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| | Die '''Pfarrkirche hl. Margaretha''' ist die Pfarrkirche der [[Pfarre Eschenau]]. Sie steht am höchsten Punkt des Dorfes [[Eschenau]] und zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Taxenbach|denkmalgeschützten Objekten]] der Marktgemeinde [[Taxenbach]]. | | Die '''Pfarrkirche hl. Margaretha''' ist die Pfarrkirche der [[Pfarre Eschenau]]. Sie steht am höchsten Punkt des Dorfes [[Eschenau]] und zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Taxenbach|denkmalgeschützten Objekten]] der Marktgemeinde [[Taxenbach]]. |
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| − | ==Über Baugeschichte und Architektur == | + | == Über Baugeschichte und Architektur == |
| | Die Kirche ist möglicherweise ein Nachfolgebau einer Burgkapelle. Sie wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des [[14. Jahrhundert]]s erbaut. Urkundlich erwähnt wurde sie erstmals im Jahr [[1394]]. Damals gehörten große Teile des Ortes dem [[Bischof von Chiemsee]], was dessen Beteiligung an der Errichtung der Kirche wahrscheinlich macht. Der Bau besteht aus dem südseitigen, mit einem Satteldach eingedeckten Turm und einer einschiffigen frühgotischen Halle, der im Osten ein Chor mit kurzem Vorjoch und einem Fünfachtelschluss vorgelagert ist. Der Bau ist 17 Meter lang und neun Meter breit. Die Kirche wurde [[1896]], [[1951]] und 1982/1983 restauriert, wobei 1896 der [[barock]]e Altar von [[1664]] des Künstlers Wilhelmb Faistenberger durch einen neugotischen ersetzt wurde. | | Die Kirche ist möglicherweise ein Nachfolgebau einer Burgkapelle. Sie wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des [[14. Jahrhundert]]s erbaut. Urkundlich erwähnt wurde sie erstmals im Jahr [[1394]]. Damals gehörten große Teile des Ortes dem [[Bischof von Chiemsee]], was dessen Beteiligung an der Errichtung der Kirche wahrscheinlich macht. Der Bau besteht aus dem südseitigen, mit einem Satteldach eingedeckten Turm und einer einschiffigen frühgotischen Halle, der im Osten ein Chor mit kurzem Vorjoch und einem Fünfachtelschluss vorgelagert ist. Der Bau ist 17 Meter lang und neun Meter breit. Die Kirche wurde [[1896]], [[1951]] und 1982/1983 restauriert, wobei 1896 der [[barock]]e Altar von [[1664]] des Künstlers Wilhelmb Faistenberger durch einen neugotischen ersetzt wurde. |
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| − | ==Über die Einzigartigkeit der Fresken== | + | == Über die Einzigartigkeit der Fresken == |
| − | Was die Kirche von Eschenau, die aufgrund ihrer besonders schönen Berglage weithin sichtbar ist, so einzigartig macht, sind die Fresken, die in den Jahren [[1982]] und [[1983]] vom Restaurator [[Sebastian Enzinger]] frei gelegt wurden. Die Secco-Malerei im Fünfachtelschluss des Chores befindet sich in drei von fünf Zwickeln oberhalb der Fenster. [[Ronald Gobiet]], früherer Landeskonservator für das [[Land Salzburg]], datierte sie in die Zeit um [[1370]] und vermutet als deren Urheber einen Meister, der auch in der [[Stadtpfarrkirche St. Hippolyth]] in [[Zell am See]] gearbeitet haben soll. | + | Was die Kirche von Eschenau, die aufgrund ihrer besonders schönen Berglage weithin sichtbar ist, so einzigartig macht, sind die Fresken, die in den Jahren [[1982]] und [[1983]] vom Restaurator [[Sebastian Enzinger]] frei gelegt wurden. Die Secco-Malerei im Fünfachtelschluss des Chores befindet sich in drei von fünf Zwickeln oberhalb der Fenster. [[Ronald Gobiet]], früherer Landeskonservator für das [[Land Salzburg]], datierte sie in die Zeit um [[1370]] und vermutet als deren Urheber einen Meister, der auch in der [[Stadtpfarrkirche St. Hippolyt]] in [[Zell am See]] gearbeitet haben soll. |
