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Es waren in der Folge zwei Tagbaue in Betrieb, die an den höchstgelegenen Ausbissen errichtet wurden. Fortschreitend wurde nun von oben nach unten abgebaut. Der westliche Tagbau wies eine Ausdehnung von 50 Metern und eine Höhe von zwölf bis 15 Metern auf, der östliche Tagbau hatte eine Länge von 20 Metern und eine Höhe von acht Metern.
 
Es waren in der Folge zwei Tagbaue in Betrieb, die an den höchstgelegenen Ausbissen errichtet wurden. Fortschreitend wurde nun von oben nach unten abgebaut. Der westliche Tagbau wies eine Ausdehnung von 50 Metern und eine Höhe von zwölf bis 15 Metern auf, der östliche Tagbau hatte eine Länge von 20 Metern und eine Höhe von acht Metern.
 
   
 
   
Die Belegschaft bestand [[1942]] aus zwei Arbeitspartien mit je zwei Sprenghauern und zwölf österreichischen und deutschen Arbeitern, sowie aus 13 oder 14 Kriegsgefangenen – meist Russen, die als Steinschläger, Füller und Förderer eingesetzt wurden. [[1944]] bestand die Belegschaft aus vier Angestellten, einer Köchin, 14 österreichischen und deutschen Arbeitern und 33 bis 35 Kriegsgefangenen, meist Russen und Franzosen. Die Fördermenge betrug damals  im Sommerhalbjahr täglich 80 bis 90, im Winter 60 bis 70 Tonnen Rohmagnesit. Bei einer zehnstündigen Schicht belief sich die Abbaumenge pro Mann auf fünf Tonnen. Die Versorgung mit elektrischer Energie erfolgte über eine zwölf Kilometer lange 5000-Volt-Leitung von Saalfelden aus. Auf der Inschlagalpe war ein 100-KVA-Trafo stationiert. Als bauliche Anlagen existierten eine Betriebsküche, eine Schmiede, ein Werkzeugmagazin und eine Kanzlei- und Mannschaftsbaracke für 16 Mann, wobei die Kriegsgefangenen in einer gesonderten Baracke, von zwei Wächtern bewacht, untergebracht waren. Die schon erwähnte Seilschwebebahn wurde mit einem Siemens-Schuckert-Drehstrommotor mit 24 PS betrieben. [[1943]] wurde sie komplett saniert und die Transportleistung erhöht. Mit dem Ende des [[Zweiten Weltkrieg]] wurde das Unternehmen stillgelegt. Die Kriegsgefangenen verließen am [[4. Mai]] [[1945]] das Bergbaugelände. Zurück blieben sechs Arbeiter mit deutscher Nationalität.  
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Die Belegschaft bestand [[1942]] aus zwei Arbeitspartien mit je zwei Sprenghauern und zwölf österreichischen und deutschen Arbeitern, sowie aus 13 oder 14 Kriegsgefangenen – meist Russen, die als Steinschläger, Füller und Förderer eingesetzt wurden. [[1944]] bestand die Belegschaft aus vier Angestellten, einer Köchin, 14 österreichischen und deutschen Arbeitern und 33 bis 35 Kriegsgefangenen, meist Russen und Franzosen. Die Fördermenge betrug damals  im Sommerhalbjahr täglich 80 bis 90, im Winter 60 bis 70 Tonnen Rohmagnesit. Bei einer zehnstündigen Schicht belief sich die Abbaumenge pro Mann auf fünf Tonnen. Die Versorgung mit elektrischer Energie erfolgte über eine zwölf Kilometer lange 5000-Volt-Leitung von [[Saalfelden]] aus. Auf der Inschlagalpe war ein 100-KVA-Trafo stationiert. Als bauliche Anlagen existierten eine Betriebsküche, eine Schmiede, ein Werkzeugmagazin und eine Kanzlei- und Mannschaftsbaracke für 16 Mann, wobei die Kriegsgefangenen in einer gesonderten Baracke, von zwei Wächtern bewacht, untergebracht waren. Die schon erwähnte Seilschwebebahn wurde mit einem Siemens-Schuckert-Drehstrommotor mit 24 PS betrieben. [[1943]] wurde sie komplett saniert und die Transportleistung erhöht. Mit dem Ende des [[Zweiten Weltkrieg]] wurde das Unternehmen stillgelegt. Die Kriegsgefangenen verließen am [[4. Mai]] [[1945]] das Bergbaugelände. Zurück blieben sechs Arbeiter mit deutscher Nationalität.
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=====Betriebsperiode 1945 bis 1970=====
 
