Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
4.688 Bytes hinzugefügt ,  23:37, 14. Apr. 2007
Neu verfasst; Abschnitt "Aiglhof (Landsitz) aus dem Artikel Mülln (bearb. von Benutzer: Dr. Reinhard Medikus) ausgegliedert. Rest ähnl. von mir in wikipedia verfasst
Zeile 1: Zeile 1: −
Aiglhof ist Teil des Stadtteils [[Maxglan]] im Westen der Stadt [[Salzburg]].
+
Der '''Aiglhof''' (auch Lindhof) ist ein ehemaliger Adelssitz im Stadtteil [[Mülln]] in [[Salzburg]]. Nach ihm benannt wurde die Aiglhofsiedlung im angrenzenden Stadtteil [[Maxglan]]. Der Name Aiglhof findet umgangssprachlich heute ebenso für den Siedlungsraum der Aiglhofsiedlung und der angrenzenden Wohn- und Krankenhausbauten in den umliegenden Stadtteilen [[Lehen]] und Mülln Verwendung. Vielfach wird dieses Gebiet heute von der Bevölkerung bereits als eigener kleiner Stadtteil aufgefasst.
   −
==Geschichte==
+
==Aiglhof (Landsitz)==
Aiglhof wurde nach dem dominanten Adelssitz Lindhof benannt, den einst das Geschlecht der Aigl besaß und das seit [[1604]] dem [[Stift St. Peter]] gehört. „Aigl“ könnte dieselbe Herkunft haben wie „Aigen“ (s.o.)
+
Erstmals tauchte der alte Hof im [[14. Jahrhundert]] auf, als die Herrn von [[Kuchl]] das Lehen [[1377]] samt den umgebenden Gründen an Paul Köllerer (Köllrer) verkauften. Paul Köllerer seinerseits schenkte den Hof seiner Tochter anlässlich deren Vermählung mit Georg Aigl, der der alten Salzburger Patrizierfamilie "Aygl zu Lind"  entstammte. [[1511]] erwarb Pachaimer der damalige Hofkanzler das Anwesen, das im Zuge der Bauernkriege im Jahr [[1525]] schwer beschädigt wurde. [[1588]] kaufte die bekannte Familie Thenn den Hof und [[1592]] Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]]. [[1596]] ging der Hof in das Eigentum des Münzmeister Christoph Geizkofler über. Im Jahr [[1600]] wechselte der Hof in den Besitz des Domprobstes Michael von Wolkenstein. Seit [[1604]] steht der Adelssitz bis heute ständig im Eigentum des [[Stift St. Peter|Stiftes St. Peter]]. Von [[1796]] bis [[1799]] ließ Abt Dominikus Haugenauer den Aiglhof erneuern und erweitern. Dabei ließ er auch die dortige Schlosskapelle mit dem Altarblatt von [[Martin Johann Schmidt]] (Kremser Schmidt) erbauen, welches die Begegnung Christi mit dem ungläubigen Thomas darstellt. Heute ist in dem Gebäude eine Gärtnerei des Stiftes St. Peter untergebracht.  
    +
==Aiglhofsiedlung==
 +
===Lage===
 +
Die Aiglhofsiedlung liegt in [[Maxglan#Neu-Maxglan|Neu-Maxglan]] und entstand am Rand zum Stadtteil [[Mülln]] auf den wesentlich zu [[Maxglan]] gehörigen Aiglhoffeldern. Die Siedlung wird zusammen mit den angrenzenden, dicht verbauten Gebieten von Mülln und [[Lehen]] vielfach bereits als eigener kleiner Stadtteil wahrgenommen und von der Bevölkerung vereinfacht "Aiglhof" genannt. Der Name leitet sich von dem sich bereits in Mülln befindlichen Aiglhof - auch Lindhof genannt - ab. Westlich des Aiglhofes beginnt der Stadtteil Lehen, nördlich liegt Mülln, östlich der Stadtteil [[Riedenburg]]. Innerhalb Maxglans grenzt das Gebiet an [[Burgfried]].
