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| | == Die Salzachseen == | | == Die Salzachseen == |
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| − | Die Salzachseen entstanden 1938 und in den folgenden Jahren durch Ausbaggerung des Salzachschotters im Norden Lieferings, um so die erhöhte Böschung der neu entstehenden Reichs-Autobahn (heute Westautobahn-A 1) zu bauen. Diese Autobahn wurde im Stadtgebiet Salzburg erst nach dem zweiten Weltkrieg zur Gänze fertiggestellt und erst um 1955 offiziell dem Verkehr übergeben. Zwischenzeitlich diente sie als Strecke für Motorsportveranstaltungen. | + | Die Salzachseen entstanden [[1938]] und in den folgenden Jahren durch Ausbaggerung des Salzachschotters im Norden Lieferings, um so die erhöhte Böschung der neu entstehenden Reichs-Autobahn (heute Westautobahn-A 1) zu bauen. Diese Autobahn wurde im Stadtgebiet Salzburg erst nach dem zweiten Weltkrieg zur Gänze fertiggestellt und erst um [[1955]] offiziell dem Verkehr übergeben. Zwischenzeitlich diente sie als Strecke für Motorsportveranstaltungen. |
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| | Später erfolgte ein Schotterabbau im Raum Salzachsee auch für Wohnbauzwecke. Salzachnahe erfolgte keine nachfolgende Auffüllung der ausgebaggerten Auflächen, sondern deren Rekultivierung als Erholungsraum. Auch das Umfeld des späteren "Badesees" wurde nicht ausgekoffert. | | Später erfolgte ein Schotterabbau im Raum Salzachsee auch für Wohnbauzwecke. Salzachnahe erfolgte keine nachfolgende Auffüllung der ausgebaggerten Auflächen, sondern deren Rekultivierung als Erholungsraum. Auch das Umfeld des späteren "Badesees" wurde nicht ausgekoffert. |
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| | == Die Salzachseedeponie == | | == Die Salzachseedeponie == |
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| − | Die Salzachseedeponie ist bis zu 8 m mächtig und ist von der Anlage her nicht als geordnete Mülldeponie zu bezeichnen. Vor allem unterblieb hier eine fachgerechte Abdeckung der Deponie etwa mit wasserundichtem Lehmmaterial. 1966 wurde diese Deponie in weiten Teilen geschlossen (kleinflächig aber noch bis etwa 1969 weiter betrieben) und mit der Rekultivierung der Müllflächen begonnen. Seit Schließung dieser Deponieflächen wird der Müll nach Siggerwiesen verbracht, wo - unter Beachtung der neuen umweltfachlichen Forderungen - der Müll in den dortigen modernen Umweltschutzanlagen Siggerwiesen weiterarbeitet wird. Längst wird hier nur mehr die Asche des verbrannten Restmülls abgelagert. | + | Die Salzachseedeponie ist bis zu acht Meter mächtig und ist von der Anlage her nicht als geordnete Mülldeponie zu bezeichnen. Vor allem unterblieb hier eine fachgerechte Abdeckung der Deponie etwa mit wasserundichtem Lehmmaterial. [[1966]] wurde diese Deponie in weiten Teilen geschlossen (kleinflächig aber noch bis etwa [[1969]] weiter betrieben) und mit der Rekultivierung der Müllflächen begonnen. Seit Schließung dieser Deponieflächen wird der Müll nach Siggerwiesen verbracht, wo - unter Beachtung der neuen umweltfachlichen Forderungen - der Müll in den dortigen modernen Umweltschutzanlagen Siggerwiesen weiterarbeitet wird. Längst wird hier nur mehr die Asche des verbrannten Restmülls abgelagert. |
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| − | Die erste große Mülldeponie der Stadt Salzburg war in der Zwischenkriegszeit salzachnah zuerst im Raum der heutigen Gewerbeschule nächst der Lehener Brücke und wurde danach in den Bereich der heute asphaltierten Flächen des Salzburger Ausstellungszentrums Messezentrum verlegt. Die Mülldeponie wanderte vor der sich erweiternden Stadt also immer weiter salzachabwärts. | + | Die erste große Mülldeponie der Stadt [[Salzburg]] war in der Zwischenkriegszeit salzachnah zuerst im Raum der heutigen Gewerbeschule nächst der Lehener Brücke und wurde danach in den Bereich der heute asphaltierten Flächen des Salzburger Ausstellungszentrums Messezentrum verlegt. Die Mülldeponie wanderte vor der sich erweiternden Stadt also immer weiter salzachabwärts. |
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| | Nach dem Zweiten Weltkrieg bis etwa 1969 wurde im Raum der einstigen Lieferinger und Bergheimer Au am linken Ufer der Salzach der Gewerbemüll und der Hausmüll in die tief ausgebaggerten Kiesgruben hinein abgelagert und verdichtet. Am Rande dieser Deponie entstand in den Nachkriegsjahren die Salzachsiedlung, die Jahrzehnte lang sehr unter dem Staub der Müllfahrzeuge und dem Gestank der Deponie zu leiden hatte und so nicht zu den Nobelsiedlungen der Stadt zählte. | | Nach dem Zweiten Weltkrieg bis etwa 1969 wurde im Raum der einstigen Lieferinger und Bergheimer Au am linken Ufer der Salzach der Gewerbemüll und der Hausmüll in die tief ausgebaggerten Kiesgruben hinein abgelagert und verdichtet. Am Rande dieser Deponie entstand in den Nachkriegsjahren die Salzachsiedlung, die Jahrzehnte lang sehr unter dem Staub der Müllfahrzeuge und dem Gestank der Deponie zu leiden hatte und so nicht zu den Nobelsiedlungen der Stadt zählte. |