=====Betriebsperiode 1945 bis 1970=====
 
Von 1945 bis 1947 wurden lediglich Instandsetzungsarbeiten – vor allem an der Seilschwebebahn -  durchgeführt. Im Mai [[1947]] konnte der Betrieb mit 16 Arbeitern wieder aufgenommen werden, nachdem ein Liefervertrag mit der Österreichisch-Amerikanischen Magnesit AG in Radenthein in Kärnten über zunächst 500 Tonnen und später 1000 Tonnen Rohmagnesit pro Monat abgeschlossen worden war. Es folgten Rationalisierungsmaßnahmen und die Erhöhung der Förderleistung. [[1950]] wurden monatlich 1000 Tonnen gefördert, für die fünf Hauer, neun Füller, vier Förderer, sieben Seilbahnbedienstete, drei Brecher und Schmiede, eine Köchin und eine Aufsichtsperson tätig waren. In den 50er-Jahren und in der ersten Hälfte der 60er-Jahre war die Absatzsituation für Magnesitprodukte aufgrund der Hochkonjuktur auf dem Stahlsektor sehr günstig. Allerdings stiegen auch die Qualitätsanforderungen bei Rohmagnesit, insbesondere was den Eisengehalt betrifft. Für den Bergbaubetrieb auf der Inschlagalm eine schwierige Situation, da der dortige Eisengehalt bei 6 % lag und die Obergrenze an Eisengehalt für den Rohmagnesit ebenfalls bei 6 % fest gelegt wurde. Um die entsprechende Durchschnittsqualität zu erhalten mussten mehrere Ansatzstellen für die Gewinnung angelegt werden. Die Belegschaft war schon in den vergangenen Jahren reduziert worden. Das Werk auf der Inschlagalm wurde [[1968]] dem Werk Hochfilzen in Tirol angeschlossen.  
 
Von 1945 bis 1947 wurden lediglich Instandsetzungsarbeiten – vor allem an der Seilschwebebahn -  durchgeführt. Im Mai [[1947]] konnte der Betrieb mit 16 Arbeitern wieder aufgenommen werden, nachdem ein Liefervertrag mit der Österreichisch-Amerikanischen Magnesit AG in Radenthein in Kärnten über zunächst 500 Tonnen und später 1000 Tonnen Rohmagnesit pro Monat abgeschlossen worden war. Es folgten Rationalisierungsmaßnahmen und die Erhöhung der Förderleistung. [[1950]] wurden monatlich 1000 Tonnen gefördert, für die fünf Hauer, neun Füller, vier Förderer, sieben Seilbahnbedienstete, drei Brecher und Schmiede, eine Köchin und eine Aufsichtsperson tätig waren. In den 50er-Jahren und in der ersten Hälfte der 60er-Jahre war die Absatzsituation für Magnesitprodukte aufgrund der Hochkonjuktur auf dem Stahlsektor sehr günstig. Allerdings stiegen auch die Qualitätsanforderungen bei Rohmagnesit, insbesondere was den Eisengehalt betrifft. Für den Bergbaubetrieb auf der Inschlagalm eine schwierige Situation, da der dortige Eisengehalt bei 6 % lag und die Obergrenze an Eisengehalt für den Rohmagnesit ebenfalls bei 6 % fest gelegt wurde. Um die entsprechende Durchschnittsqualität zu erhalten mussten mehrere Ansatzstellen für die Gewinnung angelegt werden. Die Belegschaft war schon in den vergangenen Jahren reduziert worden. Das Werk auf der Inschlagalm wurde [[1968]] dem Werk Hochfilzen in Tirol angeschlossen.  
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