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== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
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Zum Namen: Mülln wird erstmals [[790]] als „''ad molendina''“, bei den Mühlen, genannt. Mülln ist aus einem Mühlendorf hervorgegangen. Die Mühlen wurden zuerst mit dem Überwasser des Moores und später durch einen Arm des [[Almkanal]]s gespeist. Spätestens seit dem dem 12. Jahrhundert hat die Gegend und der Siedlungskern am Nordfuß des [[Mönchsberg]]es den Namen Mülln.
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Zum Namen: Mülln wird erstmals [[790]] als „''ad molendina''“, bei den Mühlen, genannt. Mülln ist aus einem Mühlendorf hervorgegangen. Die Mühlen wurden zuerst mit dem Überwasser des Moores und später durch einen Arm des [[Almkanal]]s gespeist. Spätestens seit dem dem [[12. Jahrhundert]] hat die Gegend und der Siedlungskern am Nordfuß des [[Mönchsberg]]es den Namen Mülln.
 
Mülln ist die wohl älteste Vorstadt der historischen Stadt Salzburg.  
 
Mülln ist die wohl älteste Vorstadt der historischen Stadt Salzburg.  
 
   
 
   
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Das '''Mutterhaus''' der Barmherzigen Schwestern wurde [[1862]]/[[1863|63]] erbaut, die zugehörige Kirche [[1885]]. Die Figur des Heiligen Michael (vor [[1720]] geschaffen) im Garten des Mutterhauses aufgestellt, zierte einst den Michaelsbrunnen am "Michaelplatz", dem heutigen [[Mozartplatz]]. Die Statue des Heiligen Nepomuk wurde von Josef Anton Pfaffinger geschaffen und stand ursprünglich am altstadtseitigen Portal der Stadtbrücke (heute [[Staatsbrücke]]).  
 
Das '''Mutterhaus''' der Barmherzigen Schwestern wurde [[1862]]/[[1863|63]] erbaut, die zugehörige Kirche [[1885]]. Die Figur des Heiligen Michael (vor [[1720]] geschaffen) im Garten des Mutterhauses aufgestellt, zierte einst den Michaelsbrunnen am "Michaelplatz", dem heutigen [[Mozartplatz]]. Die Statue des Heiligen Nepomuk wurde von Josef Anton Pfaffinger geschaffen und stand ursprünglich am altstadtseitigen Portal der Stadtbrücke (heute [[Staatsbrücke]]).  
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Die '''Müllner Hauptstraße''' hat ihren mittelalterlichen Vorstadtcharakter weitgehend bewahrt. Bemerkenswert ist die Gabelung zum [[Bärengässchen]] dem dortigen Gasthof, der im Kern aus dem 15. – 16. Jahrhundert stammt. Auch das Gasthaus "Krimpelstätter" (Nr. 31) ist als "Weißes Schwanenwirtshaus" ein im Kern mittelalterlicher Bau. Die Häuser Nr. 11 und 13 sind Handwerkshäuser des 17. Jahrhunderts. Nr. 14 und Nr. 17 besitzen je ein spätgotisches Portal.  
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Die '''Müllner Hauptstraße''' hat ihren mittelalterlichen Vorstadtcharakter weitgehend bewahrt. Bemerkenswert ist die Gabelung zum [[Bärengässchen]] dem dortigen Gasthof, der im Kern aus dem [[15. Jahrhundert|15.]] [[16. Jahrhundert]] stammt. Auch das [[Gasthaus Krimpelstätter|Gasthaus "Krimpelstätter"]] (Nr. 31) ist als "Weißes Schwanenwirtshaus" ein im Kern mittelalterlicher Bau. Die Häuser Nr. 11 und 13 sind Handwerkshäuser des [[17. Jahrhundert]]s. Nr. 14 und Nr. 17 besitzen je ein spätgotisches Portal.  
    
Die '''Klausenkaserne''': Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf Thun]] erbaute [[1695]] - [[1697]] hier ein Militärkrankenhaus. Während die Hohe Salzburger Landschaft sicht für die Liegenschaft kümmerte, wurde die medizinischen Versorgung und die Verpflegung aus Mittel des jeweiligen Soldes der Soldaten bestritten. In den napoleonischen Kriegen wurde neben dem Klausenspital in Anbetracht der vielen Verwundeten [[1809]] auch das Theatinerkloster als Truppenspital verwendet. Seit [[1813]] wurde das Klausenspital dann zu einer Kaserne umgewandelt. Seit dem 1. Weltkrieg wird das Gebäude vor dem Klausentor nicht mehr als Kaserne genutzt. Trotzdem wird es bis heute vielfach unter diesem Namen bekannt.  
 
Die '''Klausenkaserne''': Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf Thun]] erbaute [[1695]] - [[1697]] hier ein Militärkrankenhaus. Während die Hohe Salzburger Landschaft sicht für die Liegenschaft kümmerte, wurde die medizinischen Versorgung und die Verpflegung aus Mittel des jeweiligen Soldes der Soldaten bestritten. In den napoleonischen Kriegen wurde neben dem Klausenspital in Anbetracht der vielen Verwundeten [[1809]] auch das Theatinerkloster als Truppenspital verwendet. Seit [[1813]] wurde das Klausenspital dann zu einer Kaserne umgewandelt. Seit dem 1. Weltkrieg wird das Gebäude vor dem Klausentor nicht mehr als Kaserne genutzt. Trotzdem wird es bis heute vielfach unter diesem Namen bekannt.  
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Dieser Siedlungraum liegt außerhalb des historischen Ortskernes und nächst der Chirurgie West der Landeskrankenanstalten und der Aiglhofstraße und der Augustinergasse.
 
