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'''Wolfgang "Sali" Feiersinger''' (* [[30. Jänner]] [[1965]] in [[Saalfelden]]) ist ein ehemaliger Profi-Fußballspieler.
== Karriere ==
Feiersinger, im Zivilberuf ehemals als Gendarm tätig, begann seine Karriere beim [[1. Saalfeldner SK]]. [[1986]] wechselte der Pinzgauer zum Profiklub [[SV Austria Salzburg ]] und wuchs dort allmählich zu einem Spitzenspieler heran. Das Talent von Feiersinger wurde erst spät erkannt, der heimatverbundene Mittelfeldspieler und spätere Weltklasse-Libero lehnte [[1989]] auch selbst ein vielversprechendes Angebot von Rapid Wien-Trainer Hans Krankl ab und blieb in Salzburg.
Einen Karriereschub erfuhr Feiersinger erst unter Trainer [[Otto Baric]] mit dem er bei Austria Salzburg seine ersten Erfolge auf Vereinsebene feierte. [[Fußballtabellen 1991/92|1992]] und [[Fußballtabellen 1992/93|1993]] wurde er mit der Salzburger Austria jeweils österreichischer Vizemeister, wobei die ersten Titelgewinne nur hauchdünn (Tordifferenz) verloren gingen. [[Fußballtabellen 1993/94|1994]] feierte er mit der Austria den ersten österreichischen Meistertitel und wurde auch Supercupsieger. Ein Erfolg den der Saalfeldner mit seiner Mannschaft auch [[Fußballtabellen 1994/95|1995]] wiederholte. Unvergessen bleiben seine Spiele im UEFA-Cup der Saison [[1993]]/[[1994|94]] als Salzburg als erster österreichischer Verein über die deutschen Klubs Karlsruher SC und Eintracht Frankfurt in das Finale kam und nur Inter Mailand zweimal knapp 0:1 unterlag. Feiersinger war auch Mitglied der Meistermannschaft von [[Fußballtabellen 1996/97|1997]] unter [[Heribert Weber]], ehe er nach der Herbstsaison 1996 in die deutsche Bundesliga zu Borussia Dortmund wechselte.
Für die Dortmunder absolvierte der Saalfeldner 57 Bundesligaspiele und avancierte aufgrund einer Verletzung von Matthias Sammer auch zum Standardlibero in den Champions-League-Spielen. Einzig im Finalspiel musste er, nach Sammers Genesung, diesem Platz machen und das Spiel aufgrund taktischer Überlegungen von Trainer Ottmar Hitzfeld von der Tribüne aus verfolgen. In der Bundesliga erreichte er mit den Borussen mit dem dritten und dem vierten Rang Top-Platzierungen, kam ins Semifinale des Ligapokals und feierte auch den Weltpokalsieg.
Zu Beginn der Saison 2000/01 wechselte Feiersinger zum LASK Linz, bevor er im Herbst 2001 wieder zur Salzburger Austria zurückkehrte. [[2002]] beendete Feiersinger seine aktive Karriere als Profifussballer, spielte aber noch weiterhin in der [[Regionalliga West]] und in der Salzburger Liga für den [[PSV Schwarz-Weiß Salzburg]].
Die Nationalteamkarriere des Saalfeldners begann unter Trainer Josef Hickersberger mit seinem Debüt am [[21. August]] [[1990]] im Länderspiel gegen die Schweiz in Wien. Feiersinger absolvierte 46 Spiele für die Österreichische Nationalmannschaft, sowohl als Libero, Verteidiger als auch als offensiv orientierter Mittelfeldspieler und war Teilnehmer der Fußballweltmeisterschaft [[1998]] in Frankreich unter Trainer Herbert Prohaska.
Seit Beginn der Saison [[2005]]/[[2006|06]] fungiert er als Trainer und Betreuer der U-17-Mannschaft des zu [[Red Bull Salzburg]] gehörigen [[BNZ Salzburg]].
==Titel und Erfolge==
=== Titel ===
* 1 x Champions-Leaque-Sieger: 1997 (Borussia Dortmund)
* 1 x Weltpokalsieger: 1997 (Borussia Dortmund)
* 3 x Österreichischer Meister: 1994, 1995, 1997 (SV Austria Salzburg)
* 2 x Österreichischer Supercupsieger: 1994, 1995 (SV Austria Salzburg)
=== Erfolge ===
* 1 x UEFA-Cup-Finale: 1994 (Austria Salzburg)
* 2 x Österreichischer Vizemeister: 1992, 1993 (Austria Salzburg)
* 1 x Semifinale Deutscher Ligapokal: 1997 (Borussia Dortmund)
* 46 Länderspiele in der Nationalmannschaft
* Teilnehmer an der Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich
== Stationen als Spieler ==
* bis 1986 [[1. Saalfeldner SK]]
* 1986-1996 [[SV Austria Salzburg]]
* 1997-2000 Borussia Dortmund (Deutschland)
* 2000-2001 LASK Linz
* 2001-2002 SV Austria Salzburg
* 2002-2004 [[PSV Schwarz-Weiß Salzburg]]
== Stationen als Trainer ==
* 2005/06 BNZ Salzburg U-17
== Zitate ==
Dortmund-Trainer Nevio Scala:
* ''„Nur Gott ist perfekt, aber Wolfgang Feiersinger ist es als Spieler“''
Dortmund-Trainer Ottmar Hitzfeld über die Nichtberücksichtigung Feiersingers im Champions-League-Finale 1997:
* ''„Das war die schwerste Entscheidung meines Lebens. Da habe ich wochenlang überlegt. Feiersinger hatte super gespielt, aber Matthias Sammer war wieder fit. Und auf der Bank brauchte ich als Joker René Tretschok. Also mußte ich ihn im Finale nicht nur draußen lassen, sondern auf die Tribüne setzen. Für mich war das Stress. Aber ich habe mich für den Erfolg entschieden. Die Menschlichkeit blieb auf der Strecke“''
[[Kategorie:Fußballspieler|Feiersinger, Wolfgang]]