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==== Diverse Korrespondenz ====
 
==== Diverse Korrespondenz ====
Correspondenz-Karte 31.7.1896 in St.Pölten, Bahnhof, abgestempelt, von Franz Spängler (Nr.18) an seine Frau: Liebe Fanni! [jetzt schreibt er „Fanni“, früher eher „Fanny“] Nach einem prächtigen Bade in der hiesigen Schwimmschule sitzen wir beim Mittagessen in der Ernst’schen Wirtstube. Herzliche Grüße an dich und die Kinder u. alle Bekannten dein Franz. [und:] Holzapfel, Kaufmann, I.Prey, Karl Rappl, Heindl, Jünger, Winterperger [Kremser Gesangverein]
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Correspondenz-Karte 31. 7. 1896 in St.Pölten, Bahnhof, abgestempelt, von Franz Spängler (Nr. 18) an seine Frau: Liebe Fanni! [jetzt schreibt er „Fanni“, früher eher „Fanny“] Nach einem prächtigen Bade in der hiesigen Schwimmschule sitzen wir beim Mittagessen in der Ernst’schen Wirtstube. Herzliche Grüße an dich und die Kinder u. alle Bekannten dein Franz. [und:] Holzapfel, Kaufmann, I. Prey, Karl Rappl, Heindl, Jünger, Winterperger [Kremser Gesangverein]
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dito 1.8. [1896] aus Ried [gestempelt im Zug Simbach-Wels] an Franz Spängler... Oberer des Kremser Gesangvereines, Sängerfest Stuttgart, Sängerfestplatz: Lieber Freund! ...Heil Krems. Dr.Spängler... die entrüsteten Wetterhexen Elsa, Annerl, alte Anna. [unbekannt]
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dito 1. 8. [1896] aus Ried [gestempelt im Zug Simbach-Wels] an Franz Spängler... Oberer des Kremser Gesangvereines, Sängerfest Stuttgart, Sängerfestplatz: Lieber Freund! ...Heil Krems. Dr. Spängler... die entrüsteten Wetterhexen Elsa, Annerl, alte Anna. [unbekannt]
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dito 2.8. [1896] aus Krems nach Heidelberg, postlagernd: Lieber Mann! Tausend Grüße von mir und den Kindern! Es ist Alles in gewohnter Ordnung. Da es gestern fast den ganzen Tag regnete, hat Franzl seine Aufgabe schon fertig geschrieben. Franzi und ich sind heftig beim Schneidern. Schreibe mir nur bald und berichte, wie alles ist. Ich freue mich schon so sehr, bis du uns erzählen wirst. Morgen hoffe ich bestimmt auf Nachricht von dir, heute kam keine Karte. Seid Ihr recht ermüdet angekommen? Den Zins [Miete]] erlegte ich heute. Hier ist das Wetter kühl und veränderlich. Gestern war hier ein mindestens 3stündiges Gewitter, während in Wien laut Zeitung ganz schreckliches Umwetter war. Vergiß nicht deine Alte.
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Karten-Brief 1. 8. [1896] aus Krems nach Stuttgart..., 11 ½ Uhr Vorm.:<br /> ''Liebster Mann! Ich und die Kinder sind sehr erfreut über deine Karte aus St.Pölten. Ich bin jederzeit glücklich, von dir zu hören. Bei uns ist alles so ziemlich in Ordnung. Ich habe solche Freude, dich in angenehmer Gesellschaft auf so schöner Reise zu wißen. Hoffentlich seid Ihr gut angekommen. – Die Gänge sind besorgt; heute war ich um 11 Uhr in der Stadt, das Gehalt zu beheben, doch wird Herr Höfner mir das Geld bringen, da Herfahrt nicht da war. Hast du deinem Bruder wegen der 100 fn [Gulden] geschrieben? Morgen schreibe ich nach Heidelberg. Für die kleine Helene Bruthner habe ich 5 f [Gulden] in die Postkasse gelegt. Lebe wol. Alle grüßen dich und deine Begleiter. Sei geküßt von deiner alten Fanni.''
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Karten-Brief 1.8. [1896] aus Krems nach Stuttgart..., 11 ½ Uhr Vorm.: Liebster Mann! Ich und die Kinder sind sehr erfreut über deine Karte aus St.Pölten. Ich bin jederzeit glücklich, von dir zu hören. Bei uns ist alles so ziemlich in Ordnung. Ich habe solche Freude, dich in angenehmer Gesellschaft auf so schöner Reise zu wißen. Hoffentlich seid Ihr gut angekommen. – Die Gänge sind besorgt; heute war ich um 11 Uhr in der Stadt, das Gehalt zu beheben, doch wird Herr Höfner mir das Geld bringen, da Herfahrt nicht da war. Hast du deinem Bruder wegen der 100 fn [Gulden] geschrieben? Morgen schreibe ich nach Heidelberg. Für die kleine Helene Bruthner habe ich 5 f [Gulden] in die Postkasse gelegt. Lebe wol. Alle grüßen dich und deine Begleiter. Sei geküßt von deiner alten Fanni.
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dito 2. 8. [1896] aus Krems nach Heidelberg, postlagernd:<br /> ''Lieber Mann! Tausend Grüße von mir und den Kindern! Es ist Alles in gewohnter Ordnung. Da es gestern fast den ganzen Tag regnete, hat Franzl seine Aufgabe schon fertig geschrieben. Franzi und ich sind heftig beim Schneidern. Schreibe mir nur bald und berichte, wie alles ist. Ich freue mich schon so sehr, bis du uns erzählen wirst. Morgen hoffe ich bestimmt auf Nachricht von dir, heute kam keine Karte. Seid Ihr recht ermüdet angekommen? Den Zins [Miete]] erlegte ich heute. Hier ist das Wetter kühl und veränderlich. Gestern war hier ein mindestens 3stündiges Gewitter, während in Wien laut Zeitung ganz schreckliches Umwetter war. Vergiß nicht deine Alte.''
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dito 4.8. [1896] nach Coblenz postlagernd, Nachmittag 3 Uhr: Liebster Mann! Mit großer Freude empfangen wir deine Karten; die weißt, wie sehr ich jede Nachricht von dir ersehne. Drum sei dir tausendmal gedankt. Hoffentlich hast du noch in Stuttgart meinen Kartenbrief vom 1.8. erhalten und heute meine Karte in Heidelberg. Wir sind Gott sei dank Alle wol; ereignet hat sich nichst Besonderes, außer daß gestern Frau Rosa Papier uns besuchte. Sie brachte Grüße von Fräulein Cedek und läßt dich schön grüßen. Von Otto ist noch kein Geld angekommen. Heute schrieb Frau Schrems, daß wir die gewohnten Zimmer haben können. Wir haben noch viel zu nähen. Franzi beginnt glaube ich, heute mit ihrer Prüfungsarbeit. Die Kinder umarmen dich, sie sind so ziemlich verträglich brav. – Wir grüßen auch deine Reisegefährten. Bleibe nur recht gesund und behalte lieb deine Alte. – #Schrems, vgl. [Sterbebildchen, Partezettel] für Engelbert Schrems, bürgerl. Brauereibesitzer, geb. 1827, gest. 16.6.1892 in Salzburg.
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dito 4. 8. [1896] nach Coblenz postlagernd, Nachmittag 3 Uhr:<br /> ''Liebster Mann! Mit großer Freude empfangen wir deine Karten; die weißt, wie sehr ich jede Nachricht von dir ersehne. Drum sei dir tausendmal gedankt. Hoffentlich hast du noch in Stuttgart meinen Kartenbrief vom 1. 8. erhalten und heute meine Karte in Heidelberg. Wir sind Gott sei dank Alle wol; ereignet hat sich nichst Besonderes, außer daß gestern Frau Rosa Papier uns besuchte. Sie brachte Grüße von Fräulein Cedek und läßt dich schön grüßen. Von Otto ist noch kein Geld angekommen. Heute schrieb Frau Schrems, daß wir die gewohnten Zimmer haben können. Wir haben noch viel zu nähen. Franzi beginnt glaube ich, heute mit ihrer Prüfungsarbeit. Die Kinder umarmen dich, sie sind so ziemlich verträglich brav. – Wir grüßen auch deine Reisegefährten. Bleibe nur recht gesund und behalte lieb deine Alte.'' – #Schrems, vgl. [Sterbebildchen, Partezettel] für Engelbert Schrems, bürgerl. Brauereibesitzer, geb. 1827, gest. 16. 6. 1892 in Salzburg.
 
