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| | == Lokale Probleme in der Stadt Salzburg == | | == Lokale Probleme in der Stadt Salzburg == |
| − | Im [[Salzburger Stadtteil]] [[Riedenburg]] bereitete entlang von Teilen des [[Almkanal]]s die Population von Graugänsen um das Jahr [[2020]] Probleme. Angeblich sollten zwischen 400 und 500 Graugänse sich im Mai [[2021]] in der Gegend rund um den [[Leopoldskroner Weiher]] aufgehalten haben. Zählungen seitens der Ornithologin Mag. [[Christine Medicus|Christine]] und Dr. [[Reinhard Medicus]] ergaben aber im Frühjahr 2020 einhundert erwachsene Tiere und etwa 60 Jungtiere. Der Hiesenbauer, dem die stärker betroffene Wiese am Almkanal gehört, berichtete, dass die Graugänse Teile seiner Wiese abfressen. Die Exkremente bereiten dort ebenfalls große Probleme. | + | Im [[Salzburger Stadtteil]] [[Riedenburg]] bereitete entlang von Teilen des [[Almkanal]]s die Population von Graugänsen um das Jahr [[2020]] - für die Dauer von einigen Wochen im Frühjahr - Probleme. Angeblich sollten zwischen 400 und 500 Graugänse sich im Mai [[2021]] in der Gegend rund um den [[Leopoldskroner Weiher]] aufgehalten haben. Zählungen seitens der Ornithologin Mag. [[Christine Medicus|Christine]] und Dr. [[Reinhard Medicus]] ergaben aber im Frühjahr 2020 einhundert erwachsene Tiere und etwa 60 Jungtiere. Der Hiesenbauer, dem die stärker betroffene Wiese am Almkanal gehört, berichtete, dass die Graugänse Teile seiner Wiese abfressen. Die Exkremente bereiten dort ebenfalls Probleme. |
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| | Der Bezirksjägermeister der Stadt Salzburg [[Balthasar Bernegger]] erklärte gegenüber dem [[ORF Landesstudio Salzburg]], dass es 2020 am Leopoldskroner Weiher über 120 Jungtiere gegeben hätte. Die Population war in den letzten Jahren extrem gestiegen und war "... sogar explodiert.“ Tatsächlich blieb allerdings, wie die regelmäßigen Zählungen der Graugänse durch Mag. Christine Medicus belegen, der Graugansbestand in den letzten Jahren weitgehend konstant. | | Der Bezirksjägermeister der Stadt Salzburg [[Balthasar Bernegger]] erklärte gegenüber dem [[ORF Landesstudio Salzburg]], dass es 2020 am Leopoldskroner Weiher über 120 Jungtiere gegeben hätte. Die Population war in den letzten Jahren extrem gestiegen und war "... sogar explodiert.“ Tatsächlich blieb allerdings, wie die regelmäßigen Zählungen der Graugänse durch Mag. Christine Medicus belegen, der Graugansbestand in den letzten Jahren weitgehend konstant. |
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| − | Aber nicht nur in der [[Landwirtschaft]] des einen betroffenen Bauern führte das zu Problemen, teilweise waren auch die Rad- und Gehwege total verkotet und mussten von der Stadtgemeinde angeblich täglich gereinigt werden. Landesjägermeister [[Maximilian Mayr-Melnhof|Max Mayr-Melnhof]] berichtete von "Lösungsmodellen" wie das Einsammeln von Eier oder Umsiedeln von Jungtieren.<ref>[https://salzburg.orf.at/stories/3103808/ salzburg.orf.at], 14., ergänzt und berichtigt am 26. Mai 2021 </ref> (Eine tägliche Reinigung des Radweges fand hier allerdings nicht statt, sie war insgesamt auch nicht notwendig.) Das Einsammeln von Eiern und der Raub der Küken von den Elterntieren in der Brutzeit widersprechen allerdings der EU-Vogelschutzrichtlinie. Auch verlagern sich durch eine "Umsiedlung" lediglich vorhandene Probleme. Nicht zuletzt ist das vorgesehene Aussiedeln in ein Schutzgebiet von der Zustimmung des dortigen Grundeigentümers abhängig und ist nur mit naturschutzrechtlicher Bewilligung möglich. Solche Zustimmungen lagen im Frühjahr 2021 nicht vor und waren angesichts des räumlich sehr begrenzten Problems wohl nicht zu erwarten. Daher wurde vorgeschlagen, gemeinsam mit dem [[Städtisches Gartenamt Salzburg|Gartenamt]] der Stadt Wiesen und Wiesenstreifen am Leopoldskroner Weiher und am Almkanal im Eigentum der [[Stadtgemeinde Salzburg]] durch deutlich bessere Pflege als Weideland für Gänse attraktiv zu machen um die Gänse dorthin zu locken und damit die Schäden für den einen betroffenen Bauern im Thumegger Bezirk deutlich zu vermindern. | + | Aber nicht nur in der [[Landwirtschaft]] des einen betroffenen Bauern führte das zu Problemen, teilweise waren auch die Rad- und Gehwege "total" verkotet und mussten von der Stadtgemeinde angeblich täglich gereinigt werden. Landesjägermeister [[Maximilian Mayr-Melnhof|Max Mayr-Melnhof]] berichtete von "Lösungsmodellen" wie das Einsammeln von Eier oder Umsiedeln von Jungtieren.<ref>[https://salzburg.orf.at/stories/3103808/ salzburg.orf.at], 14., ergänzt und berichtigt am 26. Mai 2021 </ref> (Eine auch nur annähernd tägliche Reinigung des Radweges fand hier allerdings nicht statt, sie war insgesamt auch nicht notwendig.) Das Einsammeln von Eiern und der Raub der Küken von den Elterntieren in der Brutzeit widersprechen allerdings der EU-Vogelschutzrichtlinie. Auch verlagern sich durch eine "Umsiedlung" lediglich vorhandene Probleme. Nicht zuletzt ist das vorgesehene Aussiedeln in ein Schutzgebiet von der Zustimmung des dortigen Grundeigentümers abhängig und ist nur mit naturschutzrechtlicher Bewilligung möglich. Solche Zustimmungen lagen im Frühjahr 2021 nicht vor und waren angesichts des räumlich sehr begrenzten Problems wohl nicht zu erwarten. Daher wurde vorgeschlagen, gemeinsam mit dem [[Städtisches Gartenamt Salzburg|Gartenamt]] der Stadt Wiesen und Wiesenstreifen am Leopoldskroner Weiher und am Almkanal im Eigentum der [[Stadtgemeinde Salzburg]] durch deutlich bessere Pflege als Weideland für Gänse attraktiv zu machen um die Gänse dorthin zu locken und damit die Schäden für den einen betroffenen Bauern im Thumegger Bezirk deutlich zu vermindern. |
| | [[Datei:Beringte Graugans 2.jpg|thumb|Beringte Graugans im Wildpark Grünau im Almtal]] | | [[Datei:Beringte Graugans 2.jpg|thumb|Beringte Graugans im Wildpark Grünau im Almtal]] |
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