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| − | Matthias Reiter war der Sohn des Landwirts und [[Zinnoxydfabrik in Thalgau|Fabrikarbeiters]] Matthias Reiter (* 23. April 1862) und seiner Frau Maria, geborene Karl (* 23. April 1871). Die Taufe des Erstgeborenen erfolgte noch am selben Tag durch [[Pfarrer von Thalgau|Kooperator]] [[Anton Johann Haslauer|Anton Haslauer]].<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/thalgau/TFBXIV/?pg=748 Taufbuch der Pfarre Thalgau, Band XIV, S. 319f.]</ref> [[1910]] erwarben seine Eltern das Fuchsengut, auch Gut am Mittermaierhof genannt. | + | Matthias Reiter war der Sohn des Landwirts und [[Zinnoxydfabrik in Thalgau|Fabrikarbeiters]] Matthias Reiter (* 23. April 1862) und seiner Frau Maria, geborene Karl (* 23. April 1871). Die Taufe des Erstgeborenen erfolgte noch am selben Tag durch den [[Pfarre Thalgau|Thalgauer]] Kooperator [[Anton Johann Haslauer|Anton Haslauer]].<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/thalgau/TFBXIV/?pg=748 Taufbuch der Pfarre Thalgau, Band XIV, S. 319f.]</ref> [[1910]] erwarben seine Eltern das Fuchsengut, auch Gut am Mittermaierhof genannt. |
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| − | Der talentierte Matthias besuchte nach der [[Volksschule Thalgau|Volksschule]] das [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|erzbischöfliche Knabeninternat Borromäum]] in der [[Stadt Salzburg]]. Mit sehr guten Prüfungsnoten in allen Fächern beendete Reiter die 6. Klasse. Auf Anordnung des Ministeriums wurde Reiter am [[26. April]] [[1915]] für den Kriegsdienst freigestellt, der ihn an die italienischen Front führte. Dort wurden sein Charakter und seine Willenskraft durch die Strapazen und den fast unerträglichen Formen menschlichen Leidens entscheidend geprägt. | + | Der talentierte Matthias besuchte nach der [[Volksschule Thalgau|Volksschule]] das [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|erzbischöfliche Knabeninternat Borromäum]] in der [[Stadt Salzburg]]. Mit sehr guten Prüfungsnoten in allen Fächern beendete Reiter die 6. Klasse. Auf Anordnung des Ministeriums wurde Reiter am [[26. April]] [[1915]] für den [[Erster Weltkrieg|Kriegsdienst]] freigestellt, der ihn an die [[Italien|italienischen]] Front führte. Dort wurden sein Charakter und seine Willenskraft durch die Strapazen und den fast unerträglichen Formen menschlichen Leidens entscheidend geprägt. |
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| | Am [[23. Jänner]] [[1917]] beendete Reiter seine Gymnasialzeit und am [[30. Jänner]] legte er die vom Ministerium angeordnete Kriegsmatura mit ausgezeichnetem Erfolg ab. Als junger Offizier beim 7. Infanterieregiment erlebte er den Zusammenbruch der [[Habsburgermonarchie]] und des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]]. Ausgezeichnet mit mehreren Tapferkeitsmedaillen und unverletzt kehrte er nach Thalgau heim und begann kurz darauf mit dem Theologiestudium im Salzburger [[Priesterhaus]]. Am [[17. Juli]] [[1921]] erhielt er im [[Salzburger Dom]] die Priesterweihe, am [[15. August]] fand in der [[Pfarrkirche zum hl. Martin Thalgau|Heimatkirche]] Thalgau die feierliche Primiz statt. | | Am [[23. Jänner]] [[1917]] beendete Reiter seine Gymnasialzeit und am [[30. Jänner]] legte er die vom Ministerium angeordnete Kriegsmatura mit ausgezeichnetem Erfolg ab. Als junger Offizier beim 7. Infanterieregiment erlebte er den Zusammenbruch der [[Habsburgermonarchie]] und des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]]. Ausgezeichnet mit mehreren Tapferkeitsmedaillen und unverletzt kehrte er nach Thalgau heim und begann kurz darauf mit dem Theologiestudium im Salzburger [[Priesterhaus]]. Am [[17. Juli]] [[1921]] erhielt er im [[Salzburger Dom]] die Priesterweihe, am [[15. August]] fand in der [[Pfarrkirche zum hl. Martin Thalgau|Heimatkirche]] Thalgau die feierliche Primiz statt. |
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| | * von [[1947]] bis [[1959]] [[Pfarrer von Puch|Pfarrer]] von [[Pfarre Puch|Puch]]. | | * von [[1947]] bis [[1959]] [[Pfarrer von Puch|Pfarrer]] von [[Pfarre Puch|Puch]]. |
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| − | Ab [[1966]] zog er sich in das Franziskanerkloster von St. Anton bei Bruck an der Großglocknerstraße zurück und führte botanische Forschungsarbeiten durch, die nach seinem Tod publiziert wurden. | + | Ab [[1966]] zog er sich in das [[Caritas Dorf St. Anton|Franziskanerkloster von St. Anton]] bei Bruck an der Großglocknerstraße zurück und führte botanische Forschungsarbeiten durch, die nach seinem Tod publiziert wurden. |
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| | == Reiter als Botaniker == | | == Reiter als Botaniker == |