Dieser Siedlungraum liegt außerhalb des historischen Ortskernes und nächst der Chirurgie West der Landeskrankenanstalten und der Aiglhofstraße und der Augustinergasse.
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Die''' Müllner Volksschule''': Die Ursprünge der Schule dürften bereits in die früher Neuzeit zurückreichen und in der damaligen Klosterschule Mülln zu finden sein, neben der sich schon bald vermutlich eine Stadtschule entwickelte. Markus Sittikus erließ jedenfalls bereits [[1613]] eine Schulordnung, in der unter den „bestätigten deutschen Schulen“ auch Mülln erwähnt ist. In diesen Schulen wurden neben dem Trivium (Lesen, Rechnen, Schreiben) religiöse Inhalte vermittelt. [[1632]] muss der Prior von Mülln ermahnt werden, die Kinderlehre, die damals in der unruhigen Zeit des Dreißigjährigen Krieges 11 Jahre nicht abgehalten worden war, fortan alle Sonntage wieder durchzuführen. Neben der Schule in Mülln bestand in diesem Vorstadtraum noch eine Soldatenschule im Johannisschlössl am Mönchsberg. [[1812]] wurde die Schule Mülln zweiklassig und [[1871]] dreiklassig. [[1871]] wurde auch der Turnunterricht eingeführt. Das heutige Schulgebäude wurde [[1897]] eingeweiht. Es war nach Plänen der Stadtgemeinde Salzburg errichtet worden.  
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Die''' Müllner Volksschule''': Die Ursprünge der Schule dürften bereits in die früher Neuzeit zurückreichen und in der damaligen Klosterschule Mülln zu finden sein, neben der sich schon bald vermutlich eine Stadtschule entwickelte. Markus Sittikus erließ jedenfalls bereits [[1613]] eine Schulordnung, in der unter den „bestätigten deutschen Schulen“ auch Mülln erwähnt ist. In diesen Schulen wurden neben dem Trivium (Lesen, Rechnen, Schreiben) religiöse Inhalte vermittelt. [[1632]] muss der Prior von Mülln ermahnt werden, die 11 Jahre nicht abgehalten worden war, fortan alle Sonntage wieder durchzuführen. Neben der Schule in Mülln bestand in diesem Vorstadtraum noch eine Soldatenschule im Johannisschlössl am [[Mönchsberg]]. [[1812]] wurde die Schule Mülln zweiklassig und [[1871]] dreiklassig. [[1871]] wurde auch der Turnunterricht eingeführt. Das heutige Schulgebäude wurde [[1897]] eingeweiht. Es war nach Plänen der Stadtgemeinde Salzburg errichtet worden.  
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Der '''Aiglhof''': Erstmals taucht der alte Hof im 14. Jahrhundert auf, als die Herrn von [[Kuchl]] das Lehen [[1377]] samt den umgebenden Gründen an Paul Köllerer (Köllrer) verkauften. Paul Köllerer seinerseits schenkt den Hof seiner Tochter anlässlich deren Vermählung mit Georg Aigl, der einer alten Salzburger Patrizierfamilie entstammt. [[1511]] erwarb Pachaimer der damalige Hofkanzler den Hof, der im Zuge der [[Vor und nach den Bauernkriegen (Überblick)|Bauernkriege]] im Jahr [[1525]] schwer beschädigt wurde. [[1588]] kaufte die bekannte Familie Thenn diesen Hof und [[1592]] Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]]. [[1596]] übernimmt dessen Münzmeister [[Christoph Geizkofler]] den Besitz, im Jahr [[1600]] dann der Domprobst [[Michael von Wolkenstein]]. Seit [[1604]] steht der Hof bis heute ständig im Eigentum des [[Erzstift St. Peter|Stiftes St. Peter]]. [[1796]] - [[1799]] ließ dabei Abt [[Dominikus Haugenauer]] den Aiglhof erneuern und erweitern. Er ließ dabei auch die dortige Schlosskapelle mit dem Altarblatt von Martin Johann Schmidt (Kremser Schmidt) erbauen, welches die Begegnung Christi mit dem ungläubigen Thomas darstellt.
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Der '''Aiglhof''': Erstmals taucht der alte Hof im [[14. Jahrhundert]] auf, als die Herrn von [[Kuchl]] das Lehen [[1377]] samt den umgebenden Gründen an Paul Köllerer (Köllrer) verkauften. Paul Köllerer seinerseits schenkt den Hof seiner Tochter anlässlich deren Vermählung mit Georg Aigl, der einer alten Salzburger Patrizierfamilie entstammt. [[1511]] erwarb Pachaimer der damalige Hofkanzler den Hof, der im Zuge der [[Vor und nach den Bauernkriegen (Überblick)|Bauernkriege]] im Jahr [[1525]] schwer beschädigt wurde. [[1588]] kaufte die bekannte Familie Thenn diesen Hof und [[1592]] Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]]. [[1596]] übernimmt dessen Münzmeister [[Christoph Geizkofler]] den Besitz, im Jahr [[1600]] dann der Domprobst [[Michael von Wolkenstein]]. Seit [[1604]] steht der Hof bis heute ständig im Eigentum des [[Erzstift St. Peter|Stiftes St. Peter]]. [[1796]] - [[1799]] ließ dabei Abt [[Dominikus Haugenauer]] den Aiglhof erneuern und erweitern. Er ließ dabei auch die dortige Schlosskapelle mit dem Altarblatt von Martin Johann Schmidt (Kremser Schmidt) erbauen, welches die Begegnung Christi mit dem ungläubigen Thomas darstellt.
    
== Der Spitalsbezirk St. Johanns ==
 
== Der Spitalsbezirk St. Johanns ==

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