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| − | Kommerzialrat '''Hermann Gessele''' (* [[31. Mai]] [[1863]] in [[Salzburg]]-[[Riedenburg]]; † [[14. September]] [[1949]] ebenda)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-muelln/TFB9/?pg=95 Taufbuch der Pfarre Salzburg-Mülln, Band IX, S. 93.]</ref> war ein Salzburger Unternehmer und Präsident der [[Wirtschaftskammer Salzburg|Salzburger Handelskammer]]. | + | Kommerzialrat '''Hermann Gessele''' (* [[31. Mai]] [[1863]] in [[Salzburg]]-[[Riedenburg]]; † [[14. September]] [[1949]] ebenda)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-muelln/TFB9/?pg=95 Taufbuch der Pfarre Salzburg-Mülln, Band IX, S. 93.]</ref> war ein Salzburger Unternehmer und Präsident der [[Salzburger Handelskammer]]. |
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| | == Leben == | | == Leben == |
| − | Hermann Gessele war der Sohn des Salzburger Industriellen [[Franz Gessele]] (* 1829; † 1893) und seiner Frau Auguste, geborene [[Gschnitzer]] (* [[6. Jänner]] [[1842]]<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBX%252F1/?pg=236 Taufbuch der Dompfarre Salzburg, Band X/1, S. 247.]</ref>; † 10. Mai 1914 in [[München]], [[Bayern]]), der Tochter des ehemaligen Salzburger [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeisters]], [[Landtagsabgeordneter|Abgeordneten]] zum [[Salzburger Landtag]], [[Mathias Gschnitzer]] (* 1808; † 1884). | + | Hermann Gessele war der Sohn des Salzburger Industriellen [[Franz Gessele]] (* [[1829]]; † [[1893]]) und seiner Frau Auguste, geborene [[Gschnitzer]] (* [[6. Jänner]] [[1842]]<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBX%252F1/?pg=236 Taufbuch der Dompfarre Salzburg, Band X/1, S. 247.]</ref>; † [[10. Mai]] [[1914]] in [[München]], [[Bayern]]), der Tochter des ehemaligen Salzburger [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeisters]], [[Landtagsabgeordneter|Abgeordneten]] zum [[Salzburger Landtag]], [[Mathias Gschnitzer]] (* 1808; † 1884). |
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| | Er leitete das [[1854]] von seinem Großvater Mathias Gschnitzer und seinem Vater Franz Gessele gegründete Unternehmen und firmierte als ''„M. Gschnitzer's Nachfolger H. Gessele“''. Kommerzialrat Hermann Gessele war Obmann der Landessektion des Hauptverbandes der Industrie und von [[1920]] bis [[1930]] Präsident der Salzburger Handelskammer. | | Er leitete das [[1854]] von seinem Großvater Mathias Gschnitzer und seinem Vater Franz Gessele gegründete Unternehmen und firmierte als ''„M. Gschnitzer's Nachfolger H. Gessele“''. Kommerzialrat Hermann Gessele war Obmann der Landessektion des Hauptverbandes der Industrie und von [[1920]] bis [[1930]] Präsident der Salzburger Handelskammer. |
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| | In politischer Hinsicht war Gessele ein prononcierter [[Großdeutsche Volkspartei|Deutschnationaler]] und Antiklerikaler. | | In politischer Hinsicht war Gessele ein prononcierter [[Großdeutsche Volkspartei|Deutschnationaler]] und Antiklerikaler. |
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| − | [[1924]] gehörte er zu den Wieder-Gründern des [[Salzburger Automobil-, Motorrad- und Touring-Club]]s und übernahm das Amt des Club-Präsidenten.<ref>Siehe Artikel „[[Salzburger Automobil-, Motorrad- und Touring-Club]]“; Hermann Gesseles Sohn [[Hans Gessele|Hans]] war Auto- und Motorradrennfahrer.</ref> | + | [[1924]] gehörte er zu den Wieder-Gründern des [[Salzburger Automobil-, Motorrad- und Touring-Club]]s und übernahm das Amt des Club-Präsidenten.<ref>Siehe Artikel „[[Salzburger Automobil-, Motorrad- und Touring-Club]]“; Hermann Gesseles Sohn [[Hannes Gessele|Hannes]] war Auto- und Motorradrennfahrer.</ref> |
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| − | 1930 musste er die Funktion eines Handelskammerpräsidenten zurücklegen, weil sein Unternehmen Firma in finanzielle Schwierigkeiten geraten war. Obwohl Landeshauptmann [[Franz Rehrl]] massiv intervenierte, „um eine Katastrophe im öffentlichen Interesse hint anzuhalten“, konnte der Ausgleich nicht verhindert werden.<ref>[[Ernst Hanisch]]: Die Erste Republik, in: [[Heinz Dopsch]], [[Hans Spatzenegger]] (Hrsg.): Geschichte Salzburgs, Stadt und Land, Band II, Teil 2, Neuzeit und Zeitgeschichte; [[Verlag Anton Pustet]] Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0257-2. S. 1094.</ref> | + | [[1930]] musste er die Funktion eines Handelskammerpräsidenten zurücklegen, weil sein Unternehmen Firma in finanzielle Schwierigkeiten geraten war. Obwohl [[Landeshauptmann]] [[Franz Rehrl]] massiv intervenierte, „''um eine Katastrophe im öffentlichen Interesse hint anzuhalten''“, konnte der Ausgleich nicht verhindert werden.<ref>[[Ernst Hanisch]]: ''Die Erste Republik'', in: [[Heinz Dopsch]], [[Hans Spatzenegger]] (Hrsg.): ''Geschichte Salzburgs, Stadt und Land,'' Band II, Teil 2, Neuzeit und Zeitgeschichte; [[Verlag Anton Pustet]] Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0257-2. S. 1094.</ref> |
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| | Das Unternehmen, dessen Gegenstand ursprünglich der Betrieb einer Kunstwollefabrik war, änderte offenbar im Laufe der Zeit seinen Gegenstand und seine Rechtsform, sodass schließlich ''Gschnitzer's Kinderausstattung GesmbH'' entstand (die unter der Ägide von Stefan Gessele steht und sich noch immer auf das im Jahr 1854 gegründete Unternehmen zurückführt). | | Das Unternehmen, dessen Gegenstand ursprünglich der Betrieb einer Kunstwollefabrik war, änderte offenbar im Laufe der Zeit seinen Gegenstand und seine Rechtsform, sodass schließlich ''Gschnitzer's Kinderausstattung GesmbH'' entstand (die unter der Ägide von Stefan Gessele steht und sich noch immer auf das im Jahr 1854 gegründete Unternehmen zurückführt). |