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'''Johann Baptist Hagenauer von Hagenau''' (* [[22. Juni]] [[1732]] in [[Straß (Ainring)|Straß]] bei [[Salzburghofen]] (Freilassing) im [[Rupertiwinkel]]; † [[10. September]] [[1810]] in [[Wien]]) war ein Salzburger Bildhauer und ein Sprössling der [[Hagenauer|Hagenauer-Dynastie]].
 
'''Johann Baptist Hagenauer von Hagenau''' (* [[22. Juni]] [[1732]] in [[Straß (Ainring)|Straß]] bei [[Salzburghofen]] (Freilassing) im [[Rupertiwinkel]]; † [[10. September]] [[1810]] in [[Wien]]) war ein Salzburger Bildhauer und ein Sprössling der [[Hagenauer|Hagenauer-Dynastie]].
[[File:Johann Baptist Hagenauer.png|thumb|Portrait des Johann Baptist v. Hagenauer, gemalt von seiner Gattin Rosa Barducci-Hagenauer]]
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[[File:Johann Baptist Hagenauer.png|thumb|Portrait des Johann Baptist von Hagenauer, gemalt von seiner Gattin Rosa Barducci-Hagenauer]]
    
== Leben und Wirken ==
 
== Leben und Wirken ==
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Vor seinem Italienaufenthalt hatte Johann Baptist ja viele Kleinplastiken im Stil des [[Rokoko]] hergestellt. Von Italien zurückgekommen wagte er sich nun an große Plastiken, die jedoch zunehmend klassizistisch wurden. Er arbeitete mit seinen Brüdern gleichzeitig an zwei seiner Hauptwerke in Salzburg, der bilhauerischen Gestaltung beider Seiten des [[Sigmundstor]]es ([[1767]]), sowie der ''Maria Immaculata'' am [[Domplatz]] ([[1766]]–[[1771]]).  
 
Vor seinem Italienaufenthalt hatte Johann Baptist ja viele Kleinplastiken im Stil des [[Rokoko]] hergestellt. Von Italien zurückgekommen wagte er sich nun an große Plastiken, die jedoch zunehmend klassizistisch wurden. Er arbeitete mit seinen Brüdern gleichzeitig an zwei seiner Hauptwerke in Salzburg, der bilhauerischen Gestaltung beider Seiten des [[Sigmundstor]]es ([[1767]]), sowie der ''Maria Immaculata'' am [[Domplatz]] ([[1766]]–[[1771]]).  
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Nach dem Tod seines Gönners Graf Schrattenbach und dem Bruch mit dessen Nachfolger [[Hieronymus Graf Colloredo]] verließ er Salzburg und arbeitete nun in München und Wien. Bereits [[1774]] wurde er Leiter der Bildhauerklasse der Wiener Akademie. 1767 hatte von Hagenauer 4 Stuckmodelle (Apollo, Diana, Bacchus und Ceres) aus Gips in Originalgröße für den Schlosspark Nymphenburg in München angefertigt und geliefert. Zwischen 1782 und 1785 wurden diese von Boos und Auliczek in Stein ausgeführt. 1775 schuf Hagenauer für die Gloriette (Schönbrunn) vier mächtige Trophäenstücke mit riesigen antikhaften Rüstungen aus Stein. Zwischen 1777 und 1779 fertigte er mehrere Skulpturen für den Schlosspark und einen Brunnen für den Ehrenhof in Schönbrunn an. [[1779]] übernahm Hagenauer die "Erzverschneiderklasse" an der Wiener Akademie und wurde Direktor der Graveurschule. Im Stephansdom befindet sich eine von ihm gearbeitete Büste Papst Pius' VI. aus dem Jahr 1783. [[1791]] gab Johann Baptist v. Hagenauer das Lehr-Werk für seine Studenten "Unterricht von der Proportion des Menschen" heraus, sowie 40 Hefte mit Ornamentstichen. Förderer von Johann Baptist und dessen Brüdern, den Architekten Wolfgang und Johann Georg von Hagenauer, war neben dem Erzbischof Graf Schrattenbach auch deren Onkel Johann Lorenz v. Hagenauer (ein wohlhabender Salzburger Kaufmann), sowie später auch dessen Sohn Abt Dominikus v. Hagenauer.
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Nach dem Tod seines Gönners Graf Schrattenbach und dem Bruch mit dessen Nachfolger [[Hieronymus Graf Colloredo]] verließ er Salzburg und arbeitete nun in München und Wien. Bereits [[1774]] wurde er Leiter der Bildhauerklasse der Wiener Akademie. 1767 hatte von Hagenauer 4 Stuckmodelle (Apollo, Diana, Bacchus und Ceres) aus Gips in Originalgröße für den Schlosspark Nymphenburg in München angefertigt und geliefert. Zwischen 1782 und 1785 wurden diese von Boos und Auliczek in Stein ausgeführt. 1775 schuf Hagenauer für die Gloriette (Schönbrunn) vier mächtige Trophäenstücke mit riesigen antikhaften Rüstungen aus Stein. Zwischen 1777 und 1779 fertigte er mehrere Skulpturen für den Schlosspark und einen Brunnen für den Ehrenhof in Schönbrunn an. [[1779]] übernahm Hagenauer die "Erzverschneiderklasse" an der Wiener Akademie und wurde Direktor der Graveurschule. Im Stephansdom befindet sich eine von ihm gearbeitete Büste Papst Pius' VI. aus dem Jahr 1783. [[1791]] gab Johann Baptist v. Hagenauer das Lehr-Werk für seine Studenten "Unterricht von der Proportion des Menschen" heraus, sowie 40 Hefte mit Ornamentstichen. Förderer von Johann Baptist und dessen Brüdern, den Architekten Wolfgang und Johann Georg von Hagenauer, war neben dem Erzbischof Graf Schrattenbach auch deren Onkel Johann Lorenz v. Hagenauer (ein wohlhabender Salzburger Kaufmann), sowie später auch dessen Sohn Abt Dominikus von Hagenauer.
    
Johann Baptist schuf zudem auch folgende Altäre:
 
Johann Baptist schuf zudem auch folgende Altäre:
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