| − | '''Nasner''' ist einer der [[Familiennamen der Salzburger Emigranten]] von 1731/1732, der im [[Salzburger Land]] durch die [[Protestantenvertreibung]] abgekommen ist. Er hat sich im Laufe der Geschichte zu Nausner gewandelt und ist heute in Österreich wieder präsent. | + | [[Datei:Nausner Grab in Linz.jpg|thumb|Grabstein auf dem Stadtfriedhof in [[Linz]] ([[OÖ]].) von Nachfahren vertriebener Nausner aus Salzburg.]] |
| − | Besonders in den Anfangsjahren nach der Emigration wurde der [[Familienname]] vieler Salzburger ohne Absicht fehlerhaft registriert und dadurch behördlich verändert. Die Namen waren ja in Preußen, [[Ostpreußen]] und [[Litauen]] (und auch in den [[Niederlanden]] und in Georgia, USA) gänzlich ungewohnt, die Namensträger sprachen den in diesen Regionen schwer verständlichen [[Salzburger Dialekt]] und waren durch die furchtbaren Ereignisse – Vertreibung und viele Todesfälle während der strapaziösen Reise und in den Jahren danach - insgesamt geschwächt oder verwirrt und oft nicht in der Lage, die eigenen Interessen ausreichend zu wahren. | + | Besonders in den Anfangsjahren nach der Emigration wurde der [[Familienname]] vieler Salzburger ohne Absicht fehlerhaft registriert und dadurch behördlich verändert. Die Namen waren ja in [[Preußen]], [[Ostpreußen]] und [[Litauen]] (und auch in den [[Niederlande]]n und in Georgia, [[USA]] → [[Salzburgers]]) gänzlich ungewohnt, die Namensträger sprachen den in diesen Regionen schwer verständlichen [[Salzburger Dialekt]] und waren durch die furchtbaren Ereignisse – Vertreibung und viele Todesfälle während der strapaziösen Reise und in den Jahren danach - insgesamt geschwächt oder verwirrt und oft nicht in der Lage, die eigenen Interessen ausreichend zu wahren. |
| − | Einer der Salzburger Emigranten namens Nasner ist der Vorfahre der in Österreich und anderswo nicht unbekannten Familie Nausner. In der Familienüberlieferung wird u. a. tradiert, dass der Vorfahre (die Familie des Vorfahren) aus dem Pongau stammt und als Protestant 1731/1732 vertrieben wurde. Dessen Nachkommen sind der Familie Nausner ab ca. 1800 bereits unter dem Familiennamen Nausner bekannt und lebten damals in [[Litauen]], wo sie der Minderheit der sog. Litauendeutschen angehörten und später in Folge des [[Zweiter Weltkrieg]] abermals vertrieben wurden. Das betraf Pastor Ernst Nausner mit seiner Familie, der [[1901]] in Vilnius geboren wurde, und später Kirchenpräsident und Superintendent der Methodistenkirche in Österreich wurde, Vater von Helmut Nausner und [[1973]] in Linz verstorben ist. Ernst Nausners Vater, Adolph Nausner, geb. [[1871]] in Rumbonen, verstorben [[1898]] in Kaunas, war noch [[Evangelische Kirche (Gemeinschaft)|evangelisch-lutherisch]]. Entweder er oder dessen Sohn Ernst Nausner trat in die [[evangelisch-methodistische Kirche]] über und die Familie wurde nicht nur durch Ernst Nausner sondern auch durch dessen Sohn Professor Helmut Nausner, Pastor und früherer Superintendent der Evangelisch-Methodistischen Kirche in Österreich, hierzulande bekannt. Mitglieder der Familie Nausner leben in mehreren Orten Österreichs und im Ausland und sind vor allem im kirchlichen und sozialen Bereich engagiert. Man kann davon ausgehen, dass in der Generationenreihe Nasner / Nausner zwei oder drei Generationen das missing link zum konkreten Vorfahren aus dem Pongau bilden würden, das es erst noch zu finden gilt. Interessant ist, dass in der Generationenfolge der Familie Nausner auch die Namen Schattauer (Schatner) und Schwantner (Gschwantner) vorkommen, ebenfalls Familiennamen Salzburger Emigranten. | + | Einer der Salzburger Emigranten namens Nasner ist der Vorfahre der in Österreich und anderswo nicht unbekannten Familie Nausner. In der Familienüberlieferung wird u. a. tradiert, dass der Vorfahre (die Familie des Vorfahren) aus dem Pongau stammt und als Protestant 1731/1732 vertrieben wurde. Dessen Nachkommen sind der Familie Nausner ab ca. 1800 bereits unter dem Familiennamen Nausner bekannt und lebten damals in [[Litauen]], wo sie der Minderheit der sog. Litauendeutschen angehörten und später in Folge des [[Zweiter Weltkrieg]] abermals vertrieben wurden. Das betraf Pastor Ernst Nausner mit seiner Familie, der [[1901]] in Vilnius geboren wurde, und später Kirchenpräsident und Superintendent der Methodistenkirche in Österreich wurde, Vater von Helmut Nausner und [[1973]] in Linz verstorben ist. Ernst Nausners Vater, Adolph Nausner (* [[1871]] in Rumbonen; † [[1974]] in [[Linz]]) war noch [[Evangelische Kirche (Gemeinschaft)|evangelisch-lutherisch]]. Entweder er oder dessen Sohn Ernst Nausner trat in die [[evangelisch-methodistische Kirche]] über und die Familie wurde nicht nur durch Ernst Nausner sondern auch durch dessen Sohn Professor Helmut Nausner, Pastor und früherer Superintendent der Evangelisch-Methodistischen Kirche in Österreich, hierzulande bekannt. Mitglieder der Familie Nausner leben in mehreren Orten Österreichs und im Ausland und sind vor allem im kirchlichen und sozialen Bereich engagiert. Man kann davon ausgehen, dass in der Generationenreihe Nasner / Nausner zwei oder drei Generationen das ''missing link'' zum konkreten Vorfahren aus dem Pongau bilden würden, das es erst noch zu finden gilt. Interessant ist, dass in der Generationenfolge der Familie Nausner auch die Namen Schattauer (Schatner) und Schwantner (Gschwantner) vorkommen, ebenfalls Familiennamen Salzburger Emigranten. |