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| | | 38 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 38-2.jpg|thumb|180px]] || Die Entscheidung an der Saalachbrücke, Die kampflose Übergabe der Stadt Salzburg am [[4. Mai]] [[1945]] || Nahe der Eisenbahnbrücke über die Saalach, vor den Grundstücken [[Saalachstraße]] 59 und 63 || Gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] war man von nationalsozialistischer Seite noch der Ansicht, dass die Stadt Salzburg gegen die Rote Armee verteidigt werden müsse. Tatsächlich rückten aber nach der Einnahme Münchens US-amerikanische Truppen nach Salzburg vor und es wurde die Straßenbrücke von Liefering nach Freilassing gesprengt. Der örtliche Kampfkommandant Oberst [[Hans Lepperdinger]] widersetzte sich aber am [[3. Mai]] 1945 der Anordnung zur Verteidigung der Stadt und verkündete tags darauf um 06:00 Uhr früh per Rundfunk die kampflose Übergabe der Stadt an die Amerikaner. Nach Verhandlungen am selben Morgen rückte gegen Mittag die US-Armee kampflos in die Stadt Salzburg ein. | | | 38 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 38-2.jpg|thumb|180px]] || Die Entscheidung an der Saalachbrücke, Die kampflose Übergabe der Stadt Salzburg am [[4. Mai]] [[1945]] || Nahe der Eisenbahnbrücke über die Saalach, vor den Grundstücken [[Saalachstraße]] 59 und 63 || Gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] war man von nationalsozialistischer Seite noch der Ansicht, dass die Stadt Salzburg gegen die Rote Armee verteidigt werden müsse. Tatsächlich rückten aber nach der Einnahme Münchens US-amerikanische Truppen nach Salzburg vor und es wurde die Straßenbrücke von Liefering nach Freilassing gesprengt. Der örtliche Kampfkommandant Oberst [[Hans Lepperdinger]] widersetzte sich aber am [[3. Mai]] 1945 der Anordnung zur Verteidigung der Stadt und verkündete tags darauf um 06:00 Uhr früh per Rundfunk die kampflose Übergabe der Stadt an die Amerikaner. Nach Verhandlungen am selben Morgen rückte gegen Mittag die US-Armee kampflos in die Stadt Salzburg ein. |
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| − | | 39 ||[[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 39-1.jpg|thumb|180px]] ||Das Vorfeld von [[Schloss Kleßheim]] || Neben der Einfahrt zum Schloss Kleßheim in der Gemeinde [[Wals-Siezenheim]] || Bis in die [[1940er]]-Jahre gab es zum Schloss Kleßheim keine mittig angelegte Zufahrt, man erreichte das Schloss auf der Kleßheimer Allee seitlich beim Winterschloss (heute [[Kavalierhaus]]). Die Felder davor wurden landwirtschaftlich genutzt. Die Nationalsozialisten planten als Zufahrt in der Mittelachse des Gartenparterres mit Ausblick nach Salzburg eine breit angelegte "Europastraße", die aber nie zustande kam. Die heutigen Torpavillons als Teil dieser Achse wurden 1940–1942 nach Plänen von [[Otto Strohmayr]] errichtet, die marmornen Adler stammen vom Bildhauer [[Jakob Adlhart]]. Das Vorfeld des Schlosses wurde für Industrie- und Gewerbezwecke hergegeben, sodass kein imposanter Zugang zur Schlossanlage besteht. | + | | 39 ||[[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 39-1.jpg|thumb|180px]] ||Das Vorfeld von [[Schloss Kleßheim]] || Neben der Einfahrt zum Schloss Kleßheim in der Gemeinde [[Wals-Siezenheim]] || Bis in die [[1940er]]-Jahre gab es zum Schloss Kleßheim keine mittig angelegte Zufahrt, man erreichte das Schloss auf der Kleßheimer Allee seitlich beim Winterschloss (heute [[Kavalierhaus]]). Die Felder davor wurden landwirtschaftlich genutzt. Die Nationalsozialisten planten als Zufahrt in der Mittelachse des Gartenparterres mit Ausblick nach Salzburg eine breit angelegte "Europastraße", die aber nie zustande kam. Die heutigen Torpavillons als Teil dieser Achse wurden 1940–1942 nach Plänen von [[Otto Strohmayr]] errichtet, die marmornen Adler stammen vom Bildhauer [[Jakob Adlhart (junior)|Jakob Adlhart]] junior. Das Vorfeld des Schlosses wurde für Industrie- und Gewerbezwecke hergegeben, sodass kein imposanter Zugang zur Schlossanlage besteht. |
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| | | 40 ||[[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 40-1.jpg|thumb|180px]] || Die Bellaria vor Kleßheim || Ecke Peter-Pfenninger-Straße–[[Norbert-Brüll-Straße]] im Stadtteil [[Taxham]] || Auf der Sichtachse von Schloss Kleßheim nach Salzburg befand sich etwa an der Stelle der Schautafel ein Lustschlösschen in Form eines zweistöckigen Zwölfeckbaus mit Türmchen. Der Bau entstand wahrscheinlich erst nach der Fertigstellung von Schloss Kleßheim und wurde vermutlich im Zuge der Kampfhandlungen bei Einrücken der [[Salzburg unter Napoleon|Franzosen]] nach Salzburg um 1800 zerstört. Die Bezeichnung ''Bellaria'' für den Bau (analog der Wiener ''Bellaria'') existiert heute noch in der verballhornten Form ''Bolaring'' als Name der hier angrenzenden [[Bolaring-Siedlung|Wohnsiedlung]]. | | | 40 ||[[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 40-1.jpg|thumb|180px]] || Die Bellaria vor Kleßheim || Ecke Peter-Pfenninger-Straße–[[Norbert-Brüll-Straße]] im Stadtteil [[Taxham]] || Auf der Sichtachse von Schloss Kleßheim nach Salzburg befand sich etwa an der Stelle der Schautafel ein Lustschlösschen in Form eines zweistöckigen Zwölfeckbaus mit Türmchen. Der Bau entstand wahrscheinlich erst nach der Fertigstellung von Schloss Kleßheim und wurde vermutlich im Zuge der Kampfhandlungen bei Einrücken der [[Salzburg unter Napoleon|Franzosen]] nach Salzburg um 1800 zerstört. Die Bezeichnung ''Bellaria'' für den Bau (analog der Wiener ''Bellaria'') existiert heute noch in der verballhornten Form ''Bolaring'' als Name der hier angrenzenden [[Bolaring-Siedlung|Wohnsiedlung]]. |
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| | * [[media:Lieferinger_Kultur-Wanderweg_(Salzburg)_Übersicht_der_Standorte_der_Tafeln_1-55.pdf|Lieferinger Kulturwanderweg, Übersicht der Standorte der Tafeln 1-55]] | | * [[media:Lieferinger_Kultur-Wanderweg_(Salzburg)_Übersicht_der_Standorte_der_Tafeln_1-55.pdf|Lieferinger Kulturwanderweg, Übersicht der Standorte der Tafeln 1-55]] |
| | * [http://salzburg.orf.at/radio/stories/2536603/ ORF-Bericht über den Lieferinger Kulturwanderweg] | | * [http://salzburg.orf.at/radio/stories/2536603/ ORF-Bericht über den Lieferinger Kulturwanderweg] |
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| | == Quellen == | | == Quellen == |
| | * [[Salzburger Nachrichten]], 28. April 2009 | | * [[Salzburger Nachrichten]], 28. April 2009 |