| | Josef und Elisabeth hatten drei Söhne: Josef, Karl und Fritz. Wie in der Generation zuvor war der älteste nicht besonders stark am Arbeiten interessiert. Er heiratete, zog in das Haus seiner Frau und war im Übrigen auch dem Alkohol zugetan. So erhielt Karl I., geb. am [[21. September]] [[1896]] den Hof. Vorher hatte er den Beruf des Zimmermanns erlernt und obwohl er von seiner Arbeit kaum leben konnte, verlobte er sich mit [[Rosalia Haslauer]]. geb. am [[19. April]] [[1898]], die vom [[Zandgut]], einem damals sehr angesehenen Anwesen am [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]] - stammte. | | Josef und Elisabeth hatten drei Söhne: Josef, Karl und Fritz. Wie in der Generation zuvor war der älteste nicht besonders stark am Arbeiten interessiert. Er heiratete, zog in das Haus seiner Frau und war im Übrigen auch dem Alkohol zugetan. So erhielt Karl I., geb. am [[21. September]] [[1896]] den Hof. Vorher hatte er den Beruf des Zimmermanns erlernt und obwohl er von seiner Arbeit kaum leben konnte, verlobte er sich mit [[Rosalia Haslauer]]. geb. am [[19. April]] [[1898]], die vom [[Zandgut]], einem damals sehr angesehenen Anwesen am [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]] - stammte. |
| − | Die beiden hatten eine uneheliche Tochter, die jedoch mit drei Jahren an Diphterie starb. [[1927]] kam das zweite Kind zu Welt. Es war wieder eine Tochter, die auch Elisabeth hieß - die heutige ''Tante Lisi''. Das dritte Kind war ein Junge, Karl II., der heutige Chef des Doktorwirt, der in den [[1950er]] Jahren zunächst Heizungsinstallateur wurde und ursprünglich den Plan hatte, nach Kanada auszuwandern. Seiner Meinung nach konnte gut die Schwester den Hof übernehmen, in dem ja schon immer die Frauen die guten Seelen des Hauses gewesen waren. Seine Mutter, Großmutter Elisabeth, hatte bis zuletzt im "Doktorwirt" „ihren Mann gestanden“. Noch am Vorabend ihres Todes hatte sie ihr gewohntes Pfeifchen geraucht und souverän ihre Anweisungen gegeben. Dann war sie schlafen gegangen und nicht mehr aufgewacht. | + | Die beiden hatten eine uneheliche Tochter, die jedoch mit drei Jahren an Diphterie starb. [[1927]] kam das zweite Kind zu Welt. Es war wieder eine Tochter, die auch Elisabeth hieß - die heutige ''Tante Lisi''. Das dritte Kind war ein Junge, Karl II., der heutige Chef des Doktorwirt, der in den [[1950er]] Jahren zunächst Heizungsinstallateur wurde und ursprünglich den Plan hatte, nach [[Kanada]] auszuwandern. Seiner Meinung nach konnte gut die Schwester den Hof übernehmen, in dem ja schon immer die Frauen die guten Seelen des Hauses gewesen waren. Seine Mutter, Großmutter Elisabeth, hatte bis zuletzt im "Doktorwirt" „ihren Mann gestanden“. Noch am Vorabend ihres Todes hatte sie ihr gewohntes Pfeifchen geraucht und souverän ihre Anweisungen gegeben. Dann war sie schlafen gegangen und nicht mehr aufgewacht. |
| | Doch der alte Karl Schnöll hatte andere Pläne. Er stellte seinen Sohn vor die Wahl: Entweder er übernimmt das Gut, oder er verkauft alles. Karl II. blieb. Mehrere Phasen des Ausbaus haben den "Doktorwirt" zu dem gemacht, was er heute ist: Ein Hotel-Restaurant, in dem sich ländliches Flair mit der typischen Salzburger Lebenskultur mischen. | | Doch der alte Karl Schnöll hatte andere Pläne. Er stellte seinen Sohn vor die Wahl: Entweder er übernimmt das Gut, oder er verkauft alles. Karl II. blieb. Mehrere Phasen des Ausbaus haben den "Doktorwirt" zu dem gemacht, was er heute ist: Ein Hotel-Restaurant, in dem sich ländliches Flair mit der typischen Salzburger Lebenskultur mischen. |