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Die Europäische '''Lärche''' ist ein heimischer Nadelbaum und zählt auch zu den [[Bäume im Nationalpark Hohe Tauern]].
 
Die Europäische '''Lärche''' ist ein heimischer Nadelbaum und zählt auch zu den [[Bäume im Nationalpark Hohe Tauern]].
 
==Beschreibung==
 
==Beschreibung==
Die Lärche weist einen stumpfkegelartigen Wuchs auf und ihre Astspitzen sind nach oben gebogen. Ihre etwa 25 mm langen Nadeln sitzen in Büscheln auf den Trieben. Pro Büschel finden sich 15 bis 30 weiche, hellgrüne Nadeln. Sie weist tiefgehende und stark verzweigte Herzwurzeln auf. Im Freistand wird die Lärche nach 15 bis 20 Jahren mannbar, in alpinen Lagen und geschlossenem Bestand jedoch erst mit 30 bis 40 Jahren. Die Lärche  ist der einzige heimische Nadelbaum, der im Herbst seine Nadeln verliert und mit der vorhergehenden goldgelben Färbung Wanderer, Fotografen und Maler erfreut. Die Rinde ist am jungen Baum grau und glatt, später wird sie innen karminrot und außen graubraun. Sie wirkt schuppig und weist Längsrisse auf. Lärchenbäume können in der Regel eine Höhe von bis zu 45 m erreichen.
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Die Lärche weist einen stumpfkegelartigen Wuchs auf und ihre Astspitzen sind nach oben gebogen. Ihre etwa 25 mm langen Nadeln sitzen in Büscheln auf den Trieben. Pro Büschel finden sich 15 bis 30 weiche, hellgrüne Nadeln. Sie weist tiefgehende und stark verzweigte Herzwurzeln auf. Die Lärche  ist der einzige heimische Nadelbaum, der im Herbst seine Nadeln verliert und mit der vorhergehenden goldgelben Färbung Wanderer, Fotografen und Maler erfreut. Die Rinde ist am jungen Baum grau und glatt, später wird sie innen karminrot und außen graubraun. Sie wirkt schuppig und weist Längsrisse auf. Lärchenbäume können in der Regel eine Höhe von bis zu 45 m erreichen.
 
==Botanisches==
 
==Botanisches==
Die Blüten der Lärche erscheinen in den Monaten März bis Mai, sind einhäusig. Die Lärchenzapfen sind klein, eiförmig, aufgerichtet, anfangs hellbraun, später grau. Sie bleiben nach dem Samenausfall jahrelang am Baum. Die Keimlinge sind zart, bläulichgrün, ihre Erstlingsnadeln blaugrün. Sie stehen einzeln und ihr Stiel ist meist rot. Lärchen wachsen in den ersten Jahren sehr rasch, werden aber mit 20 bis 30 Jahren im Wuchs von Fichten eingeholt und auch überwachsen. Mit etwa 60 bis 150 Jahren erreicht sie eine Höhe von 20, 30 oder auch 40 Metern. Lärchen reinigen sich von ihren Ästen auch im Einzelstand bis hoch hinauf.  Lärchenbäume bedürfen freier Lagen und bewegter Luft, sie benötigen frische, lockere und kräftige Böden und sind gegen Hitze und Frost wenig empfindlich. Eine Lärche kann letztlich unter guten Bedingungen bis zu 600 bis 700 Jahre alt und über 50 m hoch werden.
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Im Freistand wird die Lärche nach 15 bis 20 Jahren mannbar, in alpinen Lagen und geschlossenem Bestand jedoch erst mit 30 bis 40 Jahren.Die Blüten der Lärche erscheinen in den Monaten März bis Mai, sind einhäusig. Die Lärchenzapfen sind klein, eiförmig, aufgerichtet, anfangs hellbraun, später grau. Sie bleiben nach dem Samenausfall jahrelang am Baum. Die Keimlinge sind zart, bläulichgrün, ihre Erstlingsnadeln blaugrün. Sie stehen einzeln und ihr Stiel ist meist rot. Lärchen wachsen in den ersten Jahren sehr rasch, werden aber mit 20 bis 30 Jahren im Wuchs von Fichten eingeholt und auch überwachsen. Mit etwa 60 bis 150 Jahren erreicht sie eine Höhe von 20, 30 oder auch 40 Metern. Lärchen reinigen sich von ihren Ästen auch im Einzelstand bis hoch hinauf.  Lärchenbäume bedürfen freier Lagen und bewegter Luft, sie benötigen frische, lockere und kräftige Böden und sind gegen Hitze und Frost wenig empfindlich. Eine Lärche kann letztlich unter guten Bedingungen bis zu 600 bis 700 Jahre alt und über 50 m hoch werden.
 
==Verbreitung in Österreich==
 
==Verbreitung in Österreich==
 
Lärchen sind Gebirgsbäume. Sie kommen in den Alpen bis in eine Höhe von 2400 Metern vor. Etwa 5,2 % der Hochwaldflächen Österreichs bestehen aus Lärchen. Reine Lärchenwälder kommen nur in Tirol vor, überall sonst wächst sie gemischt mit anderen Bäumen.  Osttirol und Kärnten weisen den höchsten Lärchenwaldanteil auf. Dort kommt sie bis zur Waldgrenze in einer Seehöhe von 2200 m.ü.A. vor.
 
Lärchen sind Gebirgsbäume. Sie kommen in den Alpen bis in eine Höhe von 2400 Metern vor. Etwa 5,2 % der Hochwaldflächen Österreichs bestehen aus Lärchen. Reine Lärchenwälder kommen nur in Tirol vor, überall sonst wächst sie gemischt mit anderen Bäumen.  Osttirol und Kärnten weisen den höchsten Lärchenwaldanteil auf. Dort kommt sie bis zur Waldgrenze in einer Seehöhe von 2200 m.ü.A. vor.
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