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'''Leopold Ladislaus Pfest''' (* [[15. November]] [[1769]] Isen auf Burgrain, [[Oberbayern]]; † [[3. Oktober]] [[1816]] [[Gnigl]]) war ein salzburgischer Beamter und Dichter.
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'''Leopold Ladislaus Pfest''' (* [[15. November]] [[1769]] Isen auf Burgrain, [[Oberbayern]]; † [[3. Oktober]] [[1816]] [[Gnigl (Gemeinde)|Gnigl]]) war ein salzburgischer Beamter und Dichter.
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==Leben und Wirken==
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== Leben und Wirken ==
{{PAGENAME}} erblickte das Licht der Welt zu Isen unweit Erding in [[Oberbayern]], wo sein Vater fürstlich Freisingischer Rat und Beamter der Herrschaft Burgrain war.
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Leopold Ladislaus Pfest erblickte das Licht der Welt zu Isen unweit Erding in [[Oberbayern]], wo sein Vater fürstlich Freisingischer Rat und Beamter der Herrschaft Burgrain war.
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===Laufbahn===
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=== Laufbahn ===
 
Er studierte die niederen Schulen und die Philosophie zu Freising, dann − nach dem Tode seines Vaters − an der [[Benediktineruniversität Salzburg]] Theologie und danach [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#R|die Rechte]]. Auf Einladung des damaligen Salzburgischen Hofkanzlers [[Franz Anton Ignaz Freiherr von Kürsinger|Franz Freiherrn von Kürsinger]] und des [[Stadtsyndikus]] [[Benedikt Edler von Loes|Loes]] trat er in salzburgische Dienste; er wurde im Jahre [[1791]] beim Stadtsyndikat zu Salzburg [[Akzessist]], [[1793]] hochfürstlicher [[Anwalt]], kam [[1797]] als [[Mitterschreiber]] nach [[Neumarkt]], im Jahre [[1798]] als [[Oberschreiber]] nach [[Mattsee (Ort)|Mattsee]], [[1800]] als Oberschreiber nach [[Waging am See|Waging]], wo er zur Zeit des [[Frankreich#Historische_Salzburgbez.C3.BCge|Franzoseneinfall]]s das Amt führte, und [[1802]] als Oberschreiber nach [[Saalfelden]] im [[Pinzgau]]. Anfang [[1804]] als Administrator des [[Pfleggericht|Pfleg- und Landgerichts]] [[Pfleggericht Neuhaus|Neuhaus (Gnigl)]], und am 1. Februar desselben Jahres auch als Administrator des Pfleg- und Landgerichts [[Pfleggericht Glanegg|Glanegg]], dann des Berggerichts [[Oberalm]] aufgestellt. Im Jahre [[1805]] erfolgte die Aufhebung des Pfleggerichts Glanegg, und er wurde zum [[Kurfürstentum Salzburg|Kursalzburgischen]] Rat und zum wirklichen [[Pfleger]] in Neuhaus ernannt. Da Salzburg im Jahr 1810 zu [[Bayern]] kam, wurde er königlich bayerischer Landrichter, und der Sitz des Landgerichts wurde von [[Schloss Neuhaus|Neuhaus]] in die Stadt Salzburg verlegt. Als Salzburg im Jahr 1816 wieder österreichisch wurde, war er kaiserlich österreichischer Landrichter. Noch in demselben Jahr starb er.
 
Er studierte die niederen Schulen und die Philosophie zu Freising, dann − nach dem Tode seines Vaters − an der [[Benediktineruniversität Salzburg]] Theologie und danach [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#R|die Rechte]]. Auf Einladung des damaligen Salzburgischen Hofkanzlers [[Franz Anton Ignaz Freiherr von Kürsinger|Franz Freiherrn von Kürsinger]] und des [[Stadtsyndikus]] [[Benedikt Edler von Loes|Loes]] trat er in salzburgische Dienste; er wurde im Jahre [[1791]] beim Stadtsyndikat zu Salzburg [[Akzessist]], [[1793]] hochfürstlicher [[Anwalt]], kam [[1797]] als [[Mitterschreiber]] nach [[Neumarkt]], im Jahre [[1798]] als [[Oberschreiber]] nach [[Mattsee (Ort)|Mattsee]], [[1800]] als Oberschreiber nach [[Waging am See|Waging]], wo er zur Zeit des [[Frankreich#Historische_Salzburgbez.C3.BCge|Franzoseneinfall]]s das Amt führte, und [[1802]] als Oberschreiber nach [[Saalfelden]] im [[Pinzgau]]. Anfang [[1804]] als Administrator des [[Pfleggericht|Pfleg- und Landgerichts]] [[Pfleggericht Neuhaus|Neuhaus (Gnigl)]], und am 1. Februar desselben Jahres auch als Administrator des Pfleg- und Landgerichts [[Pfleggericht Glanegg|Glanegg]], dann des Berggerichts [[Oberalm]] aufgestellt. Im Jahre [[1805]] erfolgte die Aufhebung des Pfleggerichts Glanegg, und er wurde zum [[Kurfürstentum Salzburg|Kursalzburgischen]] Rat und zum wirklichen [[Pfleger]] in Neuhaus ernannt. Da Salzburg im Jahr 1810 zu [[Bayern]] kam, wurde er königlich bayerischer Landrichter, und der Sitz des Landgerichts wurde von [[Schloss Neuhaus|Neuhaus]] in die Stadt Salzburg verlegt. Als Salzburg im Jahr 1816 wieder österreichisch wurde, war er kaiserlich österreichischer Landrichter. Noch in demselben Jahr starb er.
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===Dichtung===
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=== Dichtung ===
 
