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Die Firma Jordan aus Villach in [[Kärnten]] errichtete eine 5,4 km lange Seilschwebebahn, die 400 Höhenmeter überwinden musste. Sie verfügte über eine Verlade-, Zwischen- und Entladestation samt Schleppbahngeleisen am Bahnhof Leogang. Auf der Inschlagalpe wurde zur selben Zeit eine Betriebsbaracke samt Mannschaftsunterkunft erbaut. Im Nahbereich der Verladestation entstand eine Schmiede- und Werkzeughütte.
 
Die Firma Jordan aus Villach in [[Kärnten]] errichtete eine 5,4 km lange Seilschwebebahn, die 400 Höhenmeter überwinden musste. Sie verfügte über eine Verlade-, Zwischen- und Entladestation samt Schleppbahngeleisen am Bahnhof Leogang. Auf der Inschlagalpe wurde zur selben Zeit eine Betriebsbaracke samt Mannschaftsunterkunft erbaut. Im Nahbereich der Verladestation entstand eine Schmiede- und Werkzeughütte.
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=====1939 bis 1945====
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Vor [[1938]] stand der Rohmagnesitbergbau knapp vor dem Konkurs. Durch die Veränderung der politischen Verhältnisse wurden die bisher geltenden Pachtverhältnisse gelöst und von Josef Weilguny übernommen. Der Textilfabrikant Emil Chmel aus Aachen fungierte als stiller Teilhaber. Durch den erhöhten Bedarf der kriegsbedingten Rüstungsindustrie erlangten ab 1938 auch kleinere Rohmagnesitvorkommen wie das auf der Inschlagalpe große Bedeutung.  
 
Vor [[1938]] stand der Rohmagnesitbergbau knapp vor dem Konkurs. Durch die Veränderung der politischen Verhältnisse wurden die bisher geltenden Pachtverhältnisse gelöst und von Josef Weilguny übernommen. Der Textilfabrikant Emil Chmel aus Aachen fungierte als stiller Teilhaber. Durch den erhöhten Bedarf der kriegsbedingten Rüstungsindustrie erlangten ab 1938 auch kleinere Rohmagnesitvorkommen wie das auf der Inschlagalpe große Bedeutung.  
 
   
 
   
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Die Tagbaue wurden abgesichert, die Zugänge zu den Grubengebäuden verschlossen, die Betriebsgebäude ober Tag weitgehend abgetragen, die elektrischen Anlagen und die Seilbahnanlage demontiert, und das Betriebsgelände aufgeräumt. Das Mannschaftsgebäude wurde erhalten und zur Nutzung durch Private frei gegeben. Ende August [[1972]] waren die im Einstellungsplan Leogang vorgesehenen Maßnahmen abgeschlossen und die verbliebenen Belegschaftsmitglieder kamen in den werkseigenen Betrieben in [[Hochfilzen]] und in Tux im [[Zillertal]] in [[Tirol]] unter.
 
Die Tagbaue wurden abgesichert, die Zugänge zu den Grubengebäuden verschlossen, die Betriebsgebäude ober Tag weitgehend abgetragen, die elektrischen Anlagen und die Seilbahnanlage demontiert, und das Betriebsgelände aufgeräumt. Das Mannschaftsgebäude wurde erhalten und zur Nutzung durch Private frei gegeben. Ende August [[1972]] waren die im Einstellungsplan Leogang vorgesehenen Maßnahmen abgeschlossen und die verbliebenen Belegschaftsmitglieder kamen in den werkseigenen Betrieben in [[Hochfilzen]] und in Tux im [[Zillertal]] in [[Tirol]] unter.
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==Gegenwart==
 
==Gegenwart==
 
Das Bergbaurevier Inschlagalpe weist heute mehrere große, bereits verfallene Tagbaue, verbrochene oder zugemauerte Stollenmundlöcher, teils größere Bergbauhalden und Reste ehemaliger obertägiger Betriebsanlagen auf. Die ehemalige Betriebsbaracke wird heute unter der Bezeichnung [[Jägermeisteralm]] als Almgebäude genutzt.
 
Das Bergbaurevier Inschlagalpe weist heute mehrere große, bereits verfallene Tagbaue, verbrochene oder zugemauerte Stollenmundlöcher, teils größere Bergbauhalden und Reste ehemaliger obertägiger Betriebsanlagen auf. Die ehemalige Betriebsbaracke wird heute unter der Bezeichnung [[Jägermeisteralm]] als Almgebäude genutzt.
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