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| − | Die international anerkannte '''Malerin Irma Rafaela Toledo''' (* [[23. August]] [[1910]] in [[Laufen]], [[Rupertiwinkel|Bayern]], † [[7. Jänner]] [[2002]] in Salzburg) war eine bayrische Jüdin mit tschechischen Wurzeln, die mit ihrer Familie in Salzburg lebte und sich ab 1944 vor den Nazis verstecken musste. | + | Die international anerkannte '''Malerin Irma Rafaela Toledo''' (* [[23. August]] [[1910]] in [[Laufen]], [[Rupertiwinkel|Bayern]], † [[7. Jänner]] [[2002]] in Salzburg) war eine bayrische Jüdin mit tschechischen Wurzeln, die mit ihrer Familie in Salzburg lebte und sich ab [[1944]] vor den Nazis verstecken musste. |
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| | ==Leben== | | ==Leben== |
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| | Sie nutzte vorerst die Sonntage, wenn ihr Mann mit den Kindern spazieren ging, und malte vor allem Naturerlebnisse, Wiesen, den [[Hoher Göll|Göll]]. „Ich musste einfach von innen heraus malen, es war für mich ein Erkenntnisweg.“ Erst jetzt legt sie sich den Künstlernamen Toledo zu, nach dem Grillparzerstück „Die Jüdin von Toledo“. | | Sie nutzte vorerst die Sonntage, wenn ihr Mann mit den Kindern spazieren ging, und malte vor allem Naturerlebnisse, Wiesen, den [[Hoher Göll|Göll]]. „Ich musste einfach von innen heraus malen, es war für mich ein Erkenntnisweg.“ Erst jetzt legt sie sich den Künstlernamen Toledo zu, nach dem Grillparzerstück „Die Jüdin von Toledo“. |
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| − | 1951 waren erstmals Bilder von ihr im Künstlerhaus ausgestellt, 1952 fand sie Aufnahme in die legendäre „[[Salzburger Gruppe]]“. | + | 1951 waren erstmals Bilder von ihr im Künstlerhaus ausgestellt, [[1952]] fand sie Aufnahme in die legendäre „[[Salzburger Gruppe]]“. |
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| | Sie arbeitete bis ins hohe Alter als Malerin, lehrte auch in Kursen und war eine interessante Atelier-Gesprächspartnerin. Sie bestritt nationale und internationale Ausstellungen und widmete ihren künstlerischen Nachlass der Hilfsorganisation „Menschen für Menschen“. | | Sie arbeitete bis ins hohe Alter als Malerin, lehrte auch in Kursen und war eine interessante Atelier-Gesprächspartnerin. Sie bestritt nationale und internationale Ausstellungen und widmete ihren künstlerischen Nachlass der Hilfsorganisation „Menschen für Menschen“. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| − | * [[Susanne Rolinek]], Gerald Lehner, Christian Strasser, ''„Im Schatten der Mozartkugel“, Reiseführer durch die braune Topografie von Salzburg'', Czernin Verlag, Wien, 2009 | + | * [[Susanne Rolinek]], Gerald Lehner, Christian Strasser, ''„Im Schatten der Mozartkugel“, Reiseführer durch die braune Topografie von Salzburg'', Czernin Verlag, Wien, [[2009]] |
| − | * http://www.smca.at/sonderausstellungen/toledo.html Irma Rafaela Toledo - ''Der Zyklus „Genesis“. Sonderausstellung im [[Salzburg Museum|SMCA]] Haupthaus vom 25.10.200. bis 12.1.2003''] | + | * http://www.smca.at/sonderausstellungen/toledo.html Irma Rafaela Toledo - ''Der Zyklus „Genesis“. Sonderausstellung im [[Salzburg Museum|SMCA]] Haupthaus vom 25.10.200. bis 12.1.[[2003]]''] |
| | * Persönliches Gespräch anlässlich eines Atelierbesuchs bei Irma Rafaela Toledo | | * Persönliches Gespräch anlässlich eines Atelierbesuchs bei Irma Rafaela Toledo |
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