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| | ::: Danke für deine ausführliche Antwort, der ich inhaltlich zustimmen kann. Ergänzend möchte ich noch darauf hinweisen, dass bei Abfrage von SAGIS (altes und neues System) im Suchfeld immer eine Gemeinde zum Suchobjekte angeführt wird. Diese Gemeinde sollten wir primär den Berg (im Text) zuweisen meint dankend Peter (--[[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter Krackowizer]] ([[Benutzer Diskussion:Peter Krackowizer|Diskussion]]) 16:54, 13. Jan. 2021 (CET)) | | ::: Danke für deine ausführliche Antwort, der ich inhaltlich zustimmen kann. Ergänzend möchte ich noch darauf hinweisen, dass bei Abfrage von SAGIS (altes und neues System) im Suchfeld immer eine Gemeinde zum Suchobjekte angeführt wird. Diese Gemeinde sollten wir primär den Berg (im Text) zuweisen meint dankend Peter (--[[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter Krackowizer]] ([[Benutzer Diskussion:Peter Krackowizer|Diskussion]]) 16:54, 13. Jan. 2021 (CET)) |
| | :::: Ich denke, dass das wohl eher eine verwaltungstechnische und daher in der GIS-Datenbank abgebildete Feinheit ist, dass ein Gipfel technisch nur in einer Gemeinde liegen kann, weil es ihn sonst in einer Datenbank doppelt gibt. Dieses Problem gibt es z.B. beim Bundesdenkmalamt (sh. [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiProjekt_%C3%96sterreichische_Denkmallisten/Fehlerlisten/Inhalt#generelle_Fehler_und_Probleme Diskussion auf Wikipedia]). Das hat aber nicht zwingend damit zu tun, dass ein Berggipfel physisch nicht wirklich auch in einer zweiten Gemeinde liegen kann (dem Berg ist die Datenbank ja wurscht). Aber meinetwegen können wir gern die "vorrangige" Gemeinde (z.B. im Lemma bei Zweideutigkeiten wie z.B. jüngst beim Großeck) gemäß SAGIS wählen, dann ist es einheitlich und klar. Die Kategorien erlauben aber eben genau doch eine Doppel- und Vielfachzuordnung, das ist ihr Charme (und gleichzeitig die Gefahr, wenn man zu viele verwendet). Aber im Fließtext zu schreiben, dass der Gipfel angeblich ''knapp nicht'' in der anderen Gemeinde liegt, halte ich für spekulativ und daher problematisch, wenn man die Situation nicht wirklich genau kennt. --[[Benutzer:Kuhni74|Kuhni74]] ([[Benutzer Diskussion:Kuhni74|Diskussion]]) 17:38, 13. Jan. 2021 (CET) | | :::: Ich denke, dass das wohl eher eine verwaltungstechnische und daher in der GIS-Datenbank abgebildete Feinheit ist, dass ein Gipfel technisch nur in einer Gemeinde liegen kann, weil es ihn sonst in einer Datenbank doppelt gibt. Dieses Problem gibt es z.B. beim Bundesdenkmalamt (sh. [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiProjekt_%C3%96sterreichische_Denkmallisten/Fehlerlisten/Inhalt#generelle_Fehler_und_Probleme Diskussion auf Wikipedia]). Das hat aber nicht zwingend damit zu tun, dass ein Berggipfel physisch nicht wirklich auch in einer zweiten Gemeinde liegen kann (dem Berg ist die Datenbank ja wurscht). Aber meinetwegen können wir gern die "vorrangige" Gemeinde (z.B. im Lemma bei Zweideutigkeiten wie z.B. jüngst beim Großeck) gemäß SAGIS wählen, dann ist es einheitlich und klar. Die Kategorien erlauben aber eben genau doch eine Doppel- und Vielfachzuordnung, das ist ihr Charme (und gleichzeitig die Gefahr, wenn man zu viele verwendet). Aber im Fließtext zu schreiben, dass der Gipfel angeblich ''knapp nicht'' in der anderen Gemeinde liegt, halte ich für spekulativ und daher problematisch, wenn man die Situation nicht wirklich genau kennt. --[[Benutzer:Kuhni74|Kuhni74]] ([[Benutzer Diskussion:Kuhni74|Diskussion]]) 17:38, 13. Jan. 2021 (CET) |
