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| | Rupert Deutschmann studierte am [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Borromäum]] in der [[Stadt Salzburg]] und am Gymnasium in Hall in [[Nordtirol]], trat in den Bahndienst und übernahm später die Leitung der Krankenkasse. | | Rupert Deutschmann studierte am [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Borromäum]] in der [[Stadt Salzburg]] und am Gymnasium in Hall in [[Nordtirol]], trat in den Bahndienst und übernahm später die Leitung der Krankenkasse. |
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| − | Deutschmann vermählte sich am [[20. Mai]] 1895 in der (damals noch) [[Wallfahrtskirche Maria Plain]] mit Maria Gisshammer (* [[5. September]] [[1875]] in [[Obertrum am See]]; † [[19. Oktober]] [[1948]] in [[St. Johann im Pongau]]), die sechs Kindern das Leben schenkte. | + | Deutschmann vermählte sich am [[20. Mai]] [[1895]] in der (damals noch) [[Wallfahrtskirche Maria Plain]] mit Maria Gisshammer (* [[5. September]] [[1875]] in [[Obertrum am See]]; † [[19. Oktober]] [[1948]] in [[St. Johann im Pongau]]). Gemeinsam hatten sie sechs Kinder: |
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| | * Richard Deutschmann (* [[5. Juli]] 1895 in Bosnisch Brod (Bezirksamt Dervent); † [[29. September]] [[1922]] in St. Johann im Pongau) war Zahntechniker in Feldkirchen in [[Kärnten]]. Sein Chef Dr. Lothar Koller stiftete den ''Richard Deutschmann-Gedächtniswanderpreis'', einen silbernen Ski, welcher in den folgenden Jahren für die Wintersportvereinigung St. Johann im Pongau und Feldkirchen offen stand. | | * Richard Deutschmann (* [[5. Juli]] 1895 in Bosnisch Brod (Bezirksamt Dervent); † [[29. September]] [[1922]] in St. Johann im Pongau) war Zahntechniker in Feldkirchen in [[Kärnten]]. Sein Chef Dr. Lothar Koller stiftete den ''Richard Deutschmann-Gedächtniswanderpreis'', einen silbernen Ski, welcher in den folgenden Jahren für die Wintersportvereinigung St. Johann im Pongau und Feldkirchen offen stand. |
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| − | * Anton Deutschmann (* [[5. Mai]] [[1897]] in [[Weitwörth (Nußdorf am Haunsberg)|Weitwörth]]) stürzte am 11. Juni 1948, als Mineur beim Bau des [[Tauernkraftwerke Kaprun|Tauernkraftwerkes]] am [[Wasserfallboden]] beschäftigt, auf den Weg zum [[Lärchwand-Schrägaufzug|Schrägaufzug]] unterhalb des Lagers Zeferet über die sogenannte [[Lärchenwand]] ([[Kaprun]]) tödlich ab.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=san&datum=19480615&seite=2&zoom=33&query=%22anton%2Bdeutschmann%2Bl%C3%A4rchenwand%22~50&ref=anno-search ANNO], [[Salzburger Nachrichten]], Ausgabe vom 15. Juni 1948, Seite 2</ref> Er war Sattler und Riemenmeister, Kanzleigehilfe und Mineur sowie zweimal verheiratet. | + | * Anton Deutschmann (* [[5. Mai]] [[1897]] in [[Weitwörth (Nußdorf am Haunsberg)|Weitwörth]]; † [[11. Juni]] [[1948]] in [[Kaprun]]) Er war Sattler und Riemenmeister, Kanzleigehilfe und Mineur sowie zweimal verheiratet. Als Mineur beim Bau des [[Tauernkraftwerke Kaprun|Tauernkraftwerkes]] am [[Wasserfallboden]] beschäftigt, stürzte auf dem Weg zum [[Lärchwand-Schrägaufzug|Schrägaufzug]] unterhalb des Lagers Zeferet über die sogenannte [[Lärchenwand]] (Kaprun) tödlich ab.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=san&datum=19480615&seite=2&zoom=33&query=%22anton%2Bdeutschmann%2Bl%C3%A4rchenwand%22~50&ref=anno-search ANNO], [[Salzburger Nachrichten]], Ausgabe vom 15. Juni 1948, Seite 2</ref> |