 +
 +
Geprägt wird das dicht bebaute Wohngebiet von der [[Aiglhofstraße]], samt der Aiglhofkreuzung und der [[Innsbrucker Bundesstraße]], die nach der [[Ignaz-Harrer-Straße]] in Lehen als die Straße mit dem höchsten Verkehrsaufkommen in der Landeshauptstadt gilt. An Öffentlichen Einrichtungen befinden sich hier die [[Sonderschule Aiglhof I]] und im nahen Müll die [[Volksschule Mülln|Volksschule]] sowie das [[Salzburger Landeskrankenhaus]].
 +
 +
===Geschichte===
 +
Die Verbauung der Aiglhoffelder wurde bereits [[1927]] in der damals noch eigenständigen Gemeinde Maxglan konkret geplant. Das preisgekrönte Siegerprojekt des Architekten [[Lois Welzenbacher]] ([[1889]]-[[1955]]) sah die Errichtung von 8.000 Wohnungen vor, konnte aus Geldmangel aber nicht verwirklicht werden. Zu der in Salzburg herrschenden Wohnungsnot kam nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich noch der Bedarf an Unterkünften für die Umsiedler aus Südtirol und für die Offiziere des Wehrkreis-Generalkommandos XVIII hinzu. Im Rahmen eines neuen Aiglhof-Siedlungsprojektes entstanden bis [[1941]] drei Siedlungen, die Südtiroler Siedlung (heute Aiglhof I), die Siedlung Hötzendorfstraße-Römergasse-Radetzkystraße (Aiglhof 2) und die direkt an die Aiglhofstraße grenzende, eigentliche Aiglhofsiedlung (Aiglhof 3).
 +
 +
Die Straßen im Aiglhof wurden großteils nach verdienten Generälen und Admirälen der Österreichischen Monarchie, wie z.B. Franz Conrad von Hötzendorf, Wilhelm von Tegetthoff, Eduard von Böhm-Ermolli und Viktor Graf Dankl von Krasnik benannt.
 +
 +
===Nahverkehr===
 +
Die Aiglhofsiedlung ist mit den [[Stadtbus|StadtBus]]-Linien {{Symbol-Obuslinie|2|#0072BC}}, {{Symbol-Obuslinie|4|#FFCB05}}, sowie den Autobuslinien 20, 24 und 28 erreichbar. Mit der Inbetriebnahme der Station [[Salzburg Aiglhof (Haltestelle)|Salzburg Aiglhof]] im Bereich der Unterführung der [[Rudolf-Biebl-Straße]] wird der dicht verbaute Stadtteil im Jahr [[2009]] an das Netz der [[S-Bahn Salzburg|Salzburger S-Bahn]] angeschlossen. Die Züge der Linien {{Symbol-S-Bahn|S2|#0673BB}} und {{Symbol-S-Bahn|S3|#19B24B}} werden dort im 15 Minutentakt halten und den [[Salzburger Hauptbahnhof|Hauptbahnhof]] in wenigen Minuten erreichen
    
==Quellen==
 
==Quellen==
siehe [[Salzburg stadtteilnamen]]
+
* Salzburgwiki-Artikel [[Mülln]] Abschnitt, [[Mülln# Äußeres Mülln|Äußeres Mülln]]
 +
* [[Walter Häufler]], [[Guido Müller]], [[Martin Widermair]]: Maxglan - Ein Salzburger Stadtteil; Salzburger Bildungswerk Maxglan, Salzburg 1990
 +
 
 +
==Weblinks==
 +
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/ks/kultur/burgen/aiglhof.htm Aiglhof bei salzburg.gv.at]
    
{{Bezirke Stadt Salzburg}}
 
{{Bezirke Stadt Salzburg}}
    
[[Kategorie:Salzburg]]
 
[[Kategorie:Salzburg]]
 +
[[Kategorie:Mülln]]
 
[[Kategorie:Maxglan]]
 
[[Kategorie:Maxglan]]
3.390

Bearbeitungen

Navigationsmenü