzburg. |
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| − | Die Länderkonferenz des Österreichischen Skiverbandes wählte am [[7. September|7.]] und [[8. September]] [[1912]] in <span style="color:green">Bad Aussee</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Bad Aussee]]</ref> die Salzburger Funktionäre Geza von Wolfstein (1. Vorsitzender), Dr. Fritz Riegele (2. Vorsitzender), Dr. Otto Duffek (Schriftführer) und Richard Volker (Kassier) in den Hauptvorstand des ÖSV. | + | Die Länderkonferenz des Österreichischen Skiverbandes wählte am [[7. September|7.]] und [[8. September]] [[1912]] in <span style="color:green">Bad Aussee</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Bad Aussee]]</ref> die Salzburger Funktionäre Geza von Wolfstein (1. Vorsitzender), Dr. [[Friedrich Rigele (Alpinist)|Fritz Riegele]] (2. Vorsitzender), Dr. Otto Duffek (Schriftführer) und Richard Volker (Kassier) in den Hauptvorstand des ÖSV. |
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| | ====Die Brüder Hauser und Markus "Moarli" Maier==== | | ====Die Brüder Hauser und Markus "Moarli" Maier==== |
| | Als im November [[1911]] eine Enquete über die Hebung des [[Fremdenverkehr]]s stattfand, sprachen die Vertreter des Skiclubs Salzburg ein gewichtiges Wort mit. Im ersten Vereinsjahr wurden im engeren Vereinsgebiet 15, außerhalb von Skiclubmitgliedern 14 Skikurse abgehalten. Es wurden zahlreiche Touren, darunter eine große alpine Führungstour unter Bilgeri ins Venedigergebiet, durchgeführt. Clubmitglieder starteten bei Konkurrenzen in <span style="color:green">Bad Mitterndorf</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Bad Mitterndorf]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref>, Kitzbühel und Davos und errangen schöne Plätze. | | Als im November [[1911]] eine Enquete über die Hebung des [[Fremdenverkehr]]s stattfand, sprachen die Vertreter des Skiclubs Salzburg ein gewichtiges Wort mit. Im ersten Vereinsjahr wurden im engeren Vereinsgebiet 15, außerhalb von Skiclubmitgliedern 14 Skikurse abgehalten. Es wurden zahlreiche Touren, darunter eine große alpine Führungstour unter Bilgeri ins Venedigergebiet, durchgeführt. Clubmitglieder starteten bei Konkurrenzen in <span style="color:green">Bad Mitterndorf</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Bad Mitterndorf]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref>, Kitzbühel und Davos und errangen schöne Plätze. |
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| − | [[1912]] unternahmen Geza von Wolfstein, Barth und Dir. Elsner eine mehrmonatige Norwegen-Tournee, um den Skilauf in seiner ursprünglichen Methode kennenzulernen. Von Wolfstein nahm als erster österreichischer Delegierter an einem Holmenkollenrennen in Oslo, Norwegen, teil. | + | [[1912]] unternahmen Geza von Wolfstein, Barth und Dir. Elsner eine mehrmonatige Norwegen-Tournee, um den Skilauf in seiner ursprünglichen Methode kennenzulernen. Von Wolfstein nahm als erster österreichischer Delegierter an einem Holmenkollenrennen in Oslo, [[Norwegen]], teil. |
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| | Oberleutnant Bilgeri, unterstützt von Dr. Riegele und von Wolfstein, leitete in der Weihnachtswoche 1912 einen Skikurs in [[Zell am See]] - das ganze Hotel Lebzelter wurde vom Skiclub Salzburg angemietet -, an dem 122 Frauen und Männer aus allen Teilen der Monarchie, des Deutschen Reiches und auch zwei Amerikaner teilnahmen. | | Oberleutnant Bilgeri, unterstützt von Dr. Riegele und von Wolfstein, leitete in der Weihnachtswoche 1912 einen Skikurs in [[Zell am See]] - das ganze Hotel Lebzelter wurde vom Skiclub Salzburg angemietet -, an dem 122 Frauen und Männer aus allen Teilen der Monarchie, des Deutschen Reiches und auch zwei Amerikaner teilnahmen. |