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| − | * Maria Josefa Aloisia (* [[11. September]] 1902 in [[Munderfing]] Nr. 95) war Beamtin beim [[Landesarbeitsamt Salzburg|Arbeitsamt Bischofshofen]].<ref>[http://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=1000728 www.archivinformationssystem.at]</ref> | + | * Maria Josefa Aloisia (* [[11. September]] 1902 in [[Munderfing]] Nr. 95, [[OÖ]].) war Beamtin beim [[Landesarbeitsamt Salzburg|Arbeitsamt Bischofshofen]].<ref>[http://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=1000728 www.archivinformationssystem.at]</ref> |
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| − | * Josepha Theresia Monica (* 7. Juni [[1905]] in Munderfing Nr. 95).<ref> Munderfing Taufen - Duplikate 1905 PfmF492 - 00113</ref> | + | * Josepha Theresia Monica (* [[7. Juni]] [[1905]] in Munderfing Nr. 95).<ref> Munderfing Taufen - Duplikate 1905 PfmF492 - 00113</ref> |
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| − | * Franz Deutschmann (* [[ 11. April]] [[1908]] in St. Johann im Pongau), war Krankenkassenbeamter in St. Johann im Pongau und war im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gefallen. Kirchlich getraut wurde Franz am [[25. November]] [[1936]] in [[München]]. Er war der Vater des Schauspielers [[Gerhard Deutschmann (Schauspieler)|Gerd Deutschmann]] (* [[24. Juli]] [[1935]] in [[München]]; † [[21. Dezember]] [[2011]] ebenda),<ref>Diese Information stammt aus einem längeren E-Mail von "H.D." an Admin. Peter</ref> welcher 1951 als einer der Filmpartner der zweifachen Skiweltmeisterin Dagmar Rom im Film „Nacht am Mont Blanc“ mitwirkte.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svz&datum=19501228&query=%22Deutschmann+St.+Johann%22~10&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Salzburger Volkszeitung, Ausgabe vom 28. Dezember 1950, Seite 5</ref> | + | * Franz Deutschmann (* [[ 11. April]] [[1908]] in St. Johann im Pongau; † im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gefallen) war Krankenkassenbeamter in St. Johann im Pongau. Kirchlich getraut wurde Franz am [[25. November]] [[1936]] in [[München]]. Er war der Vater des Schauspielers [[Gerhard Deutschmann (Schauspieler)|Gerd Deutschmann]] (* [[24. Juli]] [[1935]] in München; † [[21. Dezember]] [[2011]] ebenda),<ref>Diese Information stammt aus einem längeren E-Mail von "H.D." an Admin. Peter</ref> welcher [[1951]] als einer der Filmpartner der zweifachen Skiweltmeisterin Dagmar Rom im Film „Nacht am Mont Blanc“ mitwirkte.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svz&datum=19501228&query=%22Deutschmann+St.+Johann%22~10&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Salzburger Volkszeitung, Ausgabe vom 28. Dezember 1950, Seite 5</ref> |
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| − | Rupert Deutschmann war eventuell einige Jahre Privatier, was nicht mit Sicherheit aus Taufbuch entziffert werden kann.<ref>Munderfing Taufen - Duplikate 1902 PfmF492 - 00037 und Munderfing Taufen - Duplikate 1905 PfmF492 - 00113</ref> | + | Rupert Deutschmann war eventuell einige Jahre Privatier, was nicht mit Sicherheit aus dem Taufbuch entziffert werden kann.<ref>Munderfing Taufen - Duplikate 1902 PfmF492 - 00037 und Munderfing Taufen - Duplikate 1905 PfmF492 - 00113</ref> |
