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Bodmann war studierter Mediziner (Promotion 1934) und seine ärztlichen Tätigkeiten und Einsatzorte während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] lesen sich wie eine Auflistung von historischen Greuelorten ersten Ranges.
 
Bodmann war studierter Mediziner (Promotion 1934) und seine ärztlichen Tätigkeiten und Einsatzorte während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] lesen sich wie eine Auflistung von historischen Greuelorten ersten Ranges.
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Bodmann war im Juli 1941 Lagerarzt im Konzentrations- und Vernichtungslager Majdanek (Lublin, Polen), im Juni 1942 hatte er die Funktion des Standortarzt im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Er war der Erfinder der Ermordung von Häftlingen mittels intrakardialer Phenol-Injektion. Im Herbst 1942 war Bodmann Standortarzt im Lagerkomplex Neuengamme (Nordwest-Deutschland). Hier ermordete er sowjetische Kriegsgefangene mit Zyklon B. Anschließend war sein Einsatzort das Lager Natzweiler-Struthof (im von Deutschland besetzten französischen Elsass). Er war weiters Chefarzt im Konzentrationslager Vavaira in [[Estland]] und wurde der zuständige Arzt für alle estländischen Konzentrationslager. Ab Mitte September 1944 war Bodmann bei der Amtsgruppe D im SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt (SS-WVHA), die für der Inspektion der Konzentrationslager zuständig war, tätig. Ein Monat später wechselte er zum Hauptamt Volksdeutsche Mittelstelle. Seine letzte Beschäftigung als SS-Arzt war die eines Truppenarztes bei der 5. SS-Panzer-Division „Wiking“.  
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Bodmann war im Juli 1941 Lagerarzt im Konzentrations- und Vernichtungslager Majdanek (Lublin, Polen), im Juni 1942 hatte er die Funktion des Standortarztes im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Er war der Erfinder der Ermordung von Häftlingen mittels intrakardialer Phenol-Injektion. Im Herbst 1942 war Bodmann Standortarzt im Lagerkomplex Neuengamme (Nordwest-Deutschland). Hier ermordete er sowjetische Kriegsgefangene mit Zyklon B. Anschließend war sein Einsatzort das Lager Natzweiler-Struthof (im von Deutschland besetzten französischen Elsass). Er war weiters Chefarzt im Konzentrationslager Vavaira in [[Estland]] und wurde der zuständige Arzt für alle estländischen Konzentrationslager. Ab Mitte September 1944 war Bodmann bei der Amtsgruppe D im SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt (SS-WVHA), die für der Inspektion der Konzentrationslager zuständig war, tätig. Ein Monat später wechselte er zum Hauptamt Volksdeutsche Mittelstelle. Seine letzte Beschäftigung als SS-Arzt war die eines Truppenarztes bei der 5. SS-Panzer-Division „Wiking“.  
    
Schlussendlich geriet er in US-Amerikanische Kriegsgefangenschaft und verübte am [[25. Mai]] [[1945]] in einem Lazarett für Kriegsgefangene in Markt Pongau ([[St. Johann im Pongau]]) Suizid. Wie, warum und wann er eine Grabstätte auf dem Friedhof in [[Lend]] erhalten hat, ist noch nicht völlig geklärt. Mangels Information über seine Rolle und seine Greueltaten in der Zeit des Nationalsozialismus war seine Grabstätte bis vor kurzer Zeit niemandem ein Stein des Anstoßes.
 
Schlussendlich geriet er in US-Amerikanische Kriegsgefangenschaft und verübte am [[25. Mai]] [[1945]] in einem Lazarett für Kriegsgefangene in Markt Pongau ([[St. Johann im Pongau]]) Suizid. Wie, warum und wann er eine Grabstätte auf dem Friedhof in [[Lend]] erhalten hat, ist noch nicht völlig geklärt. Mangels Information über seine Rolle und seine Greueltaten in der Zeit des Nationalsozialismus war seine Grabstätte bis vor kurzer Zeit niemandem ein Stein des Anstoßes.
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