Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
2.521 Bytes hinzugefügt ,  18:32, 3. Feb. 2021
Mit Geschichte ergänzt
Zeile 1: Zeile 1:  
[[Datei:Altböckstein 2013.jpeg|thumb|Altböckstein: rechts der [[Samerstall (Altböckstein)|Samerstall]], Mittelstraße bis Pfarrhof, darüber [[Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria vom guten Rat]], links der Kolm.]]
 
[[Datei:Altböckstein 2013.jpeg|thumb|Altböckstein: rechts der [[Samerstall (Altböckstein)|Samerstall]], Mittelstraße bis Pfarrhof, darüber [[Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria vom guten Rat]], links der Kolm.]]
 +
[[Datei:Montansiedlung Altböckstein 1905.jpg|thumb|Altböckstein mit der Montansiedlung im Vordergrund und dem Kirchenhügel im Hintergrund. Historische [[Ansichtskarten von Salzburg|Ansichtskarte]] aus dem Jahr [[1905]].]]
 
[[Datei:Altböckstein 1936.jpg|thumb|Blick auf Altböckstein, rechts verläuft die [[Tauernbahn]], historische Ansichtskarte von 1936.]]
 
[[Datei:Altböckstein 1936.jpg|thumb|Blick auf Altböckstein, rechts verläuft die [[Tauernbahn]], historische Ansichtskarte von 1936.]]
 
[[Datei:Böckstein Altböckstein 1930.jpg|thumb|Altböckstein in den [[1930er]]-Jahren. Am unteren Bildrand verläuft die [[Tauernbahn]], Bildmitte oben sieht man Altböckstein.]]
 
[[Datei:Böckstein Altböckstein 1930.jpg|thumb|Altböckstein in den [[1930er]]-Jahren. Am unteren Bildrand verläuft die [[Tauernbahn]], Bildmitte oben sieht man Altböckstein.]]
'''Altböckstein''' ist der historische Teil von [[Böckstein]] in der [[Pongau]]er Gemeinde [[Bad Gastein]].
+
'''Altböckstein''' mit der [[Montansiedlung Altböckstein|Montansiedlung]] ist der historische Teil von [[Böckstein]] in der [[Pongau]]er Gemeinde [[Bad Gastein]].
    
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
In früheren Zeiten war Böckstein ein Zentrum des [[Goldbergbau]]s in den [[Tauern]]. [[1342]] entstand hier die [[Gasteiner Bergordnung]]. Gold wurde mit Unterbrechungen bis [[1944]] abgebaut.  
+
Der Name "Altböckstein" kam erst Ende des [[19. Jahrhundert]]s auf. Früher hieß die nur landwirtschaftlich als Wiese genutzte Gegend einfach "Böckstein" und ist so seit [[1427]] bezeugt<ref>[[Salzburger Landesarchiv]], Lehenbuch II</ref>. Der Name hat höchstwahrscheinlich nichts mit "Böcken" (Mittelhochdeutsch Mz. "bocca") zu tun, sondern ist ein Übersetzungsname des nahegelegenen "die Peck" ([[Karantanien|karantanisch]]-altsüdslawisch für 'Ofen, wärmender Fels, wärmender Stein'), des Peck-Steins. Ein Herleitung des Wortes von (bergmännisch) "pochen" ist unrichtig.
   −
== In Altböckstein ==
+
In früheren Zeiten war Böckstein ein Zentrum des [[Goldbergbau]]s in den [[Tauern]]. [[1342]] entstand hier die [[Gasteiner Bergordnung]]. Nach der Zerstörung von (Alt)Böckstein [[1741]] begann man planmäßig mit der Anlage der [[Montansiedlung Altböckstein|Montansiedlung]].
Erwähnenswert die frühklassizistische [[Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria vom guten Rat]] (erbaut in den Jahren [[1764]] bis [[1766]] nach Plänen des höfischen Hofbauverwalters [[Wolfgang Hagenauer]]), das [[Jagdschlössl Czernin]] ([[1902]]) sowie die historische [[Montansiedlung Altböckstein|Bergwerkssiedlung]], ursprünglich [[barock]], dann Umbau Ende des [[19. Jahrhundert]]s.
+
 
