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Die Rohmagnesitvererzung auf der Inschlagalpe ist an Dolomitabfolgen der sog. „Südfazies“ gebunden. In der Lagerstätte tritt der Rohmagnesit als typisch grobspätiger Magnesit, auch „Spatmagnesit“ oder „Pinolitmagnesit“ genannt, auf.  Der Eisengehalt beträgt zwischen 2,12 und 5,07 Gewichts-Prozent. Die häufig zu beobachtende Braunfärbung der Rohmagnesite infolge Limonitbildung durch Verwitterung ist auf diesen Eisengehalt zurück zu führen. Dieser Eisengehalt nimmt auf der Inschlagalpe mit der Teufe zu und war letztlich einer der wichtigsten Gründe für die Aufgabe dieses Abbaues.
 
Die Rohmagnesitvererzung auf der Inschlagalpe ist an Dolomitabfolgen der sog. „Südfazies“ gebunden. In der Lagerstätte tritt der Rohmagnesit als typisch grobspätiger Magnesit, auch „Spatmagnesit“ oder „Pinolitmagnesit“ genannt, auf.  Der Eisengehalt beträgt zwischen 2,12 und 5,07 Gewichts-Prozent. Die häufig zu beobachtende Braunfärbung der Rohmagnesite infolge Limonitbildung durch Verwitterung ist auf diesen Eisengehalt zurück zu führen. Dieser Eisengehalt nimmt auf der Inschlagalpe mit der Teufe zu und war letztlich einer der wichtigsten Gründe für die Aufgabe dieses Abbaues.
 
   
 
   
Eine Seltenheit bilden die flachrhomboedrischen, bis 1,5 cm großen und teilweise durchsichtigen Magnesitkristalle, die in Hohlräumen „eines dolomitfreien grobspätigen nahezu reinweißen Magnesits der Inschlagalpe“ vorkommen. Eine weitere Seltenheit sind die ebenfalls vorkommenden  pseudokubischen Kristalle. In Randbereichen des Rohmagnesitvorkommens auf der Inschlagalpe treten Konzentrationen an Strontium auf. Dort finden sich [[Minerale]] wie Strontianit, Cölestin und Aragonit
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Eine Seltenheit bilden die flachrhomboedrischen, bis 1,5 cm großen und teilweise durchsichtigen Magnesitkristalle, die in Hohlräumen „eines dolomitfreien grobspätigen nahezu reinweißen Magnesits der Inschlagalpe“ vorkommen. Eine weitere Seltenheit sind die ebenfalls vorkommenden  pseudokubischen Kristalle. In Randbereichen des Rohmagnesitvorkommens auf der Inschlagalpe treten Konzentrationen an Strontium auf. Dort finden sich [[Mineralien]] wie Strontianit, Cölestin und Aragonit
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=====Abbaurechte, Bergrechte, Betriebsorganisation, Beginn des Bergbaus=====
 
=====Abbaurechte, Bergrechte, Betriebsorganisation, Beginn des Bergbaus=====
 
Die Abbaurechte auf der Inschlagalpe sicherte sich das Bergbauunternehmen Ing. Adolf Reitsch und Josef Weilguny aus [[Mühlbach im Pinzgau]]. Stille Teilhaber waren Ing. Alfons Mauser und Ing. Karl Krieger aus der [[Stadt Salzburg]]. Es wurde 50-Jahres-Pachtverträge mit den Grundbesitzern abgeschlossen und die magnesithöffigen Bereiche durch Freischürfe bergrechtlich gesichert. Eine Expertise aus den Jahren [[1924]] und [[1925]] sah die Errichtung diverser bergbaulicher Anlagen wie ein  Magnesitwerk samt Brennöfen und Ziegelei, sowie Wasserkraftanlagen zur Energieversorgung vor. Es folgten personelle Veränderungen bei den Bergrechten und Geschäftsanteilen. [[1936]] verpachtete man die Abbaurechte an Hans Brabec und nun wurde von der Salzburger Montangesellschaft Brabec&Co.KG auf der Inschlagalpe mit dem Rohmagnesitbergbau begonnen.
 
Die Abbaurechte auf der Inschlagalpe sicherte sich das Bergbauunternehmen Ing. Adolf Reitsch und Josef Weilguny aus [[Mühlbach im Pinzgau]]. Stille Teilhaber waren Ing. Alfons Mauser und Ing. Karl Krieger aus der [[Stadt Salzburg]]. Es wurde 50-Jahres-Pachtverträge mit den Grundbesitzern abgeschlossen und die magnesithöffigen Bereiche durch Freischürfe bergrechtlich gesichert. Eine Expertise aus den Jahren [[1924]] und [[1925]] sah die Errichtung diverser bergbaulicher Anlagen wie ein  Magnesitwerk samt Brennöfen und Ziegelei, sowie Wasserkraftanlagen zur Energieversorgung vor. Es folgten personelle Veränderungen bei den Bergrechten und Geschäftsanteilen. [[1936]] verpachtete man die Abbaurechte an Hans Brabec und nun wurde von der Salzburger Montangesellschaft Brabec&Co.KG auf der Inschlagalpe mit dem Rohmagnesitbergbau begonnen.
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