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| | [[1908]] verkaufte er um 9.000 [[Krone]]n sein Haus in Munderfing,<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwi&datum=19081010&seite=5&zoom=33 ANNO], Neue Warte am Inn, Ausgabe vom 10. Oktober 1908, Seite 5</ref> welches das Helminger-Haus Nr. 95, erbaut auf der Bauparzelle Nr. 36 im Ausmaße von 160 m² mit Gartenparzelle Nr. 916 im Ausmaße von 617 m², sein könnte.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwi&datum=19080718&query=%22oeutschmann%22&ref=anno-search&seite=11 ANNO], Neue Warte am Inn, Ausgabe vom [[18. Juli]] 1908, Seite 11</ref> | | [[1908]] verkaufte er um 9.000 [[Krone]]n sein Haus in Munderfing,<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwi&datum=19081010&seite=5&zoom=33 ANNO], Neue Warte am Inn, Ausgabe vom 10. Oktober 1908, Seite 5</ref> welches das Helminger-Haus Nr. 95, erbaut auf der Bauparzelle Nr. 36 im Ausmaße von 160 m² mit Gartenparzelle Nr. 916 im Ausmaße von 617 m², sein könnte.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwi&datum=19080718&query=%22oeutschmann%22&ref=anno-search&seite=11 ANNO], Neue Warte am Inn, Ausgabe vom [[18. Juli]] 1908, Seite 11</ref> |
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| − | 1909 stirbt in St. Johann im Pongau der im [[Innviertel]] bestbekannte Sattlermeister Anton Hörl von Munderfing. Derselbe wirkte 45 Jahre als Sattlermeister dortselbst und übersiedelte im Jahre 1905 zu seinem Schwiegersohn Rupert Deutschmann nach St. Johann im Pongau.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwi&datum=19090123&query=%22anton+h%c3%b6rl%22~10&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Neue Warte am Inn, Ausgabe vom [[23. Jänner]] [[1909]], Seite 5</ref> | + | [[1909]] starb in St. Johann im Pongau der im [[Innviertel]] bestbekannte Sattlermeister Anton Hörl von Munderfing. Derselbe wirkte 45 Jahre als Sattlermeister dort und übersiedelte im Jahre [[1905]] zu seinem Schwiegersohn Rupert Deutschmann nach St. Johann im Pongau.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwi&datum=19090123&query=%22anton+h%c3%b6rl%22~10&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Neue Warte am Inn, Ausgabe vom [[23. Jänner]] [[1909]], Seite 5</ref> |
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| − | [[1910]] wird Deutschmann in einen Artikel der Salzburger Wacht über die Milchpreiserhöhung als Krankenkassakassier, Ökonom und Berichterstatter der Salzburger Chronik, ein Mann, dessen Wohnung man gesehen haben muss, um sich ein Urteil bilden zu können, mit wem man es zu tun hat, angeprangert.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19100609&query=%22Deutschmann%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Salzburger Wacht, Ausgabe vom 9. Juni 1910, Seite 5</ref> | + | [[1910]] wurde Deutschmann in einen Artikel der "[[Salzburger Wacht]]" über die Milchpreiserhöhung als Krankenkassakassier, Ökonom und Berichterstatter der "[[Salzburger Chronik]]", ''ein Mann, dessen Wohnung man gesehen haben muss, um sich ein Urteil bilden zu können, mit wem man es zu tun hat'', angeprangert.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19100609&query=%22Deutschmann%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Salzburger Wacht, Ausgabe vom 9. Juni 1910, Seite 5</ref> |