| | + | ::::: Ich war so frei und habe mit jemand vom Amt der LReg. korrespondiert (Namen möchte ich hier sicherheitshalber nicht veröffentlichen, ich weiß nicht, ob man hier eine Art "persönliche Nachricht" schicken kann, ich vermute nein, aber ich kann den Namen gern per Mail schicken wenn gewünscht). |
| | + | ::::: Die Situation ist kompliziert, aber kurzgefasst ungefähr die: Die in jeglichen offiziellen GIS-Datenbanken verwendeten Grenzlinien stammen aus der "Urmappe", also dem [[Franziszeischer Kataster|Franziszeischen Kataster]], der in Sbg vor 190 (!) Jahren, in manchen anderen Bundesländern schon früher, vermessen wurde. Die damals zur Verfügung stehenden technischen Messmethoden waren erstaunlich genau und die Sorgfalt der Bearbeiter suchte ihresgleichen, aber natürlich mit heutigen Methoden sind sie nicht zu vergleichen. Dennoch wurden auf weiten Strecken diese Gemeindegrenzen '''seit 190 Jahren nicht mehr angegriffen''', sondern gilt im BEV, beim SAGIS und in allen anderen Bundesländern als die "Bibel", auch wenn sie noch so fehlerhaft wäre (und sicherlich ist). Lediglich im Flachland wurden dann und wann (Flurbereinigungen, Großprojekte etc.) Nachvermessungen angestellt, aber im schwer zugänglichen Hochgebirge kann man davon ausgehen, dass die Grenzdaten 190 Jahre alt sind. Gipfelpunkte hingegen wurden jüngst erst in modernsten Laserscan-Aufnahmen ermittelt und gleichermaßen kommentarlos wie meines Erachtens naiv über den Grenz-Layer des Franz. Kat. drübergelegt, der natürlich mit dem Naturzustand nicht sehr viel zu tun hat. Das hat zur Folge, dass ein Gipfel vor 190 Jahren zwar als exakt auf der Gemeindegrenze liegend gemessen und kartiert wurde, aber da die Laserscan-Aufnahmen nun einfach mit den historischen Grenzlinien verglichen werden, erweckt das nun den Eindruck, dass ein Gipfel scheinbar wirklich nicht auf der Grenze läge. Das ist allerdings nur im GIS so, mit der Natur stimmt das überhaupt nicht überein, aber für den Verwaltungsbeamten ist halt nicht die Natur, sondern das GIS die subjektive Wirklichkeit. Das hat nun wieder zur Folge, dass die auf SalzburgWiki getätigten Angaben, ein Gipfel läge um ein paar Meter abseits der Grenze, nur aufs GIS bezogen stimmen, auf die Natur bezogen stimmen sie halt nicht. Angeblich klafft z.B. in den Daten zwischen Pinzgau und Osttirol (Grenzlinie durchwegs über 2000 m Seehöhe) ein historisch bedingter und immer noch nicht bereinigter (!) Datenfehler, der sich lt. dem Beamten sogar auf viele km² beläuft! Angenommen, in ferner Zukunft werden die Laserscan-Aufnahmen noch wesentlich höherauflösend, sodass man zweifelsfrei die Grenzsteine identifizieren kann, wird man sicher seine blauen Wunder erleben (ich vermute Lagefehler im 10er-Meter-Bereich), aber das tangiert jetzt offenbar noch niemand (außer vielleicht mich, aber so wichtig nehm ich mich jetzt wieder nicht). |
| | + | ::::: Also wenn wir im SalzburgWiki als Bezug das SAGIS heranziehen, dann können aus meiner Sicht die ursprünglich von mir kritisierten Grenzpunkt-Behauptungen und meinetwegen auch Kategoriezuordnungen zu bleiben, auch wenn das mit der Natursituation halt nur wenig zu tun hat, aber anders ist das vorläufig nicht zu lösen. Es wäre aber anzudenken, dies auf jeder relevanten Seite zumindest irgendwie zu vermerken (z.B. "Gipfel liegt laut SAGIS einige Meter neben der Grenze" oder noch ein wenig detaillierter "der mittels Laserscan identifizierte Gipfel liegt 15 Meter neben der im [[Franziszeischer Kataster|Franziszeischen Kataster]] definierten Grenzlinie", dann kann sich jeder seinen Reim drauf machen). |
| | + | ::::: Was meinst Du? --[[Benutzer:Kuhni74|Kuhni74]] ([[Benutzer Diskussion:Kuhni74|Diskussion]]) 13:35, 29. Jan. 2021 (CET) |