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| − | Friedrich August Prinzinger entstammte einer ursprünglich [[Württemberg|württemberg]]ischen, dann vorübergehend in Bayern ansässigen Juristenfamilie. Er maturierte in der Stadt Salzburg, studierte von [[1831]] bis [[1835]] an der Universität Wien Jus, war dann bis [[1837]] Rechtspraktikant in Salzburg, wo er bis [[1839]] an einer Anwaltskanzlei beschäftigt war, und promovierte [[1839]] an der Universität Innsbruck. Zunächst am Salzburger Fiskalamt angestellt, kam er [[1841]] zur Kammerprokuratur in Linz. [[1846]] wurde er Advokat in St. Pölten, [[1848]] Auditor<ref>Militärrichter.</ref> der Nationalgarde. | + | Friedrich August Prinzinger entstammte einer ursprünglich [[württemberg]]ischen, dann vorübergehend in [[Bayern]] ansässigen Juristenfamilie. Er maturierte in der Stadt Salzburg, studierte von [[1831]] bis [[1835]] an der Universität [[Wien]] Jus, war dann bis [[1837]] Rechtspraktikant in Salzburg, wo er bis [[1839]] an einer Anwaltskanzlei beschäftigt war, und promovierte [[1839]] an der Universität Innsbruck. Zunächst am Salzburger Fiskalamt angestellt, kam er [[1841]] zur Kammerprokuratur in Linz. [[1846]] wurde er Advokat in St. Pölten, 1848 Auditor<ref>Militärrichter.</ref> der Nationalgarde. |
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| − | Vom [[16. Dezember]] [[1848]] bis zum [[31. März]] [[1849]] war er für St. Pölten ([[Niederöstereich]]) Abgeordneter zum Frankfurter „Paulskirchen“-Parlament. Nach dem Scheitern der Revolution kehrte er 1849 enttäuscht zurück und war von 1849 bis 1880 Advokat in Salzburg. Von [[1858]] bis [[1862]] war er Mitglied des [[Salzburger Gemeinderat]]es und Mitglied des Verwaltunghsrates der [[Salzburger Sparkasse]]. Am [[18. Februar]] [[1867]] wurde er [[Landtagsabgeordneter|Abgeordneter]] zum [[Salzburger Landtag]], legte sein Landtagsmandat aber bereits am [[27. März]] [[1869]] zurück. Seit 1846 war er Mitglied der [[Salzburger Rechtsanwaltskammer|Salzburger Advokatenkammer]], von [[1870]] bis [[1880]] als deren Vorstand. | + | Vom [[16. Dezember]] [[1848]] bis zum [[31. März]] [[1849]] war er für St. Pölten ([[Niederöstereich]]) Abgeordneter zum Frankfurter „Paulskirchen“-Parlament. Nach dem Scheitern der Revolution kehrte er 1849 enttäuscht zurück und war von 1849 bis [[1880]] Advokat in Salzburg. |
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| | + | Von [[1858]] bis [[1862]] war er Mitglied des [[Salzburger Gemeinderat]]es und Mitglied des Verwaltungsrates der [[Salzburger Sparkasse]]. Am [[18. Februar]] [[1867]] wurde er [[Landtagsabgeordneter|Abgeordneter]] zum [[Salzburger Landtag]], legte sein Landtagsmandat aber bereits am [[27. März]] [[1869]] zurück. Seit 1846 war er Mitglied der [[Salzburger Rechtsanwaltskammer|Salzburger Advokatenkammer]], von [[1870]] bis [[1880]] als deren Vorstand. |
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| | Prinzinger, der bereits 1851 die Gründung eines historischen Vereins in Salzburg angeregt hatte, war [[1858]] einer der Gründer der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], [[1861]] bis 1874 Vorstand-Stellvertreter und von [[1874]] bis 1884 Vorstand der Gesellschaft ([[1884]] deren Ehrenmitglied). | | Prinzinger, der bereits 1851 die Gründung eines historischen Vereins in Salzburg angeregt hatte, war [[1858]] einer der Gründer der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], [[1861]] bis 1874 Vorstand-Stellvertreter und von [[1874]] bis 1884 Vorstand der Gesellschaft ([[1884]] deren Ehrenmitglied). |
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| − | Fragwürdig bleibt Prinzingers wissenschaftliches Werk. Als begeisterter Nationalliberaler setzte er sich mit ganzer Kraft für die Theorie ein, dass die Baiern und nicht die [[Kelten]] die Urbevölkerung der Alpen gewesen seien. | + | Fragwürdig bleibt Prinzingers wissenschaftliches Werk. Als begeisterter Nationalliberaler setzte er sich mit ganzer Kraft für die Theorie ein, dass die [[Bajuwaren|Baiern]] und nicht die [[Kelten]] die Urbevölkerung der [[Alpen]] gewesen seien. |
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| | == Familie == | | == Familie == |