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| | Zum geschichtlichen Umgang mit diesen Malereien der Priester und Regionalchronist [[Josef Lahnsteiner]] im Jahr [[1960]]: ''„Das Presbyterium und die Wände des Schiffes waren voll Malereien, die aber nicht erhaltungswürdig befunden wurden. Nur der hl. Florian von [[1820]] wurde von [[Michael Lackner]] 1951 abgedeckt und etwas ergänzt.“'' | | Zum geschichtlichen Umgang mit diesen Malereien der Priester und Regionalchronist [[Josef Lahnsteiner]] im Jahr [[1960]]: ''„Das Presbyterium und die Wände des Schiffes waren voll Malereien, die aber nicht erhaltungswürdig befunden wurden. Nur der hl. Florian von [[1820]] wurde von [[Michael Lackner]] 1951 abgedeckt und etwas ergänzt.“'' |
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| | Nach Meinung von Rainer Straub stellt die Malerei ein Unikat in der europäischen Kunst dar, da nirgendwo sonst ''„der Weltenrichter auf dem Thron sitzend mit Schwert, Pflanzenspross, Sichel und Worfschaufel dargestellt wird.“'' | | Nach Meinung von Rainer Straub stellt die Malerei ein Unikat in der europäischen Kunst dar, da nirgendwo sonst ''„der Weltenrichter auf dem Thron sitzend mit Schwert, Pflanzenspross, Sichel und Worfschaufel dargestellt wird.“'' |
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| − | ==Literatur== | + | == Literatur == |
| | *[[Rainer Straub|Straub, Rainer]] (Text) / Bernd Pommer (Fotos): ''Der Alte der Tage'', ISBN: 978-3-200-03878-3, HG: Bernd Pommer, Erscheinungsjahr 2014 | | *[[Rainer Straub|Straub, Rainer]] (Text) / Bernd Pommer (Fotos): ''Der Alte der Tage'', ISBN: 978-3-200-03878-3, HG: Bernd Pommer, Erscheinungsjahr 2014 |
| − | ==Quellen== | + | == Quellen == |
| | *[[Josef Lahnsteiner|Lahnsteiner, Josef]], Unterpinzgau, Eigenverlag, [[Hollersbach im Pinzgau]] 1960, Seiten 288 bis 290 | | *[[Josef Lahnsteiner|Lahnsteiner, Josef]], Unterpinzgau, Eigenverlag, [[Hollersbach im Pinzgau]] 1960, Seiten 288 bis 290 |
| | *[[Rainer Straub]] (Text) / Bernd Pommer (Fotos): ''Der Alte der Tage'', ISBN: 978-3-200-03878-3, HG: Bernd Pommer, Erscheinungsjahr 2014 | | *[[Rainer Straub]] (Text) / Bernd Pommer (Fotos): ''Der Alte der Tage'', ISBN: 978-3-200-03878-3, HG: Bernd Pommer, Erscheinungsjahr 2014 |
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| | * aktuelle Liste [[Denkmalschutz]] | | * aktuelle Liste [[Denkmalschutz]] |
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| − | {{SORTIERUNG: Margaretha Eschenau, Pfarrkirche hl.}} | + | {{SORTIERUNG: Margaretha Eschenau, Pfarrkirche hl.}} |
| | [[Kategorie:Pinzgau]] | | [[Kategorie:Pinzgau]] |
| − | [[Kategorie:Taxenbach|Pfarrkirche ]] | + | [[Kategorie:Taxenbach|Pfarrkirche]] |
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| | [[Kategorie:Religion]] | | [[Kategorie:Religion]] |
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