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| | Siegfried Amanshauser nahm sich als erster der sportbegeisterten Jugend an. Man traf sich damals in der „Birne“ (jetzt Gehmacher, [[Alter Markt]]), las im „Schwartling“, der bunten Monatszeitschrift des Skiclubs, die Clubneuigkeiten und suchte ein Skigelände, das näher an Salzburg lag und von der Schuljugend leichter zu erreichen war. | | Siegfried Amanshauser nahm sich als erster der sportbegeisterten Jugend an. Man traf sich damals in der „Birne“ (jetzt Gehmacher, [[Alter Markt]]), las im „Schwartling“, der bunten Monatszeitschrift des Skiclubs, die Clubneuigkeiten und suchte ein Skigelände, das näher an Salzburg lag und von der Schuljugend leichter zu erreichen war. |
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| − | Siegfried Amanshauser legte den Grundstein zum Skilauf am [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]], Otto und Hermann Amanshauser setzten die begonnene Tradition fort. Erst sprang die „Jungschar“, der Feichtner, Reitmayr, Henning, Strahal u.a. angehörten, auf der selbstgebauten Schneeschanze am [[Rossfeld]]. Dort feilte Ski-Maestro Amanshauser an der Technik seiner Schützlinge, die [[1923]] die erste Prüfung auf der neu gebauten [[Zistelschanze]] am [[Mitteregg]] mit Auszeichnung bestanden (siehe [[Wintersport am Gaisberg (historisch)]]). Der damals 17jährige Karl Strahal stand mit 31 m den schönsten Sprung des Tages. Aber dies war nicht der einzige Sieg von Karl Strahal. [[1925]] konnte er beim Semmering-Springen den [[Norwegen|norwegischen]] „Springer-König“ Dagfin Carlson und die ganzen Riesengebirgler einwandfrei bezwingen. [[1926]] gewann er die Skimeisterschaft Salzburg – Kärnten in Mallnitz. | + | Siegfried Amanshauser legte den Grundstein zum Skilauf am [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]], Otto und Hermann Amanshauser setzten die begonnene Tradition fort. Erst sprang die „Jungschar“, der Feichtner, Reitmayr, Henning, Strahal u.a. angehörten, auf der selbstgebauten Schneeschanze am [[Rossfeld]]. Dort feilte Ski-Maestro Amanshauser an der Technik seiner Schützlinge, die [[1923]] die erste Prüfung auf der neu gebauten [[Zistelschanze]] am [[Mitteregg]] mit Auszeichnung bestanden (siehe [[Wintersport auf dem Gaisberg (historisch)]]). Der damals 17jährige Karl Strahal stand mit 31 m den schönsten Sprung des Tages. Aber dies war nicht der einzige Sieg von Karl Strahal. [[1925]] konnte er beim Semmering-Springen den [[Norwegen|norwegischen]] „Springer-König“ Dagfin Carlson und die ganzen Riesengebirgler einwandfrei bezwingen. [[1926]] gewann er die Skimeisterschaft Salzburg – Kärnten in Mallnitz. |
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| | Der damalige Obmann des Skiclubs Salzburg, Josef Pölzleitner, hatte sich um den Bau der Sprungschanze am Mitteregg besonders verdient gemacht. Bis hinein in die [[1950er]] Jahre war diese Sprungschanze der Austragungsort beachtlicher Skispringen. | | Der damalige Obmann des Skiclubs Salzburg, Josef Pölzleitner, hatte sich um den Bau der Sprungschanze am Mitteregg besonders verdient gemacht. Bis hinein in die [[1950er]] Jahre war diese Sprungschanze der Austragungsort beachtlicher Skispringen. |
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