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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Am [[26. November]] [[1885]] suchen der Fotograf [[Eduard Bertel]] und der Architekt [[Karl Demel]] um die Verleihung einer Konzession für die Errichtung einer Zentralstation für elektrische Beleuchtung an. Am [[9. März]] [[1886]] erfolgt die Verleihung der Konzession. Am [[20. August]] wird ein Vertrag mit der Stadt unterzeichnet zur Verlegung elektrischer Leitungen auf öffentlichen Grund. | + | Am [[26. November]] [[1885]] suchten der k. k. Hoffotograf [[Eduard Bertel]] und der Architekt [[Karl Demel]] um die Verleihung einer Konzession für die Errichtung einer Zentralstation für elektrische Beleuchtung an. Am [[9. März]] [[1886]] erfolgte die Verleihung der Konzession. Am [[20. August]] wurde ein Vertrag mit der Stadt unterzeichnet zur Verlegung elektrischer Leitungen auf öffentlichen Grund. |
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| − | Der Privatbankier [[Karl Leitner]] gab seinen Bankkunden im [[19. Jahrhundert]] eine gute Verzinsung ihres Kapitals. Um diese Zinsen zu verdienen, kaufte er am [[3. November]] 1886 ein Grundstück zwischen Makartplatz und [[Mirabellgarten]]. Mit [[1. Dezember|1.]] bzw. [[15. Dezember]] 1886 übernahm er sowohl das Leitungsrecht, als auch die Konzession. Auf dem Grundstück errichtete ein kalorisches Kraftwerk zur Stromerzeugung. Zur Befeuerung verwendete er [[Torfstechen|Torf]] von einem Grundstück an der [[Vogelweiderstraße]], das er dazu eigens angekauft hatte. | + | Der Privatbankier [[Karl Leitner]] bot im [[19. Jahrhundert]] seinen Bankkunden eine gute Verzinsung ihres Kapitals. Um diese Zinsen zu verdienen, kaufte er am [[3. November]] 1886 ein Grundstück zwischen Makartplatz und [[Mirabellgarten]]. Mit [[1. Dezember|1.]] bzw. [[15. Dezember]] 1886 übernahm er sowohl das Leitungsrecht, als auch die Konzession. Auf dem Grundstück errichtete ein kalorisches Kraftwerk zur Stromerzeugung. Zur Befeuerung verwendete er [[Torfstechen|Torf]] von einem Grundstück an der [[Vogelweiderstraße]], das er dazu eigens angekauft hatte. |
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| − | Am [[13. Oktober]] [[1887]] begann dann sein E-Werk mit einem 300-PS-Motor Strom zu produzieren. Es war das erste E-Werk der österreichisch-ungarischen Monarchie! Zu seinen ersten Kunden zählte das [[Café Tomaselli]]. Erster Direktor war [[Ferdinand Alber|Ing. Ferdinand Alber]]. | + | Am [[13. Oktober]] [[1887]] begann dann sein E-Werk mit einem 300-PS-Motor Strom zu produzieren. Es war das erste E-Werk der österreichisch-ungarischen Monarchie! Zu seinen ersten Kunden zählte das [[Café Tomaselli]]. Erster Direktor war Ing. [[Ferdinand Alber]]. |
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| − | Da es noch keine Stromzähler gab, mussten die Abnehmer eine fixe Jahresgebühr bezahlen. Aber es wurden immer mehr, die an das Stromnetz angeschlossen werden wollten, und so war das Kraftwerk bald nicht mehr in der Lage, die benötigte Menge Strom zu liefern. So errichtete Leitner zusammen mit dem Architekten Karl Demel, dem Fotografen [[Eduard Bertel]] und dem Rechtsanwalt Franz Huber die [[Salzburger Elektrizitäts-Aktiengesellschaft]] mit einem Kapital von 300.000 Gulden. Dann kaufte er das [[Steinbräugut]] auf der Ostseite des [[Mönchsberg]]s zwischen [[Müllner Kirche]] und [[Bürgerwehr]]. Dort entstanden dann zwischen [[1889]] und [[1891]] der erste [[Mönchsbergaufzug|elektrische Aufzug]], die [[Restauration Elektrischer Aufzug]] und der [[Wasserturm am Mönchsberg|Aussichtsturm]]. Sie sollten als Großabnehmer Geld in die AG bringen, mit dem dann das Kraftwerk vergrößert werden sollte. | + | Da es noch keine Stromzähler gab, mussten die Abnehmer eine fixe Jahresgebühr bezahlen. Aber es wurden immer mehr, die an das Stromnetz angeschlossen werden wollten, und so war das Kraftwerk bald nicht mehr in der Lage, die benötigte Menge Strom zu liefern. |
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| | + | Im Juni [[1888]] ging das Unternehmen von Bertel und Demel an die [[Salzburger Elektrizitäts-Aktiengesellschaft]] des Karl Leitner über. Die Höhe des Grundkapitals betrug 300.000 [[Gulden]] in 1 500 voll eingezahlten Aktien à 200 fl. Zu Mitgliedern des Verwaltungsrats wurden Karl Leitner, Eduard Bertel, Karl Demmel und Dr. Franz Hueber, Advokat in Salzburg, gewählt.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18880624&seite=3&zoom=33&query=%22Eduard%2BBertel%22&ref=anno-search ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 24. Juni 1888, Seite 3</ref> |
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| | + | Dann kaufte Leitner das [[Steinbräugut]] auf der Ostseite des [[Mönchsberg]]s zwischen [[Müllner Kirche]] und [[Bürgerwehr]]. Dort entstanden dann zwischen [[1889]] und [[1891]] der erste [[Mönchsbergaufzug|elektrische Aufzug]], die [[Restauration Elektrischer Aufzug]] und der [[Wasserturm am Mönchsberg|Aussichtsturm]]. Sie sollten als Großabnehmer Geld in die AG bringen, mit dem dann das Kraftwerk vergrößert werden sollte. |
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| | Doch es war zu wenig. Leitner musste das Aktienkapital verdoppeln, was zu einer Vertrauenskrise gegenüber kleinen Privatbanken und schließlich zum Zusammenbruch führte. Nicht nur seiner Privatbank, sondern auch der Elektrizitätsgesellschaft, die daraufhin von der [[Stadt Salzburg#Stadtverfassung und -politik|Salzburger Stadtgemeinde]] übernommen wurde. | | Doch es war zu wenig. Leitner musste das Aktienkapital verdoppeln, was zu einer Vertrauenskrise gegenüber kleinen Privatbanken und schließlich zum Zusammenbruch führte. Nicht nur seiner Privatbank, sondern auch der Elektrizitätsgesellschaft, die daraufhin von der [[Stadt Salzburg#Stadtverfassung und -politik|Salzburger Stadtgemeinde]] übernommen wurde. |