   
 
   
Korrespondenz-Karte 5.8. [1896], 10 ½ Uhr Nachts, Stempel vom 6.8. aus Krems nach Straßburg, postlagernd: Lieber Mann! Zwar nicht mit edlem Schaumwein, aber deswegen nicht minder herzlich, bringen wir ein Hoch auf die Kremser Rundrei Freunde aus. Fröhliche Fahrt und frohes Wiedersehen. Fr.Sp. [Franzi], Otto, Rosa Nittel [wohl das Dienstmädchen! falls es noch dieselbe „Rosa“ ist], Toni, samt geplagter Schülerin, Hansl [Hansimutti, geb. 16.5.1882, also 14 Jahre alt], Franzl, [in der Ecke] Rosl.
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Korrespondenz-Karte 5. 8. [1896], 10 ½ Uhr Nachts, Stempel vom 6. 8. aus Krems nach Straßburg, postlagernd:<br /> ''Lieber Mann! Zwar nicht mit edlem Schaumwein, aber deswegen nicht minder herzlich, bringen wir ein Hoch auf die Kremser Rundrei Freunde aus. Fröhliche Fahrt und frohes Wiedersehen. Fr. Sp. [Franzi], Otto, Rosa Nittel [wohl das Dienstmädchen, falls es noch dieselbe „Rosa“ ist], Toni, samt geplagter Schülerin, Hansl [Hansimutti, geb. 16. 5. 1882, also 14 Jahre alt], Franzl, [in der Ecke] Rosl.''
    
==== Fanni Spängler an Franz Spängler ====  
 
==== Fanni Spängler an Franz Spängler ====