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Post gegen Gebühr wurde seit dem 16. Jahrhundert befördert; das Porto zahlte in der Regel der Empfänger. Eine neuere Phase der Postgeschichte in Österreich beginnt mit dem Bestreben der Habsburger „ein eigenständiges „Landespostwesen“ einzuführen;<ref>Vgl. Wikipedia.de „Österreichische Postgeschichte bis 1806“ [Zugriff: März 2021]</ref> Orts- und Tagesstempel gab es seit 1787, mit der Portoentrichtung durch den Absender wurden seit 1817 Briefkästen aufgestellt, die erste offizielle Briefmarke gab es 1840.<ref>Vgl. Wikipedia.de „Österreichische Post“ und „Briefmarke“ [Zugriff: März 2021]</ref> Die „Reichspost“ unter der Leitung der Thurn und Taxis spielte eine große Rolle bis 1806, als Privatunternehmen bis 1867.<ref>Vgl. Wikipedia.de „Thurn-und-Taxis-Post“ [Zugriff: März 2021]</ref> Ende des 18. Jahrhunderts erlaubten die Wirtschaftsbeziehungen Salzburgs mit z. B. Triest „eine eigenständige Briefpostverbindung“, die jedoch im Konflikt mit Thurn und Taxis 1787 wieder eingestellt wurde.<ref>Vgl. Wikipedia.de „Erzstift Salzburg“, mit Literaturhinweis [Zugriff: März 2021]</ref>  
 
Post gegen Gebühr wurde seit dem 16. Jahrhundert befördert; das Porto zahlte in der Regel der Empfänger. Eine neuere Phase der Postgeschichte in Österreich beginnt mit dem Bestreben der Habsburger „ein eigenständiges „Landespostwesen“ einzuführen;<ref>Vgl. Wikipedia.de „Österreichische Postgeschichte bis 1806“ [Zugriff: März 2021]</ref> Orts- und Tagesstempel gab es seit 1787, mit der Portoentrichtung durch den Absender wurden seit 1817 Briefkästen aufgestellt, die erste offizielle Briefmarke gab es 1840.<ref>Vgl. Wikipedia.de „Österreichische Post“ und „Briefmarke“ [Zugriff: März 2021]</ref> Die „Reichspost“ unter der Leitung der Thurn und Taxis spielte eine große Rolle bis 1806, als Privatunternehmen bis 1867.<ref>Vgl. Wikipedia.de „Thurn-und-Taxis-Post“ [Zugriff: März 2021]</ref> Ende des 18. Jahrhunderts erlaubten die Wirtschaftsbeziehungen Salzburgs mit z. B. Triest „eine eigenständige Briefpostverbindung“, die jedoch im Konflikt mit Thurn und Taxis 1787 wieder eingestellt wurde.<ref>Vgl. Wikipedia.de „Erzstift Salzburg“, mit Literaturhinweis [Zugriff: März 2021]</ref>  
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„Freimarken“ für Österreich gab es ab 1850. [[Bad Ischl]] war eine bedeutende Poststelle; auf der [[Postalm]] erholten sie die Pferde im Sommer. Lokale Bezeichnungen wie „Gasthaus zur Post“ in [[Hof bei Salzburg]], „Hotel Alte Post“ in [[Faistenau]] und „Gasthof Post“ in [[St. Martin bei Lofer]] erinnern an dieses Wegenetz, das heute keine Rolle mehr spielt. Genauere Daten für das Postwesen und die Briefbeförderung in Salzburg fehlen jedoch noch. Die folgende Übersicht gibt erste Hinweise auf einen begrenzten Bestand. In dieser älteren Briefsammlung fehlen allerdings in der Regel die Umschläge, die vielleicht nähere Auskunft geben könnten. In manchen Fällen wurden Briefe vielleicht gesammelt befördert (vgl. Einzelbrief mit gebrochenen Lacksiegelresten; wie die Briefe allerdings mit [für uns heute] oft wenig aussagekräftigen Adressen zugestellt wurden, ergibt sich daraus nicht.
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„Freimarken“ für Österreich gab es ab 1850. [[Bad Ischl]] war eine bedeutende Poststelle; auf der [[Postalm]] erholten sie die Pferde im Sommer. Lokale Bezeichnungen wie „Gasthaus zur Post“ in [[Hof bei Salzburg]], „Hotel Alte Post“ in [[Faistenau]] und „Gasthof Post“ in [[St. Martin bei Lofer]] erinnern an dieses Wegenetz, das heute keine Rolle mehr spielt (vgl. [[Gasthof zur Post]]). Genauere Daten für das Postwesen und die Briefbeförderung in Salzburg fehlen jedoch noch. Die folgende Übersicht gibt erste Hinweise auf einen begrenzten Bestand. In dieser älteren Briefsammlung fehlen allerdings in der Regel die Umschläge, die vielleicht nähere Auskunft geben könnten. In manchen Fällen wurden Briefe vielleicht gesammelt befördert (vgl. Einzelbrief mit gebrochenen Lacksiegelresten; wie die Briefe allerdings mit [für uns heute] oft wenig aussagekräftigen Adressen zugestellt wurden, ergibt sich daraus nicht.
    
Brief aus Venedig vom 19. November 1827 mit stark vergilbtem, grauen Umschlag, gefaltet, dreimal mit rotem Lack versiegelt; mit blasser Tinte: „de Venice“ und „A’ Mademoiselle Mad.lle Francese [?] de Kobler“ / „fl 20 x“ [1 Gulden 20 Kreuzer] / „Salzbourg.“ und „abzugeben beim höhlbräuer mit 15 fl. C. M.“ [Das ist vielleicht Hinweis auf die Erhebung der Portokosten beim Empfang, d. h. Bezahlung an den Boten, um die Zustellung zu sichern.]
 
Brief aus Venedig vom 19. November 1827 mit stark vergilbtem, grauen Umschlag, gefaltet, dreimal mit rotem Lack versiegelt; mit blasser Tinte: „de Venice“ und „A’ Mademoiselle Mad.lle Francese [?] de Kobler“ / „fl 20 x“ [1 Gulden 20 Kreuzer] / „Salzbourg.“ und „abzugeben beim höhlbräuer mit 15 fl. C. M.“ [Das ist vielleicht Hinweis auf die Erhebung der Portokosten beim Empfang, d. h. Bezahlung an den Boten, um die Zustellung zu sichern.]