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In sieben Sommern bereiste Apian Ober- und Niederbayern, die Oberpfalz, das [[Erzbistum Salzburg|Erzbistum]] und Erzstift Salzburg sowie das Bistum Eichstätt und führte Landvermessungen durch. Nach zweijähriger Ausarbeitung erstellte er eine gut sechs mal sechs Meter große Karte im Maßstab 1:45 000, die von dem Maler Bartel Refinger koloriert wurde. Während einer gemeinsamen Vermessungsreise starb Apians Bruder Timotheus nach einem Sturz vom Pferd, am Unfallort ließ Philipp das sogenannte Timotheuskreuz errichten.
 
In sieben Sommern bereiste Apian Ober- und Niederbayern, die Oberpfalz, das [[Erzbistum Salzburg|Erzbistum]] und Erzstift Salzburg sowie das Bistum Eichstätt und führte Landvermessungen durch. Nach zweijähriger Ausarbeitung erstellte er eine gut sechs mal sechs Meter große Karte im Maßstab 1:45 000, die von dem Maler Bartel Refinger koloriert wurde. Während einer gemeinsamen Vermessungsreise starb Apians Bruder Timotheus nach einem Sturz vom Pferd, am Unfallort ließ Philipp das sogenannte Timotheuskreuz errichten.
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Die [[1563]] fertiggestellte Karte war in der Bibliothek der Münchner Residenz untergebracht. Sie zeigte wesentlich feinere Details als die Landtafeln. Mitte des [[18. Jahrhundert]]s fertigte der Ingenieurleutnant Franz Xaver Pusch eine Replik der Großen Karte an. Als er 1782 starb, wurde das Original der Großen Karte, die inzwischen stark beschädigt war, verbrannt. Die Replik Puschs verbrannte bei Bombenangriffen gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]s.  
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Die [[1563]] fertiggestellte Karte war in der Bibliothek der Münchner Residenz untergebracht. Sie zeigte wesentlich feinere Details als die Landtafeln. Mitte des [[18. Jahrhundert]]s fertigte der Ingenieurleutnant Franz Xaver Pusch eine Replik der Großen Karte an. Als er 1782 starb, wurde das Original der Großen Karte, die inzwischen stark beschädigt war, verbrannt. Die Replik Puschs verbrannte bei Bombenangriffen gegen Ende des [[Zweiten Weltkrieg]]s.  
    
=== Bairische Landtafeln ===
 
=== Bairische Landtafeln ===
Auf der Basis der „großen Karte“ ließ Philipp Apian [[1566]] von Jost Amman Holzschnitte im kleineren Maßstab von 1:144 000 anfertigen. Diese sogenannten Bairischen Landtafeln, aufgeteilt in 24 Holzschnitte, verlegte Apian in seiner eigenen Druckerei in Ingolstadt. Die Genauigkeit der erstmals ganz Ober- und Niederbayern detailliert darstellenden (und somit als erster Spezialatlas eines europäischen Landes geltenden) Landkarten wurde erst im [[19. Jahrhundert]] übertroffen; noch [[Napoleon]] benutzte sie für den Einmarsch in Bayern. Ein Originaldruck der Karte ist im Stadtmuseum Ingolstadt ausgestellt, die Druckstöcke befinden sich heute im Bayerischen Nationalmuseum in München.
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Auf der Basis der "großen Karte" ließ Philipp Apian [[1566]] von Jost Amman Holzschnitte im kleineren Maßstab von 1:144 000 anfertigen. Diese sogenannten Bairischen Landtafeln, aufgeteilt in 24 Holzschnitte, verlegte Apian in seiner eigenen Druckerei in Ingolstadt. Die Genauigkeit der erstmals ganz Ober- und Niederbayern detailliert darstellenden (und somit als erster Spezialatlas eines europäischen Landes geltenden) Landkarten wurde erst im [[19. Jahrhundert]] übertroffen; noch [[Napoleon]] benutzte sie für den Einmarsch in Bayern. Ein Originaldruck der Karte ist im Stadtmuseum Ingolstadt ausgestellt, die Druckstöcke befinden sich heute im Bayerischen Nationalmuseum in München.
    
Auf diesen Landtafeln sind u. a. der [[Flachgau]] und das [[Mondseeland]] zu sehen-<ref>[http://digital.bib-bvb.de/view/bvbmets/viewer.0.6.4.jsp?folder_id=0&dvs=1587199295881~26&pid=233546&locale=de&usePid1=true&usePid2=true digital.bib-bvb.de], der nordöstliche Flachgau und das Mondseeland</ref>  
 
Auf diesen Landtafeln sind u. a. der [[Flachgau]] und das [[Mondseeland]] zu sehen-<ref>[http://digital.bib-bvb.de/view/bvbmets/viewer.0.6.4.jsp?folder_id=0&dvs=1587199295881~26&pid=233546&locale=de&usePid1=true&usePid2=true digital.bib-bvb.de], der nordöstliche Flachgau und das Mondseeland</ref>  

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