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| | Rupert Deutschmann war auch Kuratoriumsmitglied der [[Elisabethinum Höhere Lehranstalt und Fachschule für wirtschaftliche Berufe|Koch- und Haushaltungsschule "Elisabethinum"]], St. Johann im Pongau. Deutschmanns Kuratoriumskollegen waren unter anderem [[Michael Neureiter (Priester)|Michael Neureiter]], [[Daniel Etter]], [[Peter Johann Mair]], [[Lothar Ritter von Pachmann]] und [[Hubert Spannring]].<ref>[http://digital.onb.ac.at/OnbViewer/viewer.faces?doc=ABO_%2BZ144478809 Salzburger Amtskalender] 1930</ref><ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19270713&query=%22Direktor+Spannring%22~10&ref=anno-search&seite=7 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 13. Juli 1927, Seite 7</ref> | | Rupert Deutschmann war auch Kuratoriumsmitglied der [[Elisabethinum Höhere Lehranstalt und Fachschule für wirtschaftliche Berufe|Koch- und Haushaltungsschule "Elisabethinum"]], St. Johann im Pongau. Deutschmanns Kuratoriumskollegen waren unter anderem [[Michael Neureiter (Priester)|Michael Neureiter]], [[Daniel Etter]], [[Peter Johann Mair]], [[Lothar Ritter von Pachmann]] und [[Hubert Spannring]].<ref>[http://digital.onb.ac.at/OnbViewer/viewer.faces?doc=ABO_%2BZ144478809 Salzburger Amtskalender] 1930</ref><ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19270713&query=%22Direktor+Spannring%22~10&ref=anno-search&seite=7 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 13. Juli 1927, Seite 7</ref> |
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| | Rupert Deutschmann erfüllte sich auch den Traum eines eigenen Landhauses. Das Landhaus „Deutschmann“ in St. Johann im Pongau wurde vom Architekten [[Fidelius Schmid]] geplant und auch wahrscheinlich gebaut.<ref> Volksblatt, [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19280418&seite=8&zoom=33 18. April 1928, Seite 8:] Landhaus „Deutschmann“</ref> Damals Markt Nr. 174, heute [[Mehrlgasse (St. Johann im Pongau)|Mehrlgasse]] 1. | | Rupert Deutschmann erfüllte sich auch den Traum eines eigenen Landhauses. Das Landhaus „Deutschmann“ in St. Johann im Pongau wurde vom Architekten [[Fidelius Schmid]] geplant und auch wahrscheinlich gebaut.<ref> Volksblatt, [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19280418&seite=8&zoom=33 18. April 1928, Seite 8:] Landhaus „Deutschmann“</ref> Damals Markt Nr. 174, heute [[Mehrlgasse (St. Johann im Pongau)|Mehrlgasse]] 1. |
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| − | [[Johannes Baptist Filzer|Weihbischof Dr. Filzer]] stattet am [[20. Mai]] 1933 noch seinem kranken Studienkollegen in Hall, Direktor Deutschmann, einen kurzen Besuch ab<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19330527&query=%22Direktor+Deutschmann%22~10&ref=anno-search&seite=7 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom [[27. Mai]] 1933, Seite 6-7</ref> | + | Weihbischof Dr. [[Johannes Baptist Filzer|Johannes Filzer]] stattete am [[20. Mai]] 1933 noch seinem kranken Studienkollegen Rupert Deutschmann in Hall in Tirol einen kurzen Besuch ab.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19330527&query=%22Direktor+Deutschmann%22~10&ref=anno-search&seite=7 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom [[27. Mai]] 1933, Seite 6-7</ref> |
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| | Rupert Deutschmann starb in der Nacht zum 8. Juni 1933 kurz vor Mitternacht in St. Johann im Pongau. Der [[katholischer Arbeiterverein|katholische Arbeiterverein]] mit Fahne nahm am Begräbnis teil. | | Rupert Deutschmann starb in der Nacht zum 8. Juni 1933 kurz vor Mitternacht in St. Johann im Pongau. Der [[katholischer Arbeiterverein|katholische Arbeiterverein]] mit Fahne nahm am Begräbnis teil. |