Erinnerungswürdig ist Pfest als Dichter der deutschen Romantik. Er verfasste auch einige historische Arbeiten.  
 
Erinnerungswürdig ist Pfest als Dichter der deutschen Romantik. Er verfasste auch einige historische Arbeiten.  
    
Seine Gedichte fanden bei der deutschen Kritik im Allgemeinen weniger gute Aufnahme als bei der österreichischen.
 
Seine Gedichte fanden bei der deutschen Kritik im Allgemeinen weniger gute Aufnahme als bei der österreichischen.
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==Familie==
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== Familie ==
 
Am [[25. November]] [[1804]] stand Pfest am Totenbett seiner ersten Gemahlin, die kleine Tochter Katharina auf dem Arm.
 
Am [[25. November]] [[1804]] stand Pfest am Totenbett seiner ersten Gemahlin, die kleine Tochter Katharina auf dem Arm.
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Tochter Katharina heiratete einen Arzt. Diesen Beruf ergriff auch Sohn Leopold; er wirkte jahrzehntelang in [[St. Ulrich am Pillersee|Pillersee]] ([[Tirol]]), setzte sich dann in Salzburg zur Ruhe. Witwe Josefa starb im Jahr 1852 in [[Fieberbrunn]] (Tirol).
 
Tochter Katharina heiratete einen Arzt. Diesen Beruf ergriff auch Sohn Leopold; er wirkte jahrzehntelang in [[St. Ulrich am Pillersee|Pillersee]] ([[Tirol]]), setzte sich dann in Salzburg zur Ruhe. Witwe Josefa starb im Jahr 1852 in [[Fieberbrunn]] (Tirol).
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==Schriften==
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== Schriften ==
 
(Auswahl)
 
(Auswahl)
 
* ''Gedichte''. Salzburg, [[Johann Baptist Mayr]], [[Mayrische Buchhandlung]], 1804. 236 S.
 
* ''Gedichte''. Salzburg, [[Johann Baptist Mayr]], [[Mayrische Buchhandlung]], 1804. 236 S.
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** ''[[Salzburgers|Salzburger]] in [[USA|Nordamerika]]''; ebenda [1810,] S. 609.
 
** ''[[Salzburgers|Salzburger]] in [[USA|Nordamerika]]''; ebenda [1810,] S. 609.
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==Gedenken==
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== Gedenken ==
 
Nach ihm ist im [[Salzburg]]er Stadtteil Gnigl die [[Leopold-Pfest-Straße]] benannt.
 
Nach ihm ist im [[Salzburg]]er Stadtteil Gnigl die [[Leopold-Pfest-Straße]] benannt.
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==Quellen==
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== Quellen ==
 
* Clemens Alois Baader, ''Lexikon verstorbener baierischer Schriftsteller des achtzehenten und neunzehenten Jahrhunderts, M - Z''. Jenisch und Stage: Augsburg [u.a.] 1824. [http://personen.digitale-sammlungen.de/pnd/Blatt_bsb00000282_00147.html S. 141-143]
 
* Clemens Alois Baader, ''Lexikon verstorbener baierischer Schriftsteller des achtzehenten und neunzehenten Jahrhunderts, M - Z''. Jenisch und Stage: Augsburg [u.a.] 1824. [http://personen.digitale-sammlungen.de/pnd/Blatt_bsb00000282_00147.html S. 141-143]
 
*[[Josef Schwarzbach (Lehrer)|Josef Schwarzbach]], ''Leopold Ladislaus Pfest'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 1901-1940|Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=18930003&zoom=2&seite=00000213 33, 1893, S. 213-218]
 
*[[Josef Schwarzbach (Lehrer)|Josef Schwarzbach]], ''Leopold Ladislaus Pfest'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 1901-1940|Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=18930003&zoom=2&seite=00000213 33, 1893, S. 213-218]
 
* Artikel [[Leopold-Pfest-Straße]]
 
* Artikel [[Leopold-Pfest-Straße]]
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{{SORTIERUNG: Pfest, Leopold Ladislaus}}
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{{SORTIERUNG:Pfest, Leopold Ladislaus}}
 
[[Kategorie:Person]]
 
[[Kategorie:Person]]
 
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]
 
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]
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