| − | Guidobald Graf [[Thun und Hohenstein|Thun]] erhielt seine Priesterweihe im Alter von 28 Jahren in Salzburg. Bei der Wahl am [[3. Februar]] [[1654]] wurde er zum neuen Salzburger Fürsterzbischof gewählt und am [[24. September]] 1654 vom [[Bischof von Seckau|Bischof]] von [[Seckau]], [[Johannes Markus Freiherr von Aldringen]], zum [[Erzbischof von Salzburg]] geweiht. Am [[7. März]] [[1666]] wurde er auch zum Bischof von Regensburg gewählt, ein Jahr später, ebenfalls am 7. März [[1667]], zum Kardinal erhoben. | + | Guidobald Graf [[Thun und Hohenstein|Thun]] studierte am [[Collegium Germanicum]] in Rom. Er erhielt seine Priesterweihe im Alter von 28 Jahren in Salzburg. Schon mit 17 Jahren erhielt Guidobald ein Kanonikat in Salzburg, das er aber erst mit 24 antreten konnte. Schon vier Jahre danach wurde er von seinen Chorbrüdern für das wichtige Amt eines Domdechanten gewählt (1644),<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19240111&query=%22erzbischof+guidobald+graf+thun%22~90&ref=anno-search&seite=4 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 11. Jänner 1924, Seite 4</ref> welche Funktion er mit großem Geschicke bekleidete, dass er am [[3. Februar]] [[1654]] schon im ersten Wahlgange zum Erzbischof gewählt wurde. Guidobald Graf von Thun wird am 24. September desselben Jahres in der Domkirche vom Prager Erzbischof dem Kardinal Ernst Adalbert Graf von Harrach zum Bischof geweiht.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19240924&query=%22erzbischof+guidobald+graf+thun%22~90&ref=anno-search&seite=4 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 24. September 1924, Seite 4</ref> Am [[7. März]] [[1666]] wurde er auch zum Bischof von Regensburg gewählt. Guidobald folgte einem Angebot des Kaisers, ihn bei dem permanenten Reichstag in Regensburg als Prinzipalkommissär zu vertreten. Über Einschreiten des Kaisers wurde er am 7. März [[1667]] zum Kardinal erhoben. |
| − | Guidobald Graf Thun konnte in seinen knapp 14 Jahren Amtszeit das [[barock]]e Bild der Stadt Salzburg schaffen. Unter den zahlreichen Bauten, die unter seiner Regierung veranlasst wurden, sind die Errichtung der [[Dombögen]], die Gestaltung des [[Residenzplatz]]s mit Bau des [[Residenzbrunnen]]s und die Gestaltung des [[Domplatz]]es mit der (selbstverständlich) durch Nordfenster beleuchteten Gemäldegalerie, die heute unter dem Namen [[Langer Gang]] des [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerstifts St. Peter]] bekannt ist. In [[Hallein]] ließ er [[1654]] ein neues Gebäude anstelle des alten [[Pfleghaus der Saline Hallein|Pfleghauses der Saline Hallein]] am [[Pflegerplatz (Hallein)|Pflegerplatz]] errichten, in dem der Sitz der Salinenpflege mit Salzverweser-, Bau-, Pfannhaus- und Grießamt untergebracht waren. | + | Guidobald Graf Thun konnte in seinen knapp 14 Jahren Amtszeit das [[barock]]e Bild der Stadt Salzburg schaffen. Seine Vorgänger haben ihm den unvollendeten Dom hinterlassen. Durch Aufbau der oberen Turmpartien und durch die Ausstattung der Fassade mit Statuen hat Guidobald nun den Dom in wenigen Jahren zu Ende geführt. Von den Statuen neben den Portalen stammen nur die der Landespatrone, die von Melchior Barthel gemacht wurden, aus seiner Zeit. Im Innern errichtete er die Seitenaltäre in den rückwärtigen Kapellen. Außerdem sind unter den zahlreichen Bauten, die unter seiner Regierung veranlasst wurden, die Errichtung der [[Dombögen]], die Gestaltung des [[Residenzplatz]]s mit Bau des [[Residenzbrunnen]]s und die Gestaltung des [[Domplatz]]es mit der (selbstverständlich) durch Nordfenster beleuchteten Gemäldegalerie, die heute unter dem Namen [[Langer Gang]] des [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerstifts St. Peter]] bekannt ist. Auch der Konventhof von St. Peter erhielt einen [[Konventbrunnen St. Peter|Monumentalbrunnen mit Delphinen]] und die Stadt errichtete gleichzeitig den Fischbrunnen. Unter Guidobald wurde auch eine Kapelle auf dem Plainberg gebaut, die aber dann dem Neubau der großen Kirche weichen musste. In [[Hallein]] ließ er [[1654]] ein neues Gebäude anstelle des alten [[Pfleghaus der Saline Hallein|Pfleghauses der Saline Hallein]] am [[Pflegerplatz (Hallein)|Pflegerplatz]] errichten, in dem der Sitz der Salinenpflege mit Salzverweser-, Bau-, Pfannhaus- und Grießamt untergebracht waren. |
| | + | * [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19261127&seite=4&zoom=33&query=%22graf%2Bthun%22~90&ref=anno-search ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 27. November 1926, Seite 4-5 |