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| | Anfang der [[1970er]]-Jahre war der Bestand der Graugänse an einem Tiefpunkt angelangt, die europäische Gesamtpopulation umfasste damals nur mehr etwa 20.000 Tiere. Bis zum Jahr 2003 erholte sich der Bestand wieder, der gesamteuropäische Bestand wurde damals wieder auf etwa 250.000 Tiere geschätzt. Diese besiedeln dabei nicht nur ihre früheren Brutgebiete, sondern weiteten auch ihr Brutvogelareal vor allem in Deutschland, Österreich und den Niederlanden aus. | | Anfang der [[1970er]]-Jahre war der Bestand der Graugänse an einem Tiefpunkt angelangt, die europäische Gesamtpopulation umfasste damals nur mehr etwa 20.000 Tiere. Bis zum Jahr 2003 erholte sich der Bestand wieder, der gesamteuropäische Bestand wurde damals wieder auf etwa 250.000 Tiere geschätzt. Diese besiedeln dabei nicht nur ihre früheren Brutgebiete, sondern weiteten auch ihr Brutvogelareal vor allem in Deutschland, Österreich und den Niederlanden aus. |
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| − | == Probleme in der Stadt Salzburg == | + | == lokale Probleme in der Stadt Salzburg == |
| − | Im [[Salzburger Stadtteil]] [[Leopoldskron]] und entlang von Teilen des [[Almkanal]]s im Stadtgebiet bereitete die Population von Graugänsen um das Jahr [[2020]] Probleme. Zwischen 400 und 500 Graugänse sollen sich im Mai [[2021]] in der Gegend rund um den [[Leopoldskroner Weiher]] aufgehalten haben. Ein Landwirt, dem Wiesen in diesem Gebiet gehören, berichtete, dass die Graugänse stellenweise die Wiesen komplett abfressen und Berge an Exkrementen zurückließen, die den Rest des Grases unbrauchbar machen. | + | Im [[Salzburger Stadtteil]] [[Riedenburg]] bereitete entlang von Teilen des [[Almkanal]]s bereitete die Population von Graugänsen um das Jahr [[2020]] Probleme. Angeblich sollten zwischen 400 und 500 Graugänse sich im Mai [[2021]] in der Gegend rund um den [[Leopoldskroner Weiher]] aufgehalten haben. (Zählungen seitens der Ornithologin Mag Christine und Dr. Reinhard Medicus ergaben aber im Frühjahr 2020 100 erwachsene Tiere und etwa 60 Jungtiere.) Der Hiesenbauer, dem die stärker betroffene Wiese am Almkanal gehört, berichtete, dass die Graugänse Teile seiner Wiese abfressen. Die Exkremente bereiten dort ebenfalls große Probleme. |
| − | | + | Der Bezirksjägermeister der Stadt Salzburg [[Balthasar Bernegger]] erklärte gegenüber dem [[ORF Landesstudio Salzburg]], dass es 2020 in Leopoldskron über 120 Jungtiere gegeben hätte. Die Population war in den letzten Jahren extrem gestiegen und war "... sogar explodiert.“ (Tatsächlich blieb allerdings, wie die regelmäßigen Zählungen der Graugänse durch Mag. Christine Medicus belegen, der Graugansbestand in den letzten Jahren weitgehend konstant.) Aber nicht nur in der [[Landwirtschaft]] des einen betroffenen Bauern führte das zu Problemen, teilweise waren auch die Rad- und Gehwege total verkotet und mussten von der Stadtgemeinde angeblich täglich gereinigt werden. Landesjägermeister [[Maximilian Mayr-Melnhof|Max Mayr-Melnhof]] berichtete von "Lösungsmodellen" wie das Einsammeln von Eier oder Umsiedeln von Jungtieren.<ref>[https://salzburg.orf.at/stories/3103808/ salzburg.orf.at], 14., ergänzt und berichtigt am 26. Mai 2021 </ref> (Eine tägliche Reinigung des Radweges fand hier allerdings nicht statt, sie war insgesamt auch nicht notwendig.) Das Einsammeln von Eiern und der Raub der Küken von den Elterntieren in der Brutzeit widersprechen allerdings der EU-Vogelschutzrichtlinie. Auch verlagern sich durch eine "Umsiedlung" lediglich verhandene Probleme. Nicht zuletzt ist das vorgesehene Aussiedeln in ein Schutzgebiet von der Zustimmung des dortigen Grundeigentümers abhängig bzw. ist nur mit naturschutzrechtlicher Bewilligung möglich. Solche Zustimmungen liegen derzeit nicht vor und sind angesichts des räumlich sehr begrenzten Problemes wohl nicht zu erwarten) Daher wurde vorgeschlagen, gemeinsam mit dem Gartenamt der Stadt Wiesen und Wiesenstreifen am Leopoldskroner Weiher und am Almkanal im Eigentum der Stadt Salzburg durch deutlich bessere Pflege als Weideland für Gänse attraktiv zu machen um die Gänse dorthin zu locken und damit die Schäden für den einen betroffenen Bauern im Thumegger Bezirk deutlich zu vermindern. |
| − | Der Bezirksjägermeister der Stadt Salzburg [[Balthasar Bernegger]] erklärte gegenüber dem [[ORF Landesstudio Salzburg]], dass es 2020 in Leopoldskron über 120 Jungtiere gegeben hatte. Die Population war in den letzten Jahren extrem gestiegen und war "... sogar explodiert.“ Aber nicht nur in der [[Landwirtschaft]] führte das zu Problemen, teilweise waren auch die Rad- und Gehwege total verkotet und mussten von der Stadtgemeinde täglich gereinigt werden. Landesjägermeister [[Maximilian Mayr-Melnhof|Max Mayr-Melnhof]] berichtete von Lösungsmodellen wie das Einsammeln von Eier oder Umsiedeln von Jungtieren.<ref>[https://salzburg.orf.at/stories/3103808/ salzburg.orf.at], 14. Mai 2021</ref> | |
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| | [[Datei:Beringte Graugans 2.jpg|thumb|Beringte Graugans im Wildpark Grünau im Almtal]] | | [[Datei:Beringte Graugans 2.jpg|thumb|Beringte Graugans im Wildpark Grünau im Almtal]] |