| | + | Funde aus der [[Jungsteinzeit]] und der [[Bronzezeit]] am Ostabhang des [[Kapuzinerberg]]es lassen im Raum deutlich oberhalb des [[Schweizerhäusl]]s auf frühzeitliche Siedlungsstellen schließen. Bei Grabungen [[1958]] von [[Landesarchäologe]] Dr. [[Martin Hell]] konnte in der etwa 1,5 m starken Bodendecke über dem [[Hauptdolomit]] des Berges etliche Zeugnisse aus der Jungsteinzeit, darunter ein Messer aus Feuerstein und Tonscherben gefunden werden. In höheren Lagen fanden sich zahlreiche Gefäß-Scherben aus der Bronzezeit, ein Ohrring u. a. m. Auch die [[Hallstattzeit]] der [[Illyrer]] und die [[La-Tène-Zeit]] der [[Kelten]] konnten einwandfrei nachgewiesen werden. Das Schweizerhäusl steht somit auf einem der ältesten Siedlungsböden Salzburgs.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=zOynQTbogo7fdNKdXWUj1a2feLNw0ycEU%2B6WO5ucRJmB3BxlNEx1KGPZZIAll0X6Fxo4Hf2Oz98r9Oy%2B%2FaoBME8B%2F6GFajHjL2QCadSyjKTCXoelEBWm%2Bdt6Z076XG%2Fg&id1=19580906_07&q=%2522Parkplatz%2520Freiwandeck%2522#slide7 www.sn.at] Archiv der [[Salzburger Nachrichten]], Ausgabe vom 6. September 1958, Seite 7</ref> |
| | Mit der archäologischen Grabung in [[Loig]] nahe dem heutigen [[Flughafen Salzburg]], der einen [[Römischer Gutshof|römischen Gutshof]] zu Tage förderte, begann am [[9. August]] [[1815]] die fachkundigen und wissenschaftlichen archäologischen Grabungen in Salzburg. Im selben Jahr wurde dann noch eine Testgrabung beim [[Bürglstein]] durchgeführt. Rosenegger erlaubte aber weitere Grabungen nur gegen entsprechendes Entgelt an seine Person. Nachdem sich unter diesen Bedingugnen die weiteren Grabungen nicht als durchführbar erwiesen, brachte dies wenig später den dortigen Grundbesitzer, den Gärtner [[Josef Rosenegger]] auf den Gedanken, selbst zu graben. Die Funde konnten gegen Entgelt im Schloss Bürglstein besichtigt werden. Um die Bedeutung der Funde zu erhöhen, schreckte der Gutsherr vor zahlreichen phantasiereichen Fälschungen nicht zurück. Nachdem der österreichische Kaiserhof und Salzburger Interessenten aber wenig Interesse zeigten, die Funde und angeblichen Funde zu kaufen, konnte er sie endlich doch noch zu Geld machen, weil der Salzburg-Verehrer König [[Ludwig I. von Bayern]] bereit war, die Funde in zwei Schritten zu kaufen. | | Mit der archäologischen Grabung in [[Loig]] nahe dem heutigen [[Flughafen Salzburg]], der einen [[Römischer Gutshof|römischen Gutshof]] zu Tage förderte, begann am [[9. August]] [[1815]] die fachkundigen und wissenschaftlichen archäologischen Grabungen in Salzburg. Im selben Jahr wurde dann noch eine Testgrabung beim [[Bürglstein]] durchgeführt. Rosenegger erlaubte aber weitere Grabungen nur gegen entsprechendes Entgelt an seine Person. Nachdem sich unter diesen Bedingugnen die weiteren Grabungen nicht als durchführbar erwiesen, brachte dies wenig später den dortigen Grundbesitzer, den Gärtner [[Josef Rosenegger]] auf den Gedanken, selbst zu graben. Die Funde konnten gegen Entgelt im Schloss Bürglstein besichtigt werden. Um die Bedeutung der Funde zu erhöhen, schreckte der Gutsherr vor zahlreichen phantasiereichen Fälschungen nicht zurück. Nachdem der österreichische Kaiserhof und Salzburger Interessenten aber wenig Interesse zeigten, die Funde und angeblichen Funde zu kaufen, konnte er sie endlich doch noch zu Geld machen, weil der Salzburg-Verehrer König [[Ludwig I. von Bayern]] bereit war, die Funde in zwei Schritten zu kaufen. |