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| − | [[Datei:Zunftmarsch der Metzger Metzgerfahne Metzgersprung Fleischtor Salzburger Stierwascher Macellum.jpg|thumb|400px|Wandtafel: Zunftmarsch der Metzger, Metzgerfahne, [[Metzgersprung]], [[Fleischtor]], Salzburger Stierwascher, Macellum Civitatis Salisburgensis ]]
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| | Die Legenden vom '''Salzburger Stierwascher''' sind schöne Geschichten, die man gerne Touristen erzählt. Sie besitzen keine historische Bezüge. | | Die Legenden vom '''Salzburger Stierwascher''' sind schöne Geschichten, die man gerne Touristen erzählt. Sie besitzen keine historische Bezüge. |
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| | ====Die Tatsachen==== | | ====Die Tatsachen==== |
| | Mit dem Bauernaufstand von 1525 hat die Legende nichts zu tun. Damals hatten sich die aufständischen Bauern ja innerhalb der Stadtmauern aufgehalten, also in der Salzburger [[Altstadt]]. | | Mit dem Bauernaufstand von 1525 hat die Legende nichts zu tun. Damals hatten sich die aufständischen Bauern ja innerhalb der Stadtmauern aufgehalten, also in der Salzburger [[Altstadt]]. |
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| | Die historische Tatsache ist, dass die Salzburger Metzger die Schlachtung der Tiere öffentlich vorzunehmen hatten, damit kein schädliches Fleisch zum Verkauf kommen konnte. Die übliche Reinigung an dem bis an die Stadtmauer reichenden flachen Ufer der [[Salzach]] und die Schlachtprobe führte angeblich zur scherzhaften Bezeichnung "Stierwascher" für die Salzburger. Der so genannte "Wascher", der mit Keulen oder ähnlichen Geräten gegeben wurde, war dabei angeblich die Betäubung, die bei einer Schlachtung üblich war. (Die Frage stellt sich, warum nicht alle mitteleuropäischen Stadtbewohner als Stierwascher bezeichnet wurden.) | | Die historische Tatsache ist, dass die Salzburger Metzger die Schlachtung der Tiere öffentlich vorzunehmen hatten, damit kein schädliches Fleisch zum Verkauf kommen konnte. Die übliche Reinigung an dem bis an die Stadtmauer reichenden flachen Ufer der [[Salzach]] und die Schlachtprobe führte angeblich zur scherzhaften Bezeichnung "Stierwascher" für die Salzburger. Der so genannte "Wascher", der mit Keulen oder ähnlichen Geräten gegeben wurde, war dabei angeblich die Betäubung, die bei einer Schlachtung üblich war. (Die Frage stellt sich, warum nicht alle mitteleuropäischen Stadtbewohner als Stierwascher bezeichnet wurden.) |
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| − | Weiters ist zu bemerken, dass die Metzger der Stadt Salzburg bis zur Zeit [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ihre Läden auf der damaligen Stadtbrücke hatten. In einem alten Text aus dem [[Stadtarchiv Salzburg]] lesen wir darüber: "Auf der Pruggen gab es dereinsten vierzehn Metzgerläden... darunter [[Döllinger]] und [[Reitsamer]]" (letzere Familie hatte ihre Metzgerei noch bis in die vierziger Jahre des 20. Jahrhundert in der [[Griesgasse]]). Da [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] jedoch der Gestank ihrer Abfallbeseitigung in die Salzach zu stark wurde und natürlich auch die Sauberkeit der Salzach sehr darunter litt, befahl er diesen Metzern sich am Gries (heute: [[Griesgasse]]) anzusiedeln. Die letzten Metzgerläden sind von dort Anfang bis Mitte 20. Jahrhundert verschwunden. | + | Weiters ist zu bemerken, dass die Metzger der Stadt Salzburg bis zur Zeit [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ihre Läden auf der damaligen Stadtbrücke hatten. In einem alten Text aus dem [[Stadtarchiv Salzburg]] lesen wir darüber: "Auf der Pruggen gab es dereinsten vierzehn Metzgerläden... darunter [[Döllinger]] und [[Reitsamer]]" (letzere Familie hatte ihre Metzgerei noch bis in die vierziger Jahre des 20. Jahrhundert in der [[Griesgasse]]). Da [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] jedoch der Gestank ihrer Abfallbeseitigung in die Salzach zu stark wurde und natürlich auch die Sauberkeit der Salzach sehr darunter litt, befahl er diesen Metzern sich am Gries (heute [[Griesgasse]]) anzusiedeln. Die letzten Metzgerläden sind von dort Anfang bis Mitte 20. Jahrhundert verschwunden. |
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| | Eine letzte Reminiszenz an die früheren [[Städtische Fleischbank|Metzgerläden]] ist die Marmortafel des [[Macellum Civitatis Salisburgensis]] am Gebäude Griesgasse 19, sowie eine Wandtafel der [[Metzger]] im Durchgang (der Passage) von der [[Griesgasse]] Nr. 19 zur [[Getreidegasse]] Nr. 24. Die Wandtafel zeigt ein Abbild der Metzgerfahne (mit [[Metzgersprung]]) und das [[Wappen]] der Metzgerinnung, sowie das Abbild von [[Fleischtor]] und von Schlachthaus und Zunftherberge der Mezger im 17. Jahrhunder. | | Eine letzte Reminiszenz an die früheren [[Städtische Fleischbank|Metzgerläden]] ist die Marmortafel des [[Macellum Civitatis Salisburgensis]] am Gebäude Griesgasse 19, sowie eine Wandtafel der [[Metzger]] im Durchgang (der Passage) von der [[Griesgasse]] Nr. 19 zur [[Getreidegasse]] Nr. 24. Die Wandtafel zeigt ein Abbild der Metzgerfahne (mit [[Metzgersprung]]) und das [[Wappen]] der Metzgerinnung, sowie das Abbild von [[Fleischtor]] und von Schlachthaus und Zunftherberge der Mezger im 17. Jahrhunder. |