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== Geschichte ==  
 
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Die Bezeichnung „Grafenhügel“ leitet sich von einem Flurnamen ab. Die dort liegenden Felder gehörten zum Lechner- oder Grafengut, das [[1727]] bis [[1792]] im Besitz der Grafen [[Arco]] war. Später wurde das Lechnergut in „Baldehof“ und „Grafengut“ umbenannt. Der Hof blieb 300 Jahre lang ein landwirtschaftlicher Betrieb. [[1889]] wurde er von der [[Kongregation der Barmherzigen Schwestern]] erworben. Seit [[1993]] wird er als Pfarrhof der alten [[Stadtpfarre Salzburg-Liefering]] und seit dem Jahr [[2000]] als überregionales Pfarrzentrum genutzt. Heute ist der Name „Am Grafenhügel“ lediglich die Adresse von zwei Häusern an einem kurzen Straßenstück, das unmittelbar vor der Privatzufahrt zum Franzosenhügel von der Törringstraße nach links abzweigt. Es ergibt sich daraus auch eine Verbindung zu den Grafen von [[Törring]], den langjährigen [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#K|Erbkämmerern]] des [[Erzstift Salzburg|Erzstiftes Salzburg]], mit Sitz in der Hofmark Törring, nördlich des [[Waginger See]]s.  
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Die Bezeichnung „Grafenhügel“ leitet sich von einem Flurnamen ab. Die dort liegenden Felder gehörten zum Lechner- oder Grafengut, das [[1727]] bis [[1792]] im Besitz der Grafen [[Arco]] war. Später wurde das Lechnergut in „Baldehof“ und „Grafengut“ umbenannt. Der Hof blieb 300 Jahre lang ein landwirtschaftlicher Betrieb. [[1889]] wurde er von der [[Kongregation der Barmherzigen Schwestern]] erworben. Seit [[1993]] wird er als Pfarrhof der alten [[Stadtpfarre Salzburg-Liefering]] und seit dem Jahr [[2000]] als überregionales Pfarrzentrum genutzt. Heute ist der Name „Am Grafenhügel“ lediglich die Adresse von zwei Häusern an einem kurzen Straßenstück, das unmittelbar vor der Privatzufahrt zum Franzosenhügel von der Törringstraße nach links abzweigt. Es ergibt sich daraus auch eine Verbindung zu den Grafen von [[Törring]], den langjährigen [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#K|Erbkämmerern]] des [[Erzstift Salzburg|Erzstiftes Salzburg]], mit Sitz in der [[Hofmark]] Törring, nördlich des [[Waginger See]]s.  
    
Auf dem Grafenhügel befindet sich auch die [[Villa Baillou|Baillou-Villa]].
 
Auf dem Grafenhügel befindet sich auch die [[Villa Baillou|Baillou-Villa]].
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Die Bezeichnung „Franzosenhügel“ ist ebenfalls ein Flurname und erinnert an die [[Schlacht am Walserfeld]] vom [[12. Dezember|12.]] bis [[14. Dezember]] [[1800]]. Auf dem von Felsgestein durchzogenen Hügel befanden sich die Artilleriestellungen des österreichischen Heeres in einem südwestlichen Bogen bis zum [[Schloss Kleßheim#Schlosspark|Kleßheimer Schlosspark]]; ebenso war hier die Redoute (Feldherrnhügel) der österreichischen Truppen. Bei der Schlacht am Walserfeld zwischen Österreich und den [[Salzburg unter Napoleon|napoleonischen Truppen]] war auch der Grafenhügel in Liefering heftig umkämpft. Heute befindet sich hier der Kinderspielplatz Brandelbühel. Die Geländebeschaffenheit wird als Rampe für eine Hügelrutsche und eine Rodelabfahrt genutzt.  
 
Die Bezeichnung „Franzosenhügel“ ist ebenfalls ein Flurname und erinnert an die [[Schlacht am Walserfeld]] vom [[12. Dezember|12.]] bis [[14. Dezember]] [[1800]]. Auf dem von Felsgestein durchzogenen Hügel befanden sich die Artilleriestellungen des österreichischen Heeres in einem südwestlichen Bogen bis zum [[Schloss Kleßheim#Schlosspark|Kleßheimer Schlosspark]]; ebenso war hier die Redoute (Feldherrnhügel) der österreichischen Truppen. Bei der Schlacht am Walserfeld zwischen Österreich und den [[Salzburg unter Napoleon|napoleonischen Truppen]] war auch der Grafenhügel in Liefering heftig umkämpft. Heute befindet sich hier der Kinderspielplatz Brandelbühel. Die Geländebeschaffenheit wird als Rampe für eine Hügelrutsche und eine Rodelabfahrt genutzt.  
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[[1816]] fand laut mündlicher Überlieferung ein Einwohner von Liefering unbekannten Namens in einem verfallenen Schanzengraben des Franzosenhügels Geld, welches vermutlich von geflüchteten Einwohnern dort vergraben worden war. Den gefundenen Geldbetrag verwendete er zum Ankauf des Grundes vom Leopachergut und für den Aufbau eines Hauses; heute ist daraus der in einiger Entfernung gelegene [[Gasthof Kohlpeter]] geworden.  
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[[1816]] fand laut mündlicher Überlieferung ein Einwohner von Liefering unbekannten Namens in einem verfallenen Schanzengraben des Franzosenhügels Geld, welches vermutlich von geflüchteten Einwohnern dort vergraben worden war. Den gefundenen Geldbetrag verwendete er zum Ankauf des Grundes vom Leopachergut und für den Aufbau eines Hauses; heute ist daraus der in einiger Entfernung gelegene [[Gasthof Kohlpeter]] geworden.
    
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