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Wolf Dietrich studierte in Pavia, Italien und Rom am ''Collegium Germanicum''. Bereits mit 28 Jahren wurde er zum Erzbischof gewählt, trat für die katholische Erneuerung ein, berief Kapuziner und Augustiner-Eremiten nach Salzburg und verbesserte das Schulwesen. Er war hoch gebildet, von scharfem Verstand, doch unberechenbar, sprunghaft und jähzornig.
 
Wolf Dietrich studierte in Pavia, Italien und Rom am ''Collegium Germanicum''. Bereits mit 28 Jahren wurde er zum Erzbischof gewählt, trat für die katholische Erneuerung ein, berief Kapuziner und Augustiner-Eremiten nach Salzburg und verbesserte das Schulwesen. Er war hoch gebildet, von scharfem Verstand, doch unberechenbar, sprunghaft und jähzornig.
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Er begann [[1588]] die Umgestaltung von Salzburg zur Barockstadt und erweiterte durch Abbruch von Bürgerhäusern die Fürstenstadt durch Anlage der großen Gebäude und Plätze rund um den [[Dom]]. Unter ihm wurde [[1595]] der Umbau der [[Alte Residenz|Residenz]] und um [[1606]] der Bau von [[Schloss Altenau]], von seinem Nachfolger in [[Schloss Mirabell]] umbenannt, in Angriff genommen. Das Schloss war der Wohnsitz für seine Lebensgefährtin [[Salome Alt]], die ihm 15 Kinder gebar.   
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Er begann [[1588]] die Umgestaltung von Salzburg zur Barockstadt und erweiterte durch Abbruch von Bürgerhäusern die Fürstenstadt durch Anlage der großen Gebäude und Plätze rund um den [[Dom]]. Während seiner Regierungszeit wurde [[1595]] der Umbau der [[Alte Residenz|Residenz]] und um [[1606]] der Bau von [[Schloss Altenau]], von seinem Nachfolger in [[Schloss Mirabell]] umbenannt, in Angriff genommen. Das Schloss war der Wohnsitz für seine Lebensgefährtin [[Salome Alt]], die ihm 15 Kinder gebar.   
    
Im Jahr [[1599]] verlegte er die [[Richtstätten|Hinrichtungsstätte]] der Stadt Salzburg von [[Schallmoos]] in den Süden der Stadt. Seither erinnern die [[Drei Kreuze in Schallmoos‎‎|drei Kreuze in Schallmoos]] an den Ort des letzten Gebetes der Delinquenten vor der Hinrichtung.‎‎
 
Im Jahr [[1599]] verlegte er die [[Richtstätten|Hinrichtungsstätte]] der Stadt Salzburg von [[Schallmoos]] in den Süden der Stadt. Seither erinnern die [[Drei Kreuze in Schallmoos‎‎|drei Kreuze in Schallmoos]] an den Ort des letzten Gebetes der Delinquenten vor der Hinrichtung.‎‎
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Nach dem Brand des Doms ([[1598]]) legte er [[1611]] den Grundstein für einen neuen Dombau nach Plänen des berühmtesten italienischen Architekten der damaligen Zeit, [[Vincenzo Scamozzi]]. Wolf Dietrich wollte eine Kirche wie den Petersdom in Salzburg errichten und ließ dazu Teile des Domklosters am [[Kapitelplatz]] abreißen und den Friedhof ([[Residenzplatz]]) in die Neustadt verlegen ([[Sebastiansfriedhof]]). Seine Gefangennahme verhinderte den Dombau, den erst sein Nachfolger Markus Sittikus von Hohenems nach völlig neuen Plänen begann.  
 
Nach dem Brand des Doms ([[1598]]) legte er [[1611]] den Grundstein für einen neuen Dombau nach Plänen des berühmtesten italienischen Architekten der damaligen Zeit, [[Vincenzo Scamozzi]]. Wolf Dietrich wollte eine Kirche wie den Petersdom in Salzburg errichten und ließ dazu Teile des Domklosters am [[Kapitelplatz]] abreißen und den Friedhof ([[Residenzplatz]]) in die Neustadt verlegen ([[Sebastiansfriedhof]]). Seine Gefangennahme verhinderte den Dombau, den erst sein Nachfolger Markus Sittikus von Hohenems nach völlig neuen Plänen begann.  
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Erst in jüngster Zeit fand der Salzburger Historiker [[Gerhard Ammerer]] heraus, dass Wolf Dietrich ein prunkvolles Hofleben führte, die Verwaltung vergrößerte, aber sie zu ökonomisieren versuchte, und als absoluter Herrscher regierte. Er rechercherierte in Besoldungslisten, die auf einen großen Hofstaat schließen lassen, wie er zu dieser Zeit im europäischen Bereich üblich war. Tanz- und Fechtmeister kamen aus Frankreich, Musiker und Sänger aus Italien. Die Livreen der Bediensteten entsprachen der neuesten Mode und wurde von Frankreich beeinflusst. Auch das Hofzeremoniell war streng geregelt. So war etwa festgelegt, wer wohin gehen durfte, wer sitzen durfte und auf welchem Polstermöbel.
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Erst in jüngster Zeit fanden der Salzburger Historiker [[Gerhard Ammerer]] und die Projektgruppe zur Erforschung der Salzburger Residenz heraus, dass Wolf Dietrich ein prunkvolles Hofleben führte, die Verwaltung vergrößerte, aber sie zu ökonomisieren versuchte, und als absoluter Herrscher regierte. Er rechercherierte in Besoldungslisten, die auf einen großen Hofstaat schließen lassen, wie er zu dieser Zeit im europäischen Bereich üblich war. Tanz- und Fechtmeister kamen aus Frankreich, Musiker und Sänger aus Italien. Die Livreen der Bediensteten entsprachen der neuesten Mode und wurde von Frankreich beeinflusst. Auch das Hofzeremoniell war streng geregelt. So war etwa festgelegt, wer wohin gehen durfte, wer sitzen durfte und auf welchem Polstermöbel.
    
Neuere Forschungen (2009) haben aber ergeben, dass er nicht mehr oder weniger Geld für Repräsentationen ausgab, als andere Fürsten der 89 geistlich-weltlichen Fürstentümer seinerzeit. Auch seine Umbaupläne für die Stadt Salzburg, der Abriss (mittelalterlicher) Häuser im Stadtkern (für den Domneubau) fielen nicht aus der Rolle im Vergleich zu den Vorgangsweisen anderen Fürst(erz)bischöfe von damals<ref>Quelle Beitrag Salzburg heute am 21. Februar 2009</ref>
 
Neuere Forschungen (2009) haben aber ergeben, dass er nicht mehr oder weniger Geld für Repräsentationen ausgab, als andere Fürsten der 89 geistlich-weltlichen Fürstentümer seinerzeit. Auch seine Umbaupläne für die Stadt Salzburg, der Abriss (mittelalterlicher) Häuser im Stadtkern (für den Domneubau) fielen nicht aus der Rolle im Vergleich zu den Vorgangsweisen anderen Fürst(erz)bischöfe von damals<ref>Quelle Beitrag Salzburg heute am 21. Februar 2009</ref>
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