| Zeile 26: |
Zeile 26: |
| | Für seinen großen Auftrag zur "Außenbemalung des [[Textilhaus Thalhammer|Kaufhauses Thalhammer]] am [[Rathausplatz (Stadt Salzburg)|Rathausplatz]]" und um die "Gestaltung des monumentalen Bildschmuckes der Außenarchitektur einzuleiten", zog sich der Künstler für einige Wochen in den [[Lungau]] zurück, um Skizzen einzelner handwerklicher Arbeiten (Bewegung des Menschen, aber auch der Pflanzen und Tierwelt, Schafschur, Web-, Walkszenen, Färberei, Frächterei) für das ca 100 m² große Kunstwerk vorzubereiten. Im August [[1927]] erregten die Arbeiten aufgrund der zu befürchtenden Verkehrsstörungen in der "räumlichen Enge der [[Altstadt]]" großes Aufsehen. "Das Für und Wider erreichte derartige Anteilnahme, daß selbst die Polizei daran teilnahm." | | Für seinen großen Auftrag zur "Außenbemalung des [[Textilhaus Thalhammer|Kaufhauses Thalhammer]] am [[Rathausplatz (Stadt Salzburg)|Rathausplatz]]" und um die "Gestaltung des monumentalen Bildschmuckes der Außenarchitektur einzuleiten", zog sich der Künstler für einige Wochen in den [[Lungau]] zurück, um Skizzen einzelner handwerklicher Arbeiten (Bewegung des Menschen, aber auch der Pflanzen und Tierwelt, Schafschur, Web-, Walkszenen, Färberei, Frächterei) für das ca 100 m² große Kunstwerk vorzubereiten. Im August [[1927]] erregten die Arbeiten aufgrund der zu befürchtenden Verkehrsstörungen in der "räumlichen Enge der [[Altstadt]]" großes Aufsehen. "Das Für und Wider erreichte derartige Anteilnahme, daß selbst die Polizei daran teilnahm." |
| | | | |
| − | In elf Sgraffito-Darstellungen wird die Tucherzeugung von der Schafschur bis zur fertigen Kleiderverarbeitung zum Ausdruck gebracht. Ein Spruchband mit Texten des Künstlers verbindet die einzelnen Schmuckbilder des Frieses am Rathausplatz. | + | In elf Sgraffito-Darstellungen wird die Tucherzeugung von der Schafschur bis zur fertigen Kleiderverarbeitung zum Ausdruck gebracht. Ein Spruchband mit Texten des Künstlers verbindet die einzelnen Schmuckbilder des Frieses am [[Rathausplatz (Stadt Salzburg)]]. |
| − | # Die Wolle die man hier gewinnt und an dem Rad zu Garne spinnt die wird allhier zu Tuch gemacht. | + | # "Die Wolle die man hier gewinnt und an dem Rad zu Garne spinnt die wird allhier zu Tuch gemacht. |
| | # und ferner nach der Walch gebracht, es folgt Farb und Scher hierauf | | # und ferner nach der Walch gebracht, es folgt Farb und Scher hierauf |
| | # Womit es fertig zum Verkauf, der Frächter führt es über Land | | # Womit es fertig zum Verkauf, der Frächter führt es über Land |
| | # Der Kaufherr prüft mit kund’ger Hand | | # Der Kaufherr prüft mit kund’ger Hand |
| | # Zur Auswahl liegt das Tuch bereit | | # Zur Auswahl liegt das Tuch bereit |
| − | # Und jedermann wählt hier sein Kleid | + | # Und jedermann wählt hier sein Kleid" |
| | signiert am unteren Rand der vorletzten Bildszene Karl Reisenbichler 1927 | | signiert am unteren Rand der vorletzten Bildszene Karl Reisenbichler 1927 |
| | | | |