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| | == Über die Expedition == | | == Über die Expedition == |
| − | Ein Mitglied der Expedition, der Salzburger Meteorologe Dr. Hanns Tollner von der [[Wetterstation Salzburg-Flughafen]], berichtete in einem Schreiben, dass der erste Teil der Reise bis Tromsö in Norwegen zwar nicht problemlos verlief, aber doch recht gut gegangen war. Von den 21 Kisten Material, das nach Tromsö vorausgeschickt worden war, fehlte zwar eine Kiste beim Eintreffen der Expeditionsmitglieder, doch diese traf noch rechtzeitig vor dem Auslaufen des Schiffes am Abend des [[24. Juni]] dort ein. | + | Ein Mitglied der Expedition, der Salzburger Meteorologe Dr. [[Hanns Tollner]] von der [[Wetterstation Salzburg-Flughafen]], berichtete in einem Schreiben, dass der erste Teil der Reise bis Tromsö in Norwegen zwar nicht problemlos verlief, aber doch recht gut gegangen war. Von den 21 Kisten Material, das nach Tromsö vorausgeschickt worden war, fehlte zwar eine Kiste beim Eintreffen der Expeditionsmitglieder, doch diese traf noch rechtzeitig vor dem Auslaufen des Schiffes am Abend des [[24. Juni]] dort ein. |
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| | Am [[27. Juni]] kam die Gruppe nach stürmischer Fahrt, bei der sie Bekanntschaft mit der Seekrankheit machten, auf Spitzbergen, einer zu Norwegen gehörenden Inselgruppe im Nordatlantik wie im Arktischen Ozean, an. Zusammen mit einer britischen Expedition aus Cambridge, die seit Tromsö gemeinsam mit den Salzburgern reiste, ging die Fahrt von Longyearbyen mit dem Eisbrecher "Nordsyssel", den der Gouverneur von Spitzbergen Sysselmann der Expedition kostenlos zur Verfügung stellte, weiter durch den Eisfjord der Class-Billenbai. Wegen der immer noch hier geschlossenen Eisdecke kam die Expedition mit dem Schiff nicht ganz an ihr Ziel und musste etwa zehn Kilometer vor Bruce Byen an Land gehen. | | Am [[27. Juni]] kam die Gruppe nach stürmischer Fahrt, bei der sie Bekanntschaft mit der Seekrankheit machten, auf Spitzbergen, einer zu Norwegen gehörenden Inselgruppe im Nordatlantik wie im Arktischen Ozean, an. Zusammen mit einer britischen Expedition aus Cambridge, die seit Tromsö gemeinsam mit den Salzburgern reiste, ging die Fahrt von Longyearbyen mit dem Eisbrecher "Nordsyssel", den der Gouverneur von Spitzbergen Sysselmann der Expedition kostenlos zur Verfügung stellte, weiter durch den Eisfjord der Class-Billenbai. Wegen der immer noch hier geschlossenen Eisdecke kam die Expedition mit dem Schiff nicht ganz an ihr Ziel und musste etwa zehn Kilometer vor Bruce Byen an Land gehen. |
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| | Sie erforschten von dort die Bruce- und Stubendorffbay und konnten in den sechs Wochen auf Spitzbergen sechzig Gipfel besteigen. Darunter waren 40 Gipfel bis 1 700 [[m ü. A.]], die erstmals bestiegen worden waren. Tagelange Anmarschwege über zerrissene Eisschründe ersetzten den größeren Höhenunterschied der [[Alpen]]; wobei sich allerdings auch hier bei Wandhöhen bis zu 800 Metern extremste Schwierigkeiten in Eis und Fels fanden. | | Sie erforschten von dort die Bruce- und Stubendorffbay und konnten in den sechs Wochen auf Spitzbergen sechzig Gipfel besteigen. Darunter waren 40 Gipfel bis 1 700 [[m ü. A.]], die erstmals bestiegen worden waren. Tagelange Anmarschwege über zerrissene Eisschründe ersetzten den größeren Höhenunterschied der [[Alpen]]; wobei sich allerdings auch hier bei Wandhöhen bis zu 800 Metern extremste Schwierigkeiten in Eis und Fels fanden. |
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| − | Leider war das Wetter nicht sehr gut. Es gab sechs Lager, die in ihrer Abgeschlossenheit den Lagern am Nanga Parmat im Westhimalaya nicht nachstanden. | + | Leider war das Wetter nicht sehr gut. Es gab sechs Lager, die in ihrer Abgeschlossenheit den Lagern am Nanga Parbat im Westhimalaya nicht nachstanden. |
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| | Die Teilnehmer kamen am 13. August am [[Salzburger Hauptbahnhof]] wieder zurück. Dr. Tollner hatte die Rückreise in [[Deutschland]] unterbrochen, um dort sein umfangreiches Filmmaterial, das er während der Expedition gedreht hatte, den zuständigen Stellen zur Auswertung übergeben hatte. | | Die Teilnehmer kamen am 13. August am [[Salzburger Hauptbahnhof]] wieder zurück. Dr. Tollner hatte die Rückreise in [[Deutschland]] unterbrochen, um dort sein umfangreiches Filmmaterial, das er während der Expedition gedreht hatte, den zuständigen Stellen zur Auswertung übergeben hatte. |