| | Die Freigiebigkeit, die Graf Schrattenbach nicht nur den Mozarts gegenüber an den Tag legte, führte dazu, dass das Land am Ende seiner Herrschaftszeit hoch verschuldet war. Dafür fand man in den fürsterzbischöflichen Gemächern, an allen möglichen Orten verstreut, mehr als 200.000 [[Gulden]], die sich der Erzbischof zur Seite gelegt hatte. Wie [[Franz Martin]] über ihn schrieb, ''war er kein großer Fürst, aber ein echter Vertreter der Rokokozeit, kleinlich, spielerisch und mit lockerer Hand in der Wirtschaft, aber liebenswürdig, ein Förderer der Künste, ein Menschenfreund''<ref>Quelle [[Salzburger Nachrichten]] 7. Juli 2010</ref>. Von ihm wird erzählt, dass er die Kinder liebte, sich an lustigen Gebärden und Ausdrücken erfreuen konnte und Leute gerne beschenkte. | | Die Freigiebigkeit, die Graf Schrattenbach nicht nur den Mozarts gegenüber an den Tag legte, führte dazu, dass das Land am Ende seiner Herrschaftszeit hoch verschuldet war. Dafür fand man in den fürsterzbischöflichen Gemächern, an allen möglichen Orten verstreut, mehr als 200.000 [[Gulden]], die sich der Erzbischof zur Seite gelegt hatte. Wie [[Franz Martin]] über ihn schrieb, ''war er kein großer Fürst, aber ein echter Vertreter der Rokokozeit, kleinlich, spielerisch und mit lockerer Hand in der Wirtschaft, aber liebenswürdig, ein Förderer der Künste, ein Menschenfreund''<ref>Quelle [[Salzburger Nachrichten]] 7. Juli 2010</ref>. Von ihm wird erzählt, dass er die Kinder liebte, sich an lustigen Gebärden und Ausdrücken erfreuen konnte und Leute gerne beschenkte. |
| − | [[1757]] beauftragte er den Maler [[Benedict Werkstötter]] mit der Ausgestaltung von drei Zimmern der [[Fürstenzimmer]] im [[Pfleghaus der Saline]] in [[Hallein]] mit Ölgemälden<ref>Quelle [[Keltenmuseum]]</ref>. | + | [[1757]] beauftragte er den Maler [[Benedict Werkstötter]] mit der Ausgestaltung von drei Zimmern der [[Fürstenzimmer]] im [[Pfleghaus der Saline Hallein]] mit Ölgemälden<ref>Quelle [[Keltenmuseum]]</ref>. |
| | Der Erzbischof schenkte z. B. den Atlas [[Atlas Salisburgensis]] von [[Joseph Jakob Fürstaller]] seinem Weg- und Baukommissär [[Johann Elias von Geyer]] und den Globus der Universität. Dieser wurde bald mit Staub und Moder bedeckt, der Atlas nach seinem Tode Geyers am [[28. April]] [[1791]] öffentlich versteigert, Herr Hofrath von Schidenhofen erstand ihn um 7 [[Florin|fl]] 80 kr. | | Der Erzbischof schenkte z. B. den Atlas [[Atlas Salisburgensis]] von [[Joseph Jakob Fürstaller]] seinem Weg- und Baukommissär [[Johann Elias von Geyer]] und den Globus der Universität. Dieser wurde bald mit Staub und Moder bedeckt, der Atlas nach seinem Tode Geyers am [[28. April]] [[1791]] öffentlich versteigert, Herr Hofrath von Schidenhofen erstand ihn um 7 [[Florin|fl]] 80 kr. |
| | Doch nicht nur ein Loch im Geldbeutel des Landes, auch eines im [[Mönchsberg]] war Schrattenbach zu verdanken. Während seiner Amtszeit wurde das ''Neutor'', heute Sigmundstor benannt, errichtet und damit der Weg in den Stadtteil [[Riedenburg]] und den damaligen Vorort [[Maxglan]] wesentlich verkürzt. Er war auch der einzige Erzbischof, der ein Abbild von sich auf einem öffentlichen Gebäude in der Innenstadt abbilden ließ. Über dem Ostportal des Sigmundstors an hochöberster Stelle ließ er sein Abbild anbringen und darüber einmeiseln: ''Te saxa loquuntur'' (''Von dir sprechen die Steine''). | | Doch nicht nur ein Loch im Geldbeutel des Landes, auch eines im [[Mönchsberg]] war Schrattenbach zu verdanken. Während seiner Amtszeit wurde das ''Neutor'', heute Sigmundstor benannt, errichtet und damit der Weg in den Stadtteil [[Riedenburg]] und den damaligen Vorort [[Maxglan]] wesentlich verkürzt. Er war auch der einzige Erzbischof, der ein Abbild von sich auf einem öffentlichen Gebäude in der Innenstadt abbilden ließ. Über dem Ostportal des Sigmundstors an hochöberster Stelle ließ er sein Abbild anbringen und darüber einmeiseln: ''Te saxa loquuntur'' (''Von dir sprechen die Steine''). |