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Schlussendlich geriet er in US-Amerikanische Kriegsgefangenschaft und verübte am [[25. Mai]] [[1945]] in einem Lazarett für Kriegsgefangene in Markt Pongau ([[St. Johann im Pongau]]) Suizid. Wie, warum und wann er eine Grabstätte auf dem Friedhof in [[Lend]] erhalten hat, ist noch nicht völlig geklärt. Mangels Information über seine Rolle und seine Greueltaten in der Zeit des Nationalsozialismus war seine Grabstätte bis vor kurzer Zeit niemandem ein Stein des Anstoßes.
 
Schlussendlich geriet er in US-Amerikanische Kriegsgefangenschaft und verübte am [[25. Mai]] [[1945]] in einem Lazarett für Kriegsgefangene in Markt Pongau ([[St. Johann im Pongau]]) Suizid. Wie, warum und wann er eine Grabstätte auf dem Friedhof in [[Lend]] erhalten hat, ist noch nicht völlig geklärt. Mangels Information über seine Rolle und seine Greueltaten in der Zeit des Nationalsozialismus war seine Grabstätte bis vor kurzer Zeit niemandem ein Stein des Anstoßes.
 
   
 
   
Dass sich das plötzlich geändert hat, wurde durch eine Initiative der politischen Partei „Die Linke“ im Deutschen Bundestag ausgelöst. Diese hatte den Antrag gestellt, die "öffentlich finanzierte Grabpflege für KZ-Kommandanten und andere NS-Verbrecher" zu beenden. Im Zuge der dafür notwendigen Recherche wurde auch das vom [[Schwarzes Kreuz|Schwarzen Kreuz]] betreute Grab des NS-Verbrechers Bodmann aus der bisherigen „Anonymität“ gehoben. Die Grabstelle sorgt seither auch in Lend für Unruhe, zumal sein Grab in der Reihe der Kriegergräber zumindest zeitweise als einziges geschmückt wurde. (Der Grabschmuck könnte allerdings - zumindest theoretisch - auch dem ebenfalls in dieser Grabstelle beerdigten Oberwachtmeister gelten.)  
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Dass sich das plötzlich geändert hat, wurde durch eine Initiative der politischen Partei „Die Linke“ im Deutschen Bundestag ausgelöst. Diese hatte den Antrag gestellt, die "öffentlich finanzierte Grabpflege für KZ-Kommandanten und andere NS-Verbrecher" zu beenden. Im Zuge der dafür notwendigen Recherche wurde auch das vom [[Schwarzes Kreuz Salzburg|Schwarzen Kreuz]] betreute Grab des NS-Verbrechers Bodmann aus der bisherigen „Anonymität“ gehoben. Die Grabstelle sorgt seither auch in Lend für Unruhe, zumal sein Grab in der Reihe der Kriegergräber zumindest zeitweise als einziges geschmückt wurde. (Der Grabschmuck könnte allerdings - zumindest theoretisch - auch dem ebenfalls in dieser Grabstelle beerdigten Oberwachtmeister gelten.)  
    
Die Historiker [[Rudolf Leo]] und [[Michael Mooslechner]] plädieren für eine Erläuterungstafel vor Ort. Der Historiker [[Robert Obermaier]], Vorsitzender des Vereines [[Alpine Peace Crossing]], kann sich eine künstlerische Überbauung des Grabes mit Plexiglas vorstellen. Auf dem Glas könnten dann die NS-Gräuel und Bodmanns Beteiligung erläutert werden. Tatsache ist, dass für jede Veränderung an der Grabstelle das Innenministerium seine Zustimmung geben müsste.
 
Die Historiker [[Rudolf Leo]] und [[Michael Mooslechner]] plädieren für eine Erläuterungstafel vor Ort. Der Historiker [[Robert Obermaier]], Vorsitzender des Vereines [[Alpine Peace Crossing]], kann sich eine künstlerische Überbauung des Grabes mit Plexiglas vorstellen. Auf dem Glas könnten dann die NS-Gräuel und Bodmanns Beteiligung erläutert werden. Tatsache ist, dass für jede Veränderung an der Grabstelle das Innenministerium seine Zustimmung geben müsste.
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