| Zeile 7: |
Zeile 7: |
| | == Statut == | | == Statut == |
| | === Entwicklung === | | === Entwicklung === |
| | + | :''Siehe den Hauptabschnitt „[[#Geschichte|Geschichte]]“ |
| | <!--1.-->Das ehemalige [[Benediktiner]]kloster wurde unter Bischof Berengar von Passau (1013–1045) – Mattsee gehörte damals zur [[Passau#Bistum Passau|Diözese Passau]] – in ein weltpriesterliches Kollegiatstift mit Propst und Dechant an der Spitze umgewandelt. Statuten dieses Kollegiatstiftes sind erstmals aus dem Jahr [[1321]] überliefert. | | <!--1.-->Das ehemalige [[Benediktiner]]kloster wurde unter Bischof Berengar von Passau (1013–1045) – Mattsee gehörte damals zur [[Passau#Bistum Passau|Diözese Passau]] – in ein weltpriesterliches Kollegiatstift mit Propst und Dechant an der Spitze umgewandelt. Statuten dieses Kollegiatstiftes sind erstmals aus dem Jahr [[1321]] überliefert. |
| | | | |
| Zeile 97: |
Zeile 98: |
| | | | |
| | Die Stiftspfarre ist also nicht etwa dem Kollegiatstift Mattsee unterstellt, was umsomehr von den anderen Pfarren gilt, in denen Kapitularkanoniker als Pfarrer wirken. | | Die Stiftspfarre ist also nicht etwa dem Kollegiatstift Mattsee unterstellt, was umsomehr von den anderen Pfarren gilt, in denen Kapitularkanoniker als Pfarrer wirken. |
| | + | |
| | + | Die '''Benediktinerabtei Mattsee''' ist ein nicht mehr bestehendes Kloster in der [[Flachgau]]er Marktgemeinde [[Mattsee (Ort)|Mattsee]], aus dem das [[Kollegiatstift Mattsee]] hervorging. |
| | + | |
| | + | == Geschichte == |
| | + | :''Siehe den Hauptartikel „[[Benediktinerabtei Mattsee]]“ |
| | + | Gemäß alter Überlieferung errichtete der [[Baiernherzöge in Salzburg|Bayernherzog]] [[Tassilo III.]]um das Jahr [[770]] – für dieses Jahr ist ein Abt Albuin von Mattsee urkundlich bezeugt – am [[Mattsee (See)|Mattsee]] eine Kirche zu Ehren des hl. [[Erzengel Michael|Erzengels Michael]] und gründete zugleich ein Kloster, das er so wie [[Kremsmünster]] und Mondsee Benediktinermönchen anvertraute. Das Kollegiatstift Mattsee feierte [[1977]] sein 1 200-jähriges Bestehen, ist aber tatsächlich noch älter als angenommen. Auch wenn ein Stiftsbrief bzw. eine Fundationsurkunde fehlt, weist vieles darauf hin, dass Mattsee zu den ältesten kirchlichen Stiftungen des heutigen Österreich gehört. Der Salzburger Landeshistoriker Prof. [[Heinz Dopsch]] datierte die Gründung auf die Zeit zwischen den Jahren [[757]] und [[766]]. Damit war Stift Mattsee jedenfalls Tassilos erste Klosterstiftung.<ref>[https://www.stiftmattsee.at/interactivist/frontend/downloadDoc.asp?file=Stiftsblaetter_Ausgabe_2006.pdf&id=103&chk=302202&typ=.pdf Mattseer Stiftsblätter, September 2006], pdf, abgefragt am 25. Juni 2019</ref> |
| | + | |
| | + | Die Abtei hatte anfänglich wichtige Aufgaben in der Missionsarbeit zu erfüllen. Im Jahre [[877]] wurde Mattsee von König [[Karlmann]] dem Stift Altötting geschenkt; im [[10. Jahrhundert]] kam es zusammen mit Altötting an das Bistum Passau. Dies wird durch eine Urkunde Kaiser [[Otto III.|Ottos III.]] vom 27. Jänner [[993]] bestätigt. Unter Bischof Berengar von Passau (1013–1045) wurde die Benediktinerabtei in ein weltpriesterliches Kollegiatstift umgewandelt; es ist die älteste noch bestehende Weltpriestergemeinschaft Österreichs. Vom [[12. Jahrhundert|12.]] bis zum [[16. Jahrhundert]] war Mattsee Sitz eines [[Archidiakonat|Archidiakons]]. [[1398]] wurde das Stift mit allem Zubehör an den Salzburger Erzbischof verkauft, allerdings blieben die kirchlichen Rechte beim Bischof von Passau. |
| | + | |
| | + | Nachdem das Stift in der Zeit der Gegenreformation größere Schwierigkeiten zu überwinden hatte, erlebte es zu Beginn des [[18. Jahrhundert]]s einen neuen Aufschwung. |
| | + | |
| | + | Am [[7. Dezember]] [[1807]] kam Mattsee unter die kirchliche Jurisdiktion des Salzburger Erzbischofs. Nach schweren Schäden in der Zeit der Franzosenkriege wurde das Stift im Jahr 1840 durch kaiserliches Dekret in seiner ursprünglichen Verfassung wiederhergestellt. Seit 1881 führt es den Ehrentitel eines ''insignen'' Kollegiatstiftes („Collegiata insignis“). |
| | | | |
| | == Quellen == | | == Quellen == |