 +
==== Die Gründung des heutigen Altböcksteins ====
 +
Nachdem am [[14. Jänner]] 1741 das Poch- und Waschwerk in der Peck zwischen 13 und 14 Uhr von einer [[Lawine]] zerstört wurde, kam es am [[27. Februar]] desselben Jahres zu einer Unterredung bei [[Fürsterzbischof]] [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]]. Die dabei anwesenden landesherrlichen Räte empfahlen dabei die Entsendung des Bergwerksobmannes Josef von Koflern in die Peck, um einen neuen, geeigneteren Standort zum Wiederaufbau zu finden. Als man sich im April nochmals mit dieser Sache beschäftigte lag immer noch meterhoch der Schnee und von den verschütteten Gebäuden war noch nichts zu sehen. Aber man hatte bereits einen neuen Bauplan gefunden. Es war dies die Fläche zwischen dem "Hinteren"  Böckstein (dem Kirchenhügel) und dem Eingang zum [[Naßfeld]]. Hier entstand dann planmäßig angelegt Altböckstein. Das mehrere tausend Quadratmeter große Gelände bot die einmalige Gelegenheit zur Planung auf dem Reißbrett. Es wurden die Gebäude nach den entsprechenden Funktionen in den Betriebsabläufen um eine zentrale Mittelstraße angeordnet. Im Norden stand das Verwalterhaus und hinter und über diesem die Kirche. Diese Anordnung entsprach ganz der damaligen Weltanschauung.
 +
 
 +
Ab [[1745]] begann man mit der Errichtung der Neubauten.
 +
 
 +
Neben den Gebäuden für den Bergwerksbetrieb und der Verwaltung entstanden aus der alten Kirche die frühklassizistische [[Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria vom guten Rat]] (erbaut in den Jahren [[1764]] bis [[1766]] nach Plänen des höfischen Hofbauverwalters [[Wolfgang Hagenauer]]), das [[Jagdschlössl Czernin]] ([[1902]]) sowie die historische Bergwerkssiedlung, ursprünglich [[barock]], dann folgte Ende des [[19. Jahrhundert]]s ein Umbau.
    
=== Gusseisenbrunnen in Böckstein ===
 
=== Gusseisenbrunnen in Böckstein ===
Zeile 15: Zeile 22:     
=== Montanmuseum Altböckstein ===
 
=== Montanmuseum Altböckstein ===
Fas [[Montanmuseum Altböckstein]] vermittelt einen interessanten Überblick über Geschichte und Technik des historischen Goldbergbaus.
+
Das [[Montanmuseum Altböckstein]] vermittelt einen interessanten Überblick über Geschichte und Technik des historischen Goldbergbaus.
    
== Persönlichkeiten aus Altböckstein ==
 
== Persönlichkeiten aus Altböckstein ==
Zeile 26: Zeile 33:  
{{Bildkat}}
 
{{Bildkat}}
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==
* Artikel Böckstein
+
* [[Fritz Gruber|Gruber, Fritz]]: ''Altböckstein und die jüngere Geschichte der Tauerngoldproduktion'' (Böcksteiner Montana, Bd.1), Leoben 1979, zweite erweiterte Auflage Böckstein 2003
* [http://www.boeckstein.at/altboeckstein.htm www.boeckstein.at/altboeckstein.htm]
+
* Gruber, Fritz: ''[[Über 1000 Jahre Gastein - Gasteiner Mosaiksteine 2]]'', 2020
 +
 
 +
==== Einzelnachweis ====
 +
<references/>
    
[[Kategorie:Wissenschaft]]
 
[[Kategorie:Wissenschaft]]

Navigationsmenü