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== Einleitung ==
 
== Einleitung ==
Vier Tage lang standen sich der rote Schutzbund auf der einen und die schwarze Heimwehr, die Polizei und das Militär auf der anderen Seite gegenüber. Danach waren mehr als 350 Tote und 1 000 Verletzte zu beklagen. Noch heute gehen die Meinungen darüber auseinander, wer Schuld hatte an dem Bürgerkrieg, der den Untergang Österreichs im Jahr 1938 einleitete.
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Vier Tage lang standen sich der rote Schutzbund auf der einen und die schwarze [[Heimwehr]], die Polizei und das Militär auf der anderen Seite gegenüber. Danach waren mehr als 350 Tote und 1 000 Verletzte zu beklagen. Noch heute gehen die Meinungen darüber auseinander, wer Schuld hatte an dem Bürgerkrieg, der den Untergang Österreichs im Jahr 1938 einleitete.
    
== Geschichte ==  
 
== Geschichte ==  
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Rückblende: Es ist in den Morgenstunden des 12. Februar 1934, als die Polizei im [[Linz]]er Parteiheim der [[SDAP|Sozialdemokraten]], dem „Hotel Schiff“, nach illegalen Waffen suchen will. Plötzlich schlägt den Beamten aus dem ersten Stock MG-Feuer entgegen. Ein Polizist bricht schwer verletzt zusammen. Er ist das erste Opfer des Bürgerkriegs.
 
Rückblende: Es ist in den Morgenstunden des 12. Februar 1934, als die Polizei im [[Linz]]er Parteiheim der [[SDAP|Sozialdemokraten]], dem „Hotel Schiff“, nach illegalen Waffen suchen will. Plötzlich schlägt den Beamten aus dem ersten Stock MG-Feuer entgegen. Ein Polizist bricht schwer verletzt zusammen. Er ist das erste Opfer des Bürgerkriegs.
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Der [Republikanischer Schutzbund| Republikanische Schutzbund]], die Parteiarmee der Sozialdemokratie, wagt den bewaffneten Aufstand. Anführer in Linz ist Richard Bernaschek, der das 1933 von der autoritären Regierung Dollfuß ausgesprochene Verbot und die Entwaffnung des Schutzbundes nicht hinnehmen will. Am Tag davor, dem 11. Februar, hat er die Parteiführung in Wien von seinem Willen zum Kampf informiert: Sobald die Waffensuche beginne, werde er losschlagen und damit das Zeichen zum österreichweiten Aufstand gegen das Dollfuß-Regime geben, schreibt Bernaschek. „Schmach und Schande über sie, wenn uns die Wiener Arbeiterschaft im Stich lässt!“
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Der [Republikanischer Schutzbund|Republikanische Schutzbund]], die Parteiarmee der Sozialdemokratie, wagt den bewaffneten Aufstand. Anführer in Linz ist Richard Bernaschek, der das 1933 von der autoritären Regierung [[Engelbert Dollfuß|Dollfuß]] ausgesprochene Verbot und die Entwaffnung des Schutzbundes nicht hinnehmen will. Am Tag davor, dem 11. Februar, hat er die Parteiführung in Wien von seinem Willen zum Kampf informiert: Sobald die Waffensuche beginne, werde er losschlagen und damit das Zeichen zum österreichweiten Aufstand gegen das Dollfuß-Regime geben, schreibt Bernaschek. „''Schmach und Schande über sie, wenn uns die Wiener Arbeiterschaft im Stich lässt!''
    
Die Parteiführer in Wien reagieren entsetzt und versuchen Bernaschek telegrafisch vom Kampf abzuhalten. Doch das Telegramm wird von den Behörden abgefangen und erreicht ihn nicht mehr. Die blutigen Ereignisse in Linz nehmen ihren Lauf. Und sie zwingen auch die Genossen in Wien zum Handeln.
 
Die Parteiführer in Wien reagieren entsetzt und versuchen Bernaschek telegrafisch vom Kampf abzuhalten. Doch das Telegramm wird von den Behörden abgefangen und erreicht ihn nicht mehr. Die blutigen Ereignisse in Linz nehmen ihren Lauf. Und sie zwingen auch die Genossen in Wien zum Handeln.
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[[Kategorie:Geschichte]]
 
[[Kategorie:Geschichte]]
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[[Kategorie:Zwischenkriegszeit]]

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